Kino-Scout: Grand Budapest Hotel

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Kino-Scout Matthias Kramer über den Film, mit der die diesjährige "Berlinale" eröffnet wurde.

1932: Der Grand Budapest Hotel-Concierge Gustave (Ralph Fiennes) erbt von seiner Bekannten Madame D., welche auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen ist, ein wertvolles Gemälde. Doch der Sohn der Verstorbenen (Adrien Brody) will das Gemälde für sich behalten und hängt Gustave prompt den Mord an Madame D. an. Zusammen mit dem treuen Lobby Boy Zero versucht Gustave nun, die Wahrheit aufzudecken. Dabei geraten die beiden immer wieder in skurille Situationen.

"Grand Budapest Hotel" lässt sich gut mit einem Wort beschreiben: Außergewöhnlich! Denn hierbei handelt es sich keineswegs um einen normalen Durchschnittsfilm von der Stange. Die Geschichte, die Atmosphäre, der Humor, der Stil, die Dialoge – alles wurde hier auf sehr außergewöhnliche und einzigartige Weise umgesetzt. Der Film folgt keineswegs dem Schema F und bietet viele verrückte, nie dagewesene Ideen. Zudem wechselt der Film oft gekonnt zwischen genialem, schwarzen Humor und ernsten Szenen. Darüber hinaus bietet der Film zum einen eine detailverliebte, ungewöhnlich schöne Kulisse mit vielen bunten Farben, zum anderen besitzt der Film viele verschiedene Stilmittel, welche "Grand Budapest Hotel" einzigartig machen.

Ein ganz großer Pluspunkt sind die Darsteller. Ralph Fiennes spielt, wie gewohnt, spitzenklasse. Der "heimliche Star" sind jedoch die vielen bekannten Nebendarsteller in ungewöhnlichen Rollen. Es vergehen keine fünf Minuten, in denen nicht irgendein bekannter Star auftaucht, unter anderem Tilda Swinton, Harvey Keitel, Owen Wilson, Jeff Goldblum, F. Murray Abraham, Jude Law und viele mehr. Selbst George Clooney huscht mal für drei Sekunden durchs Bild. Für jemanden, der auf normale Hollywood-Kitsch-Komödien mit rotem Faden steht, ist "Grand Budapest Hotel" mit Sicherheit nichts, wer sich aber ‘mal auf etwas anderes, außergewöhnliches einlassen will, sollte sich diesen Film unbedingt ansehen. Es ist sehr schade, dass Filme wie dieser in den Kinos keine Beachtung finden, wohingegen irgendwelche 08/15-Komödien, welche immer wieder die gleiche Geschichte und die gleichen Witze bieten, Millionen Zuschauer in die Kinos locken.

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Regie: Wes AndersonDarsteller: Ralph Fiennes, Edward Norton, Adrien Brody, Willem DafoeBundesstart: 6. März 2014FSK: 12 JahreKino-Scout-Bewertung: 5 von 5 Sternen

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