39-Jähriger war langjähriger Mitarbeiter 

Langjähriger RTL-Reporter manipulierte mehrere Beiträge: TV-Sender zieht Konsequenzen 

Der TV-Sender veröffentlichte nun ein Statement. 
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Der TV-Sender veröffentlichte nun ein Statement. 

RTL veröffentlichte ein Statement. Offenbar manipulierte ein langjähriger Mitarbeiter TV-Beiträge - die vor allem bei „Punkt 12“ gezeigt wurden. 

Köln - Nach der Manipulations-Affäre rund um Claas Relotius bei „Der Spiegel“, deckt nun auch der TV-Sender RTL einen Manipulationsskandal im eigenen Hause auf. Ein langjähriger Mitarbeiter manipulierte offenbar TV-Beiträge, die vor allem für das Mittagsmagazin „Punkt 12“ produziert wurden. Der Sender veröffentlicht in einem Statement den Skandal und erklärt gleichzeitig: „Da die Beweislage in den geprüften Fällen jedoch eindeutig war, wurde die sofortige Trennung von dem Mitarbeiter ausgesprochen.“

RTL veröffentlicht Statement - Reporter manipulierte gezielt Beiträge 

Konkret konnten die manipulierten Beiträge durch eine Kollegin aufgedeckt werden. Eine anschließende Überprüfung konnte insgesamt sechs weitere Fälle aufdecken, in welchen der 39-Jährige bewusst manipulierte. Der TV-Sender kündigt an, auch weiterhin alle Beiträge des Reportes zu überprüfen, welcher insgesamt zwölf Jahre für das Unternehmen tätig war. 

„Einen ersten Hinweis auf Unregelmäßigkeiten hatte die RTL Nord-Geschäftsführung am 15. Mai erhalten“, erklärt Michael Pohl. Bei dem betroffenen und gemeldeten Beitrag soll es sich demnach um eine Reportage über Codein-Missbrauch handeln. 

Reporter manipulierte RTL-Beiträge: So reagiert der Sender nun

Die im Beitrag dargestellten Fakten sollen dabei nicht mit den Fakten aus dem Rohmaterial übereingestimmt haben. In einem weiteren Fall manipulierte der Reporter offenbar ein Interview mit dem Sänger Lionel Richie. Obwohl der 39-Jährige nicht selbst das Interview führte, fügte er sich nachträglich in dem Beitrag als Fragesteller ein. 

Der TV-Sender erklärt in dem Statement: „Die von uns geprüften Beiträge waren im Gesamtkontext zwar nicht erfunden, aber handwerklich und inhaltlich sehr geschickt dahingehend manipuliert, dass sie aufregender und größer wirken sollten, als es die Realität hergab.“

Im Februar 2019 deckte auch das „SZ Magazin“ einen Betrugsfall im eigenen Haus auf. Ein freier Autor hatte Teile einer Geschichte komplett erfunden. 

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