1. lokalo24
  2. Magazin
  3. Kino & TV

„Wer hat die dicksten Cojones?“: Objekt plötzlich dreimal so viel Wert - Beim Wettbieten geht es rund

Erstellt:

Von: Elena Royer

Kommentare

Eine eindrucksvolle Skulptur löst bei „Bares für Rares“ ein Wetteifern unter den Händlern aus. Der Schätzpreis der prachtvollen Bullen-Skulptur verdreifacht sich schließlich.

Mainz - Mike Rebbin (54), Wirtschaftsingenieur aus Buxtehude hat ein prachtvolles Objekt dabei, als er zur ZDF-Trödelshow „Bares für Rares*“ kommt. Da hat er noch keine Ahnung, dass sein Objekt später der Grund für einen wahren Machtkampf im Händlerraum sein wird.

Bares für Rares: Star-Händlerin stachelt plötzlich ihre Kollegen an: „Wer hat die dicksten Cojones?“

In der Sendung vom 8. Februar staunt Bares-für-Rares-Moderator Horst Lichter (60) nicht schlecht: „„Oh wei, oh wei! Da kann man aber stolz drauf sein“, sagt er beim Anblick einer Bullen-Skulptur. Die Kunstexpertin Bianca Berding stimmt ihm zu: „Der ist richtig imposant und groß.“ Lichter fantasiert: „Den sehe ich eigentlich auf einem wunderschönen alten Landgut. Im Esszimmer, auf einem schönen Sideboard stehen. Darüber eine Urkunde mit einem Foto von dem Bullen, wo man sagt: Damit haben wir Preise gewonnen.“

Stier-Figur bei Bares für Rares: „Die wiegt ordentlich“

Nachdem Lichter den Verkäufer Mike Rebbin begrüßt hat, will er von ihm wissen, woher das gute Stück denn sei. Rebbin erklärt, seine Frau habe die Skulptur als Teenager zusammen mit einem VW-Golf geerbt. „Und jetzt soll der arme Kerl weg“, mutmaßt Lichter. „Der wiegt ordentlich, bestimmt fast eine Tonne lebend.“ Und auch als Skulptur kommt er auf ein ordentliches Gewicht, obwohl die Figur hohl ist, bestätigt Expertin Berding. „Dieser Stier besteht aus Bronze“, erklärt sie. Geschaffen worden sei er von Jean Eduard Dannhäuser.

Bares-für-Rares-Expertin Bianca Berding
Bares-für-Rares-Expertin Bianca Berding mit der Stier-Skulptur. © Screenshot ZDF, Bares für Rares

Der Zustand ist laut Expertin „richtig gut“. Berding schätzt, dass der Stier vermutlich um 1900 entstanden ist, also noch zu Lebzeiten des Künstlers. Zu der Zeit waren solche Darstellungen wohl sehr beliebt.

Bares-für-Rares-Moderator Horst Lichter will „Funken fliegen sehen“

Der Wunschpreis von Verkäufer Rebbin beträgt 500 Euro. Die Expertin hat gute Nachrichten, obwohl es den Stier zwar öfter im Kunsthandel gibt und diese Art Darstellung wohl nicht mehr so gesucht ist. „Aber wir haben eine handwerklich sehr solide Arbeit“, erklärt sie. „Die Darstellung ist richtig gut gemacht und wir haben auch eine etwas stattlichere Größe. Ich bin da bei 500 bis 600 Euro“, schließt sie damit ihre Expertise. Damit ist sowohl Verkäufer Rebbin als auch Moderator Lichter zufrieden: „So und jetzt wird knallhart verhandelt“, sagt er. „Ich will da Funken fliegen sehen!“

Bares-für-Rares-Händlerin beim Anblick der Skulptur: „Der hat Cojones“

„Sehr imposant“, findet den Bullen auch Händler Friedrich Häusser. „Der glänzt richtig“, erkennt auch Händlerin Susanne Steiger. Händler Julian Schmitz-Avila findet hingegen: „Das ist Geschmackssache. Ich mag das gar nicht.“ Trotzdem findet er: „Die Darstellung ist selten.“ Steiger ist angefixt: „Ich kann ihn mir sehr gut auf einem schönen Schreibtisch im Büro eines Chefs oder eines Managers vorstellen. Finde ich klasse. Der hat Cojones!“

Händlerin befeuert ihre Kollegen: „Gespannt, wer die größeren Cojones hat“

Sogleich gibt Händler Wolfgang Pauritsch ein erstes Gebot in Höhe von 500 Euro ab. Der Preis steigt jedoch rasch, bald ist Händler Walter „Waldi“ Lehnertz bei 1200 Euro. Doch sein Händlerkollege Häusser übertrumpft ihn mit 1300 Euro. Lehnertz gibt sich gespielt empört: „Ich hab gedacht, ich hätte ihn. Ich wollte schon den Geldbeutel ziehen. Wie bist du denn drauf?“ Er erhöht auf 1350 Euro. Das beeindruckt Häusser wenig, er erhöht erneut auf 1400. Steiger ist begeistert von dem Gefecht. „Bin gespannt, wer die größeren Cojones hat“, feuert sie die Bieter an.

Das stachelt auch Julian Schmitz-Avila an. „Moment, dann muss ich ja wieder einsteigen“, scherzt er. „Das ist schon ein Machtsymbol - aber ich habe kein Problem, ich gebe Macht auch gerne ab“, sagt er. Als die Lehnertz und Pauritsch aussteigen, erhält schließlich Häusser mit seinem Gebot von 1500 Euro die Skulptur. „Also Friedrich, ich gönne ihn dir, aber ich hätte ihn gerne gehabt“, gibt Lehnertz zu. Verkäufer Rebbin hat dagegen allen Grund zur Freude. „Es ist fantastisch gelaufen. Mit dem Bietergefecht ist er „mehr als zufrieden. Ganz, ganz toll!“ Dieser beliebter Händler ist nicht mehr in der Trödel-Show: Darum hat Lucki „Bares für Rares“ verlassen. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare