Kandidat bei RTL

Ansgar Brinkmann war eine Enttäuschung im Dschungelcamp

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Ansgar Brinkmann war im Dschungelcamp 2018 eine ziemliche Enttäuschung.

Ansgar Brinkmann war im Dschungelcamp 2018 eine ziemliche Enttäuschung. Am Sonntag hat er die Sendung freiwillig verlassen. Zum Kandidaten-Porträt.

Tja, das war‘s mit Ansgar Brinkmann im Dschungelcamp 2018. Am Sonntag sagte er den entscheidenden Satz: „Ich bin ein Star, holt mich hier raus.“ Damit ist es umgehend aus der Sendung ausgeschieden. Kandidaten, die freiwillig gehen, bekommen aber deutlich weniger Kohle.

RTL zahlt die Dschungelcamp-Gagen nämlich in vier Raten aus: Bei Vertragsunterzeichnung, vor Einzug in das Camp, nach dem Finale und zwei Wochen nach Ausstrahlung der letzten Folge. Wer - wie Ansgar Brinkmann  und Giuliana Farfalla - während der laufenden Staffel freiwillig geht, verliert die letzten beiden Raten der Gage.

Ansonsten muss man festhalten: Ansgar Brinkmann war im Dschungelcamp 2018 eine ziemliche Enttäuschung. Offensichtlich hatte RTL ihn in der Hoffnung engagiert, er könnte ein zweiter Thorsten Legat werden. Daraus wurde aber nichts. Im Gegensatz zu Legat, der im Dschungelcamp Vollgas gab (“Kasalla!“) blieb Ansgar weitgehend unauffällig. Er faltete zwar mal Daniele Negroni zusammen, als der Sandra Steffl herumkommandierte (“"Der Ton macht die Musik! Ein bisschen mehr Respekt bitte!"). Ansonsten war er weit davon entfernt ein zweiter Thorsten Legat zu werden.

Reviersport meint über sein lahmes Auftreten im Camp: „Doch der als Sprücheklopfer bekannte Brinkmann sorgte nicht für das angekündigte Spektakel. Mehr als ein harmloser Flirt mit Kattia Vides, eine von zahlreichen Teilnehmern der Kategorie G-Prominenz, war für den "weißen Brasilianer" nicht drin. “

Und die Welt schreibt über Ansgar Brinkmann im Dschungelcamp 2018: „Bei Thorsten Legat (‘Frauen, ey. Kannste alle in den Wind schicken. Nichts können die. Gar nichts‘) wussten wir, dass wir wirklich das ‚Dschungelcamp‘ vor Augen hatten. Bei Ansgar Brinkmann aber mutete es an, als sei er einem Rosamunde-Pilcher-Streifen im ZDF entsprungen. Da können wir also auch gleich umschalten.“

Dschungelcamp 2018: Ansgar Brinkmann ist der sechste Ex-Kicker

Ansgar Brinkmann ist ein Kandidat im Dschungelcamp 2018.

Ansgar Brinkmann ist bereits der sechste Ex-Fußball-Profi im Dschungelcamp. Hier noch einmal zur Erinnerung: Jimmy Hartwig machte den Anfang mit seinem Einzug in Staffel zwei im Jahr 2004. Mit dem vierten Rang beendete er damals seine Camp-Zeit, also im „Oberen Mittelfeld“, wie es in der Fußballer-Sprache heißt. Bei Eike Immel, der zwischen den Pfosten eine bessere Figur machte als zwischen den Bäumen, hat es nur zu einem fünften Platz in der dritten Staffel gereicht. 2012 landete Kugelblitz Ailton in der sechsten Staffel auf Rang sechs. Am besten geschlagen unter den Ex-Profis hat sich bislang Thorsten Legat, der sich mit seinem „Kasalla“ unsterblich machte und sogar den Sprung aufs Treppchen schaffte: Der ehemalige Fußballer landete auf dem Bronzeplatz nach Menderes Bagci und Sophia Wollersheim im Jahr 2016. Beim letzten Regenwaldzirkus wurde Thomas Häßler im vergangenen Jahr Vierter

Nun kommt also Ansgar Brinkmann und wird im Dschungelcamp 2018 versuchen, sich als erster Ex-Kicker die Krone aufzusetzen. Doch wer ist Ansgar Brinkmann eigentlich, der auch unter dem Spitznamen „Weißer Brasilianer“ bekannt ist?

Dschungelcamp 2018: Ansgar Brinkmann alias „Trinkmann“ und seine Eskapaden

Für die Dschungelcamp-Macher wurde er wohl in erster Linie aufgrund seiner Ecken und Kanten interessant. Ein Kicker, der sich nix scheißt - mit dieser Rolle mischte schon Thorsten Legat „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ auf.

