Kaum zu glauben

Kurioser Grund: Darum gab es am Sonntag keine „Anne Will“- Sendung

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Anne Will will reden - doch sonst wollte offenbar keiner.

Am Sonntagabend wollte Anne Will in ihrer berühmten Talkshow über die aktuelle politische Lage diskutieren - doch ausgerechnet die Gäste machten ihr einen Strich durch die Rechnung. 

Hamburg - Die bekannte Polit-Talkshow „Anne Will“ erfreut sich üblicherweise großer Beliebtheit. Gerade im Chaos um die Regierungsbildung und in Anbetracht der Personaldebatten bei SPD und Union besteht Gesprächsbedarf - möchte man zumindest meinen. Das Erste hätte wohl vor allem deshalb Anne Will am Sonntagabend gerne talken lassen. Doch offenbar wollte keiner mit-talken. Denn nach Angaben der ARD vom Montag ist das Vorhaben an der erfolglosen Suche nach geeigneten Gästen gescheitert. 

Anne Will: Keine geeigneten Gäste gefunden

Ursprünglich war am Abend vor Rosenmontag keine „Anne Will“-Sendung geplant gewesen, die üblicherweise auf den Sonntagabendkrimi folgt. Nach dem Abschluss der Koalitionsverhandlungen, den Diskussionen um die Verhandlungsergebnisse und der Kritik am Noch-SPD-Parteivorsitzenden Martin Schulz habe es jedoch die Überlegung gegeben, dennoch eine Sendung auf die Beine zu stellen - genug Gesprächsthemen gab es ja in jedem Fall. Das sei aber gescheitert, sagte ein Sprecher des für die Sendung zuständigen Norddeutschen Rundfunks. Und der Grund dafür ist mehr als überraschend.

Kritik an fehlender Sendung - doch das Erste kann wohl nichts dafür

Die Redaktion habe intensiv an einer außerplanmäßigen Ausgabe gearbeitet. „Allerdings hatten sich potenzielle Gäste für eine einstündige Gesprächssendung an diesem Sonntag offenbar Zurückhaltung auferlegt“, heißt es in einer ARD-Mitteilung. In den sozialen Medien hatte es Kritik daran gegeben, dass Anne Will ausgerechnet nach einer politisch so bewegten Woche nicht zu sehen war - nun ist klar, dass das nicht an den fehlenden Bemühungen des Senders lag. 

Von der „Anne Will“-Redaktion oder ihr selbst gab es auf Anfrage keine Stellungnahmen zu den kritischen Stimmen - „Das Statement der ARD ist auch unseres“, wurde kommuniziert. Am kommenden Sonntag (18. Februar) ist die Diskussionsrunde im Ersten wieder auf Sendung - hoffentlich sitzt Anne Will dann nicht allein vor der Kamera.

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dpa/lr

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