Sechsstellige Summe

Handy ausspioniert: Hugh Grant erhält hohe Entschädigung

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Hugh Grant und Jacqui Hames verlassen das Gerichtsgebäude. Foto: Stefan Rousseau

Vor einigen Jahtren erschütterte ein Abhörskandal die britische Medienlandschaft. Davon war auch Hugh Grant betroffen. Jetzt kam es vor Gericht zu einer Einigung.

London (dpa) - Der britische Filmstar Hugh Grant soll wegen eines Abhör-Angriffs auf sein Handy durch Journalisten eine sechsstellige Summe in Britischen Pfund erhalten. Darauf einigten sich der 57 Jahre alte Schauspieler und die Verlagsgruppe Mirror Group, wie Grants Anwältin am Montag bei einer Anhörung vor dem Londoner High Court mitteilte.

Zur Mirror Group gehören die britischen Zeitungen "Daily Mirror", "Sunday Mirror" und "Sunday People". Journalisten dieser Zeitungen sollen sich zwischen den Jahren 1998 und 2010 Zugang auf die Daten von Prominenten verschafft haben.

Neben Grant wurden zum Beispiel auch die Mobiltelefone von Schauspielerin Michelle Collins und Ex-Fußballer Kevin Keegan überwacht.

"Meine Anwältin und ich wollten diesen Rechtsstreit weiterführen, weil ich unbedingt die Wahrheit über das Wesen der hochgradigen Verschleierungen der Mirror Group herausfinden wollte", sagte Grant ("Notting Hill") in einem BBC-Interview nach der Anhörung.

Hugh Grant will das Geld der BBC zufolge an die Kampagne "Hacked Off" spenden. Die Organisation kümmert sich seit 2011 um Opfer von Abhör-Attacken durch Journalisten.

Die ehemalige Polizistin und TV-Moderatorin Jacqui Hames erzielte unterdessen eine Einigung mit dem Zeitungsverlag News Group Newspapers. Die inzwischen eingestellte Boulevardzeitung "News of the World" stand 2011 im Zentrum eines Abhörskandals durch Journalisten in Großbritannien. Hugh Grant hatte sich bereits 2012 mit dem Verlag auf einen Vergleich geeinigt.

Hacked Off

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