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Kinoscout-Rezension: Bridge of Spies

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Ein Geschichtsfilm, der auf wahren Begebenheiten beruht: Matthias Kramer war in "Bridge of Spies" - einem Agentenfilm der anderen Art.

New York, 1957: Der russische Spion Rudolf Abel (Mark Rylance) wird vom FBI verhaftet und wegen Spionage vor Gericht gestellt. Der Todesstrafe entgeht er nur auf Grund des Verhandlungsgeschicks des Anwaltes James Donovan (Tom Hanks). Einige Jahre später wird der US-Spion Powers über Russland abgeschossen und gefangen genommen. Nun soll Donovan im geteilten Berlin Verhandlungen über den Austausch Abel gegen Powers führen.

Mit "Bridge of Spies" hat Regisseur Steven Spielberg nach vielen Jahren wieder ein Meisterwerk geschaffen, welches zudem noch auf wahren Begebenheiten beruht. Schon alleine aus geschichtlicher Sicht ist der Film hochinteressant und sollte daher eigentlich für jeden Pflichtprogramm sein. Davon abgesehen handelt es sich um einen tollen Film. "Bridge of Spies" ist nämlich klassisches Erzähl-Kino: Hier konzentrierte man sich voll und ganz auf die Geschichte und verzichtet dabei vollkommen auf Actionszenen, Computereffekte oder 3D-Schnickschnack. Wer ein Actionspektakel à la "James Bond" erwartet, wird bitter enttäuscht sein.

Doch obwohl der Film sehr dialoglastig und mit zweieinhalb Stunden nicht gerade kurz ist, kommt nicht einmal auch nur annähernd Langeweile auf. Wie immer legte Spielberg viel Wert auf Details, drehte unter anderem an Originalschauplätzen, sodass die damalige Zeit glaubhaft und packend ‘rüberkommt. Schauspielerisch gibt es auch nur Gutes zu berichten: Tom Hanks spielt überzeugend. Besonders glänzen kann aber der deutsche Schauspieler Sebastian Koch in einer Nebenrolle. Seinen Sprung nach Hollywood hat Koch jedenfalls mehr als verdient. Aber auch die anderen Nebendarsteller sind groß­artig, insbesondere Mark Rylance.

"Bridge of Spies" ist anspruchsvolles und zugleich hochspannendes Geschichts-Kino, welches man sich keineswegs entgehen lassen sollte.

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