Kinoscout: Unbroken

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Matthias Kramer über den neuen Film von Angelina Jolie.

Als Kind hat Louis Zamperini (Jack O’Connell) ein hartes Leben und driftet fast in die Kriminalität ab. Doch dank seines Bruders bekommt er noch die Kurve, wird zu einem erfolgreichen Sportler und nimmt 1936 sogar an den Olympischen Spielen teil. Während des zweiten Weltkrieges wird sein Flugzeug von den Japanern abgeschossen. Daraufhin wird Zamperini in ein japanisches Kriegsgefangenlager gebracht, wo er und seine Kameraden Tag für Tag psychisch und physisch brutal gequält werden. Doch Dank seines starken Willens gelingt es Louis diese Hölle zu überleben.

Mit "Unbroken" kommt ein weiterer, interessanter Kriegsfilm in die Kinos. Im Gegensatz zu den meisten Kriegsfilmen geht es hier allerdings nicht um den Krieg an sich, sondern um das (wahre) Schicksal eines einzigen Menschen. Und Regisseurin Angelina Jolie ist die Umsetzung durchaus gelungen. Der Film zeigt mehrere Lebensabschnitte der Hauptperson, sowie verschiedene Stadien des Krieges. Auffällig dabei ist, dass der Film eher ruhig und langsam erzählt wird, so dass er, anders als andere Kriegsfilmen mit hektischen Schnitten und verwackelter Kamera, sehr angenehm anzusehen ist. Laute, actionreiche Schlachtszenen werden hier nicht geboten.

Auch auf optische Spielereien hat man verzichtet. Doch trotz des langsamen Erzähltempos ist der Film zu keiner Zeit langweilig. Ganz im Gegenteil: Der Film hätte teilweise ruhig noch etwas länger sein können, da manche interessante Aspekte nur kurz angerissen, aber nicht vertieft werden. Die Darsteller sind allesamt solide. Allerdings muss man der Regisseurin vorwerfen, dass sie die Geschichte in manchen Szenen dann doch etwas zu kitschig herüberbringt. Hin und wieder wurde einfach zu dick aufgetragen. Und dass der Zuschauer schließlich für blöd verkauft wird, indem die Moral des Filmes am Ende noch schriftlich per Texttafeln "vermittelt" wird, ist fast schon ärgerlich. Aber das ist eher Meckern auf hohem Niveau, denn insgesamt betrachtet ist der Film absolut gelungen.

"Unbroken" wird mit Sicherheit nicht als Meisterwerk in die Filmgeschichte eingehen, dennoch ist er auf jeden Fall eine Sichtung wert. Da der Film auf blutige Schlachtszenen verzichtet, ist er auch besonders für jüngere Zuschauer geeignet.

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Regie: Angelina JolieDarsteller: Jack O´ Connell, Garrett Hedlund, Jai Courtney, Finn WittrockBundesstart: 15. Januar 2015FSK: 12 JahreKino-Scout-Bewertung: 4 von 5 Sternen

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