Sonderermittler eingesetzt

Nach Skandal: Comedian Louis C.K. gibt sexuelle Belästigung zu

+
Louis C.K.: "Es gibt nichts daran, für das ich mir vergebe." Foto: Chris Pizzello/Invision

Weinstein, Spacey - und jetzt Louis C.K.. Auch dem US-Comedian werfen mehrere Frauen sexuelle Belästigung vor. In Los Angeles sollen wegen des Skandals nun Sonderermittler eingesetzt werden.

Los Angeles -Nach Hollywood-Mogul Harvey Weinstein und Schauspieler Kevin Spacey wird auch dem Comedian Louis C.K. sexuelle Belästigung vorgeworfen.

"Diese Geschichten stimmen", teilte der US-Komiker per Mitteilung mit. Es tue ihm leid, sagte der 50-Jährige. "Es gibt nichts daran, für das ich mir vergebe." Zuvor hatten fünf Frauen gegenüber der "New York Times" Vorfälle geschildert, bei denen der Komiker sich unter anderem vor ihnen ausgezogen und masturbiert haben soll. Diese Übergriffe seien demnach bei Treffen in Hotelzimmern und Büros passiert. Unter den Betroffenen sind Kolleginnen, die Vorfälle seit Ende der 1990er Jahre bis 2005 schilderten.

Der Streamingdienst Netflix sagte daraufhin ein geplantes Comedy-Special mit dem Komiker ab. Die Vorwürfe seien "verstörend", teilte der Streamingdienst mit. Auch die anstehende Veröffentlichung seines Filmes "I Love You, Daddy" wurde abgesagt. In dem Comedy-Drama mit den Darstellern Chloë Grace Moretz und John Malkovich spielt Louis C.K. eine Hauptrolle und führt auch Regie.

Die Staatsanwaltschaft in Los Angeles kündigte unterdessen an, zur Aufklärung der möglichen Fälle von sexueller Belästigung in Hollywood ein Sonderermittlerteam einsetzen. Die Einheit werde als Konsequenz der vielen Belästigungsvorwürfe in der US-Filmbranche gegründet, teilte Bezirksstaatsanwältin Jackie Lacey am Donnerstag (Ortszeit) mit. Ziel sei eine vollständige juristische und faktische Aufarbeitung.

"Ich habe ein Ermittlerteam aus Staatsanwälten beauftragt, die auf Sexualverbrechen spezialisiert sind", sagte Lacey. Sie habe dafür Kontakt mit der Polizei in Los Angeles und Beverly Hills aufgenommen, die gegen den US-Produzenten Harvey Weinstein ermitteln. Ihm werden von dutzenden Frauen zahlreiche Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung vorgeworfen.

Die israelische Sicherheitsfirma Black Cube entschuldigte sich nach Berichten über den Auftrag für die Zusammenarbeit mit dem Hollywoodmogul. "Als wir den Job angenommen haben, hatten wir keine Ahnung, dass es darum ging", sagte Vorstandsmitglied Ascher Tischler dem Fernsehsender Channel 2. Eine Black-Cube-Mitarbeiterin soll sich bei Treffen mit der Schauspielerin Rose McGowan als Frauenrechtlerin ausgegeben und die Gespräche mitgeschnitten haben. McGowan wirft Weinstein vor, sie vergewaltigt zu haben.

dpa

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Wegen dieses Videos muss eine ägyptische Sängerin zwei Jahre in Haft

Ägyptens Justiz geht weiter mit großer Härte gegen vermutete moralische Verfehlungen in Kultur und Medien vor. Eine Sängerin muss nun zwei Jahren Haft - wegen eines …
Wegen dieses Videos muss eine ägyptische Sängerin zwei Jahre in Haft

Prinz Harry: Knallharter Ehevertrag für seine Verlobte Meghan?

Im Frühjahr 2018 ist es soweit: Prinz Harry heirat seine Auserwählte Meghan Markle. Noch ist sie nur seine Verlobte - doch es wird schon jetzt über eine mögliche …
Prinz Harry: Knallharter Ehevertrag für seine Verlobte Meghan?
Video

Pietro Lombardi: Neues Tattoo am Hals gefällt nicht allen

Pietro hat ein neues Tattoo. Es hagelte Kritik. Jetzt verteidigt sich Pietro mit einer rührenden Begründung für das Tattoo.
Pietro Lombardi: Neues Tattoo am Hals gefällt nicht allen

Schreckliche Details: Mode-Ikone Otto Kern soll auf tragische Weise gestorben sein

Der als Hemdenkönig bekannt gewordene Unternehmer und Designer Otto Kern ist im Alter von 67 Jahren in Monaco gestorben. Jetzt gibt es neue Details zu den Umständen.
Schreckliche Details: Mode-Ikone Otto Kern soll auf tragische Weise gestorben sein

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.