„Bin bis fünf Uhr früh in meiner Stammkneipe zu erreichen“ - diesen Satz hörten Anrufer einst, wenn sie Brinkmann anriefen und dessen Mailbox auf dem Handy ansprang. Sowohl auf als auch neben dem Platz sorgte der Spieler für Schlagzeilen und so verfolgt ihn sein Spruch vom Anrufbeantworter bis heute. Publik gemacht hat ihn damals die Bild-Zeitung, die nach einem guten Spiel von Brinkmann ein paar Statements von ihm wollte. Doch Brinkmann war tatsächlich in der Kneipe Pane E Vino in Münster (Brinkmann kommt aus dem Münsterland), wie er in einem großen Interview mit 11-Freunde erzählte. In der Kneipe war er „sehr oft, fast jeden Tag“.

Im Dschungelcamp 2018 übernimmt Ansgar Brinkman die Rolle als Ex-Fußballer.

Er bezeichnet die Kneipen-Ausflüge als „Lebensfreude pur“, was ihm auch den Spitznamen „Trinkmann“ einbrachte. Mit der Disziplin hingegen hatte er während seiner gesamten Karriere Probleme. Zum Präsidenten eines Vereins sagte er einmal, er könne sich die Abmahnung einrahmen und in die Küche hängen, denn in seiner Wohnung seien bereits so viele, da wäre kein Platz mehr.

Brinkmann brachte es aber auch zu einigen Knallern auf dem Fußballplatz. In seiner Zeit bei Tennis Borussia Berlin wechselte er sich einmal selbst ein. Diesen Wechsel kündigte er mit den Worten „Hey Auszubildender“ an und machte so den Linienrichter auf sich aufmerksam. Dieser gab dem Schiedsrichter bei der nächsten Spielunterbrechung ein Signal - und was tat Trainer Winfried Schäfer? Er wechselte Brinkmann tatsächlich ein. Die anderen Auswechselspieler sollen sich vor Lachen gebogen haben, so will es jedenfalls die Geschichte.

Ein anderes Mal war Brinkmanns Verein Tennis Borussia Berlin zur gleichen Zeit im Trainingslager auf Mallorca wie der FC Bayern München. Da Brinkmanns Teamkollege Francisco Copado einen guten Draht zu Hasan Salihamidzic hatte, wurden Brinkmann & Co. ins Hotel des Rekordmeisters eingeladen. Doch „Trinkmann“ verzichtete lieber und blieb stattdessen im Hotelzimmer vor dem Fernseher liegen. Er erzählt allerdings bis heute gerne die Geschichte, dass Copado zwei Stunden auf dem Klavier im Bayern-Hotel getanzt haben soll. 

Auch zu Jürgen Klopp gibt es eine Brinkmann-Story. Der Trainer vom FC Liverpool war einst Brinkmanns Zimmernachbar in seiner Zeit bei FSV Mainz 05 - doch nicht auf Wunsch Klopps. Denn die Verantwortlichen schickten den Trainer offenbar absichtlich zu Troublemaker Brinkmann, um den Aufpasser zu spielen. Der damals 25-jährige Brinkmann machte aber natürlich trotzdem, was er wollte.  

Dschungelcamp 2018: Ansgar Brinkmann und das Anwaltsbüro von Mike Tyson

Eine weitere Station von Ansgar Brinkmann war der BV Cloppenburg. Dort war er Kapitän und sollte auf einer Weihnachtsfeier etwas sagen. Da er den Trainer nur als Marionette des Hauptsponsors ansah und außerdem keinerlei Skrupel hatte, sagte er das auch genau so: „Ob der Trainer auf der Bank sitzt oder ein Busfahrer, das ist in etwa das Gleiche.“ Nach dieser pikanten Aussage soll Totenstille im Raum geherrscht haben. Die Folge: Suspendierung in die zweite Mannschaft - die damals in der Kreisklasse spielte. 

Nach seiner Zeit in Cloppenburg wurde Brinkmann übrigens von einigen Vereinen umworben. Den Anruf von Eintracht Frankfurt nahm er wohl mit den Worten entgegen: „Anwaltsbüro Mike Tyson, was kann ich für Sie tun?“ Der Gesprächspartner rief Brinkmann danach noch zweimal an - anfangs hielt er das nämlich für einen Scherz. 

Dschungelcamp 2017: Das ist für Ansgar Brinkmann drin

Eine Menge! Brinkmann nimmt also kein Blatt vor den Mund, sicherlich auch kein Palmenblatt im Dschungel. Das könnte ihn durchaus weit bringen, auch Thorsten Legat machte seinerzeit durch seine „Kasalla“-Art schnell von sich reden. Wir erinnern an dieser Stelle an den Beef, den er sich seinerzeit mit Helena Fürst lieferte - täglich. Legendär bleibt seine Beschimpfung „Furzfrau!“.

An Selbstvertrauen mangelt es auch Brinkmann ebenfalls nicht. Zu einem Journalisten sagte er einmal: „Selbstvertrauen ist mein Hobby“. Wunderbar. Die Zuschauer des Dschungelcamps dürfen sich auf einen extrovertierten, ehrlichen und direkten Typen freuen, der am Lagerfeuer bestimmt mit der ein oder anderen Anekdote unterhalten könnte. Vielleicht gibt‘s auch Streit. Wäre toll.

Dschungelcamp 2018: Der Regenwald in unserem Live-Ticker

Ticker vor dem Einzug: Das passiert in den letzten Tagen vor dem Start

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