Herzog-Paar hatte 1,5 Millionen Euro verlangt

Französische Justiz verurteilt Magazin wegen Oben-ohne-Fotos von Herzogin Kate

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Herzogin Kate hat vor Gericht Recht bekommen.

Die französische Justiz hat das Klatschmagazin "Closer" wegen Oben-ohne-Fotos der britischen Herzogin Kate verurteilt.

Paris - Wegen der Veröffentlichung von Oben-ohne-Fotos der britischen Herzogin Kate hat die französische Justiz das People-Magazin "Closer" verurteilt. Das Strafgericht der Pariser Vorstadt Nanterre verhängte am Dienstag gegen zwei Verantwortliche des Magazins Höchststrafen von jeweils 45.000 Euro. Das Gericht sprach Kate und ihrem Ehemann Prinz William zudem wegen Verletzung ihrer Privatsphäre jeweils mehr als 50.000 Euro Schadenersatz zu. Das Paar hatte 1,5 Millionen Euro verlangt.

Die Veröffentlichung der Paparazzi-Fotos der barbusigen Kate hatte vor fünf Jahren für Aufsehen gesorgt und das britische Königshaus empört. Die offenbar mit einem Teleobjektiv aufgenommenen Bilder zeigten Kate im Sommer 2012 nur mit einem Bikinihöschen bekleidet auf der Terrasse eines luxuriösen Privatanwesens in der südfranzösischen Provence

Garniert war die Foto-Geschichte mit lasziven Kommentare wie "Oh mein Gott!", "Sex und Sonne in der Provence" oder "Kate bietet ihre Brust dem sanften Streicheln der Sonne der Provence". Ein französisches Gericht stoppte damals schnell die Weiterverbreitung der Bilder. Der Prozess wegen Verletzung der Privatsphäre fand erst im vergangenen Mai statt. Vor Gericht mussten sich "Closer"-Chefredakteurin Laurence Pieau, der damalige Chef des "Closer"-Verlags Mondadori, Ernesto Mauri, sowie zwei Paparazzi verantworten, die die Fotos geschossen haben sollen. Die beiden "Closer"-Verantwortlichen wurden am Dienstag zu Höchststrafen von jeweils 45.000 Euro verurteilt, die Fotografen zu Geldstrafen von 10.000 Euro, von denen die Hälfte zur Bewährung ausgesetzt wurde. Gemeinsam müssen die Verurteilten Kate und William zudem jeweils 50.000 Euro Schadenersatz zahlen. Beim Prozess hatte das Paar deutlich mehr Geld verlangt - 1,5 Millionen Euro. "Closer"-Anwalt Paul-Albert Iweins begrüßte den am Dienstag verhängten Schadenersatz. Er entspreche der französischen Rechtsprechung. Dagegen halte er die Geldstrafen für "übertrieben". Der Anwalt von Kate und William, Jean Veil, wollte das Urteil nicht kommentieren, kündigte aber eine Reaktion des Kensington-Palasts an. Während des Prozesses hatte Prinz William, Nummer zwei der britischen Thronfolge, in einem von seinem Anwalt verlesenen Schreiben an den dramatischen Tod seiner Mutter Diana erinnert: Die Veröffentlichung der Fotos von ihm und seiner Frau sei "schockierend" und "schmerzhaft" gewesen, erinnere sie doch an "die Belästigung, die Ursache für den Tod meiner Mutter Diana war". Prinzessin Diana war 1997 in Paris bei der Flucht vor Paparazzi bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ihr Todestag jährte sich vergangene Woche zum 20. Mal.

afp

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