ARD wird kritisiert

Eilmeldungen während „Tatort“: Zuschauer stinksauer - jetzt meldet sich die ARD zu Wort

Der „Tatort“ im Ersten sorgt bekanntlich des Öfteren für Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten bei den Zuschauern. Grund gestern Abend war jedoch ausnahmsweise nicht der Inhalt.

Der „Tatort“ im Ersten sorgt bekanntlich des Öfteren für Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten bei den Zuschauern. Grund gestern Abend war jedoch ausnahmsweise nicht der Inhalt - kritisiert wurde das dauerhafte Einblenden von Eilmeldungen zur Schießerei in Texas, die zeitgleich in den USA stattfand. 

Millionen Zuschauer verbrachten ihren Sonntagabend vor dem Fernseher, um den neuen „Tatort“ mit Kommissarin Lindholm zu verfolgen. Zeitgleich erreichte eine schreckliche Neuigkeit die deutschen Nachrichten: In Texas fand eine Schießerei mit mehreren Toten statt, weitere Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht.

Als das Ausmaß des Massakers bekannt war, meldete auch die ARD die Geschehnisse in Form von Eilmeldungen während des „Tatorts“, um die Zuschauer auf dem Laufenden zu halten. Zahlreiche Zuschauer ärgerten sich jedoch über diese Umstände. Auf Twitter hagelte es Kritik: Viele fühlten sich gestört und empfanden die Meldung als unwichtig.

Aber auch Zuspruch für die ARD war zu finden:

Auch auf Facebook erntete die „Tatort“-Seite viele verärgerte Kommentare. Daraufhin entschuldigte sich die Social-Media-Redaktion für die Einblendung. Die zuständige Kollegin sei den aufgebrachten Zuschauern dabei allerdings „zu sehr entgegengekommen“, sagte Sabine Knott von der ARD-Programmdirektion in München: „So weit gehen wir eigentlich nicht, dass wir uns entschuldigen.“

Die Entscheidung, die Eilmeldung zum Attentat in Texas während des „Tatorts“ einzublenden, habe der zweite Chefredakteur Marcus Bornheim getroffen, teilte der NDR am Montag auf Anfrage mit. Zwei Mal sei wegen einer solchen Einblendung das Bild etwas verkleinert gewesen, erklärte Sabine Knott - was manche Zuschauer ebenfalls bemängelt haben. „Es gibt einfach viele, die sehr aufgebracht reagieren, wenn es beim „Tatort“ Abweichungen vom gewohnten Ablauf gibt.“

nz

Rubriklistenbild: © Screenshot ARD

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