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Kinoscout: Kingsman - The Secret Service

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Niclas Bub war in der Gehemidienstkomödie. Ob sich der Kinobesuch lohnt, lest Ihr hier.

Die Kingsmen sind ein nicht vom Staat gesteuerter britischer Geheimdienst, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, aus dem Verborgenen heraus, die Sicherheit der Weltordnung zu gewährleisten. Lancelot, ein Mitlied der Kingsmen, kommt bei einem Kriegseinsatz ums Leben. Um einen nächsten Lancelot zu ernennen, begeben sich eine Gruppe auserwählter junger Menschen in einen Kampf um den fehlenden Platz. Darunter auch Eggsy, ein junger Mann und der Sohn Lancelots aus eher minderen Verhältnissen aus London. Parallel zu diesem Wettkampf, versucht der wahnsinnige Milliardär Valentine, die Erde ins Chaos zu stürzen, was Eggsy und seine Mitstreiter auf die Probe stellt.

" Kingsman" zeichnet sich dadurch aus, dass alle Dinge, die einen nur ansatzweise unterhalten könnten, sich so gut verbinden, dass man sich wie ein Spielball vorkommen könnte. Schon der Beginn des Films schlägt einen Ton an, von dem man hofft, dass er auch den Rest des Films anhält. Die Charaktere sind allesamt unschlagbar dargestellt und legen im Film ein ziemliches Tempo ein. Und Samuel Jackson als einen lispelnden Bösewicht sehen zu dürfen, der kein Blut sehen kann, ist absolut genial. Abgesehen davon habe ich schon lange nicht mehr solche Hauptcharaktere gesehen, die mir dermaßen sympathisch sind wie diese.

Es gibt keine Person im Film, die einen auch nur ansatzweise nerven könnte. Man fühlt sich schlichtweg pudelwohl. Das bedeutet jedoch nicht, dass so etwas wie Spannung ausbleiben sollte. Den guten Humor des Films könnte man in seiner Regelmäßigkeit als eine Art Herzschlag bezeichnen, der sich nicht aus dem Rhythmus bringen lässt. Neben diesen ganzen Goldstücken sind jedoch die Kampfszenen die wohl mit Abstand wuchtigsten und besten seit langem. Sound, Choreo und Musik falten sich auf der Leinwand zu einem unglaublichen Erlebnis aus, von dem man nie genug kriegen kann. Es sind filmische Rauschzustände, in welchen ein Schub nach dem anderen kommt und den Zuschauer begeisterungstechnisch auf den Höhepunkt treibt.

" Kingsman" hält seinen ganz eigenen ausgetüftelten Stil dem Zuschauer vor die Nase. Ein Unterhaltungsfeuerwerk, das stilistisch über viele aktuelle Filme – wenn nicht, sogar alle – hinwegrauscht. Mit fetziger Manier und Witz prescht er sich direkt in das Innenleben des Zuschauers, der schon nicht mehr aufhören kann, vor Adrenalin mit dem Bein zu zappeln. Sympathisch, charismatisch, stilecht, Pflichtprogramm.

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Regie: Matthew VaughnDarsteller: Samuel L. Jackson, Colin Firth, Taron EgertoBundesstart: 12. März 2015FSK: 16 JahreKino-Scout-Bewertung: 5 von 5 Sternen

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