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Darum platzte der erste Millionen-Deal bei „Die Höhle der Löwen“ nach der Show

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"Die Höhle der Löwen": So einig sind sich die Investoren bisher nur einmal gewesen: Sie alle setzen auf die App „Too Good To Go“. Trotz Begeisterung platzte der Deal nach der Show.

Die fünf Gründer der App „Too Good to Go“ gehen wohl als die mutigsten und frechsten Unternehmer in die Geschichte der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ ein. Obwohl sie die Investoren von sich begeistern konnten, platzte der Deal nach der Sendung.

Berlin - In der TV-Show „ Die Höhle der Löwen“ sorgten am Dienstagabend fünf junge Männer für eine Menge Aufregung. Das Unternehmen aus Kopenhagen und Düsseldorf entwickelte eine App namens „Too Good To Go“, mit der die Lebensmittelverschwendung in der Gastronomie reduziert werden soll. Eine Idee, die nicht nur vielen Zuschauern, sondern auch den Löwen von Anfang an gefiel.

Das kann die App „Too Good To Go“

Restaurants oder Bäckereien können in der App angeben, wie viele Portionen bei ihnen am Ende des Tages eigentlich in der Tonne landen würden. App-Nutzer können diese Mahlzeiten dann abholen, bis zu 70 Prozent sparen und dabei sogar noch die Umwelt schonen. Von den Investoren verlangten die Jungs eine Million Euro und wollten aber, wie die Bild berichtet, nur fünf Prozent der Firmenanteile abgeben. In der Geschichte der Vox-Show versuchten schon mehrere Gründer, diese Summe von den Löwen abzustauben - wurden aber immer abgeblitzt. 

Auch wenn die Investoren von dem Business-Modell begeistert waren, verabschiedete sich ein Löwe nach dem anderen von dem Deal. Die Firmenbewertung sei zu hoch, so käme kein Deal zustande. Frank Thelen, einer der fünf Löwen, verabschiedete die Jungs schon mit seiner üblichen Floskel: „ Kein Deal für euch, trotzdem alles Gute.“

Doch die Unternehmer ließen sich von dieser Absage nicht unterkriegen. Thomas Björn Momsen (25) bewies Mut und machte einen Vorschlag, als es eigentlich bereits zu spät war: „Vielleicht können wir alle zusammengehen, 200.000 von jeder Person? Dann hat man nicht so ein großes Risiko aber man ist noch Teil von etwas Coolem.“ 

Das brachte die Löwen doch noch zum umdenken. Nach den darauf folgenden Verhandlungen kam es tatsächlich noch zu dem Deal, auf den die Gründer aus Dänemark und Deutschland gehofft hatten. Jeder Löwe willigte ein, für einen Firmenanteil von knapp 9 Prozent, die 200.000 Euro in die App „Too Good To Go“ zu investieren. Einen solchen Fall gab es erst ein einziges Mal in der Geschichte der Sendung. 

Investor Frank Thelen ist auch nach dem geplatzten Deal noch begeistert von dem Konzept „Too Good To Go“.

Auch wenn das Unternehmen einen Rekord-Deal einsackte, platzte der Deal nach der Sendung. Die derzeit ausgestrahlte Staffel wurde bereits zu Beginn des Jahres aufgenommen - seitdem gab es einige Veränderungen. Das Unternehmen wuchs so schnell, dass die Konditionen für einen Deal nach der Show für beide Seiten nicht mehr ideal waren. Seit der Aufzeichnung im Februar stiegen die geretteten Mahlzeiten von unter eine Millionen auf über zwei Millionen. Auch die Zahl der beteiligten Betriebe in Deutschland schoss in die Höhe. Um den Deal wie geplant durchzuführen, hätten die Löwen also mehr Geld investieren, oder Prozente abtreten müssen. Löwe Frank Thelen sagt gegenüber der Bild: „Für mich ist es in Ordnung, dass der Deal nicht zustande gekommen ist. Fünf Löwen in einem Deal – das hat eh bisher noch nie funktioniert. Zu viele Köche in einer Küche.“ 

Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, betrachten die App-Entwickler ihren Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ trotzdem als Gewinn. Die Löwen konnten den jungen Unternehmern wichtigen Input mit auf ihren Weg geben - sicherlich haben die Investoren auch einen großen Teil dazu beigetragen, dass das Unternehmen so radikal wuchs. 

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