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Kinoscout: Interstellar (2)

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Fulda. Auch unser Kinoscout Matthias Kramer wollte unbedingt Interstellar sehen, wie er ihm gefallen hat, lest ihr hier.

In der Zukunft sind die Ressourcen der Erde erschöpft und die Menschheit steht kurz vor dem Aussterben. Daher wird ein Wissenschaftlerteam, angeführt von dem ehemaligen Astronauten Cooper (Matthew McConaughey), auf eine waghalsige Rettungsmission geschickt: Per Raumschiff soll das Team durch ein Wurmloch in eine andere Galaxie reisen, um einen Erd-ähnlichen Planeten zu finden. Doch keiner weiß, ob die Mission Erfolg haben wird und ob das Team jemals zurückkehrt. Mit "Interstellar" erscheint nach vielen Jahren mal wieder ein anspruchsvoller Science-Fiction-­Beitrag. Dieser Film ist keinesfalls dazu gedacht, Popcorn zu mampfen und das Gehirn abzuschalten. Weltraumschlachten und Zerstörungsorgien wie in "Star Trek" oder "Transformers" gibt es hier nicht.

"Interstellar" ist definitiv ein Film fürs Hirn und erinnert mit seinem ruhigen, teils philosophischen Stil an die Science-Fiction-Klassiker "2001:Odysee im Weltraum" und "Blade Runner". Die Geschichte kann, obwohl sie nicht neu ist, im Großen und Ganzen überzeugen und versteht es, den Zuschauer zu unterhalten. Der größte Pluspunkt des Filmes sind aber die gigantische Optik und die tollen Bilder, welche jedoch nie zu übertrieben oder zu Lasten der Geschichte eingesetzt wurden. Glücklicherweise hat man auch auf überflüssige 3D-Optik verzichtet. Die Darsteller sind durchweg gut.Leider gibt es aber auch ein paar Kritikpunkte: Zunächst einmal lässt sich sagen, dass der Film etwas zu lang geraten ist. Teilweise hat man das Gefühl, dass der Film künstlich in die Länge gestreckt wurde, um ihn epischer wirken zu lassen. Dadurch entsteht hin und wieder mal etwas unnötiger Leerlauf. Weiterhin ist der Storyverlauf sehr wechselhaft: An manchen Stellen ist die Geschichte recht komplex und bietet tolle Ideen, an anderen Stellen wiederum ist die Geschichte total platt und driftet ins Kitschige ab. Besonders das Ende hätte ruhig etwas "mutiger" sein dürfen. Der Geschichte und vor allem den Charakteren fehlt das gewisse Etwas, um den Zuschauer voll und ganz zu fesseln.Trotz ein paar Schwächen ist es aber schon aufgrund der genialen visuellen und akustischen Effekten empfehlenswert, "Interstellar" auf der großen Leinwand anzuschauen.

+++ +++ Bewertung +++ +++

Regie:     Christopher NolanDarsteller:    Matthew McConaughey, Anne Hathaway, Jessica ChastianBundesstart:    9. November 2014FSK:    12 Jahre

Kino-Scout-Bewertung: 4 von 5 Sternen

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