Todesursache noch unbekannt

Trauer um TV-Urgestein: Herbert Feuerstein ist tot - WDR veröffentlicht seinen fünf Jahre alten Nachruf

Trauer um Herbert Feuerstein: Der beliebte Satiriker verstarb im Alter von 83 Jahren. Der WDR veröffentlicht nun seinen Nachruf, den er bereits vor fünf Jahren aufgenommen hat.

  • Herbert Feuerstein ist tot.
  • Der Kabarettist verstarb im Alter von 83 Jahren in Erftstadt, wie der Westdeutsche Rundfunk am Mittwoch bekanntgab.
  • Einem großen TV-Publikum bekannt wurde Feuerstein vor allem an der Seite von Harald Schmidt.

Update vom 8. Oktober: Selbst nach seinem Tod unterhält Herbert Feuerstein noch sein Publikum. Wie der WDR auf seiner Homepage mitteilt, hat der Vollblut-Entertainer schon vor fünf Jahren vorsorglich seinen eigenen, fast zweistündigen Nachruf aufgenommen, um sich noch einmal gebührend von der Welt zu verabschieden. In der Tonaufnahme stellt Feuerstein fest: „Ich will nicht lange drumrum reden, ich bin jetzt tot. Und Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, werden das eines Tages auch sein. Spätestens dann sind wir quitt und vorher möchte ich Sie noch einmal unterhalten.“

Aufgenommen hat der Satiriker seinen Audio-Nachruf zusammen mit seinem WDR-Kollegen Michael Lohse. Der liefert auf der Homepage der öffentlich-rechtlichen Anstalt auch die Beweggründe dafür: „Auf die Kolleginnen und Kollegen vom Feuilleton wollte er sich da lieber nicht verlassen…“

Mit „er“ ist natürlich Herbert Feuerstein gemeint, der mit dieser Tonaufnahme noch einmal sein Schaffen Revue passieren lässt. Er berichtet von seinem abgebrochenem Musikstudium in Salzburg, von seiner Zeit als Journalist in New York. Auch wie es ihm als Chefredakteur des Satiremagazins „MAD“ erging und warum er mit Mitte 50 seine Fernsehkarriere startete. Garniert mit mehreren WDR-Sprechern, die seine Erinnerungen vorlesen.

„Wenn Sie gleich eine andere Stimme als die meine hören, so ist das nur der Beweis meiner Rücksichtnahme, weil ich Ihnen nicht zumuten möchte, zwei Stunden lang eine einzige Stimme zu ertragen – und noch dazu die meine“, erklärt Feuerstein in seiner unnachahmlichen Art. Am Dienstag, den 6. Oktober, ist der Satiriker im Alter von 83 Jahren in seinem Haus in Erftstadt verstorben. 

Trauer um TV-Urgestein: Satiriker Herbert Feuerstein ist tot - Harald Schmidt berichtet von ihrer letzten Begegnung

Update vom 7. Oktober 2020, 17.00 Uhr: Obwohl Harald Schmidt und Herbert Feuerstein gemeinsam mit „Schmidteinander“ große Erfolge feierten, galt ihr privates Verhältnis als distanziert. „Auf persönlicher Ebene hatten wir uns in der Tat nie viel zu sagen“, sagte Feuerstein einmal. Dass sie sich aber fachlich sehr schätzten, wird nun nach Feuersteins Tod einmal mehr deutlich.

Harald Schmidt verabschiedete sich mit emotionalen Worten von seinem früheren Kollegen: „Feuerstein war ein Genie - das hat er mir selbst gesagt, und ich habe es ihm bestätigt“, sagte der 63-Jährige dem WDR. „Während ‚Schmidteinander‘ hat er mir befohlen, zuerst zu sterben - jetzt ist es anders gekommen.“

Harald Schmidt berichtet von letztem Treffen mit Herbert Feuerstein

Weiter erzählte Schmidt dem WDR von seinem letzten Treffen mit Feuerstein. An der Sicherheitskontrolle am Flughafen Berlin-Tegel habe er Feuerstein gesagt, dass er ihm im Grunde seine Karriere verdanke. „Er hat es mir bestätigt - Feuerstein ist unsterblich, zumindest solange mir noch wildfremde Leute auf Rolltreppen das Putzgeräusch der Zwergbrillenratte vorspielen“, sagte der 63-Jährige Schmidt dem WDR weiter. „Zum Abschied danke und leise servus auf der Nasenflöte - tschüss, Feuerstein.“

Klaas Heufer-Umlauf verabschiedet sich von Herbert Feuerstein

Neben Harald Schmidt verabschiedeten sich in den sozialen Netzwerken am Mittwoch zahlreiche Fans und Weggefährten von Feuerstein. So veröffentlichte auch Entertainer Klaas Heufer-Umlauf ein Foto von ihm und Feuerstein und schrieb dazu: „Mails hat er immer unterschrieben mit ‚Zukünftige Legende Herbert Feuerstein‘. Recht hatte er!“

Erstmeldung vom 7. Oktober 2020: Große Trauer um TV-Urgestein: Satiriker Herbert Feuerstein verstorben

Erftstadt - Der beliebte Satiriker, Entertainer und Journalist Herbert Feuerstein ist tot. Das teilte der WDR am Mittwoch, 7. Oktober 2020, auf Twitter mit. Feuerstein wurde 83 Jahren alt.

Herbert Feuerstein: Bekannt geworden an der Seite von Harald Schmidt

Bekannt war Feuerstein unter anderem durch die WDR-Sendung „Schmidteinander“, wo er an der Seite von Harald Schmidt auftrat. Feuerstein, der 1937 in Zell am See in Österreich geboren wurde, produzierte zudem eine Reihe erfolgreicher eigener Fernsehsendungen wie „Feuersteins Reisen“. Außerdem lieh er seine Stimme Professor Brabbelback in der „Sendung mit der Maus“.

Herbert Feuerstein: Journalist, Buchautor, Schauspieler - und vieles mehr

Der gebürtige Österreicher arbeitete zunächst als Journalist, war in den USA tätig und wurde in Deutschland Chefredakteur des „Mad“-Magazins, dem er zu großer Popularität verhalf. Ab den 90er Jahren widmete er sich immer mehr dem Fernsehen. Feuerstein spielte in zahlreichen Filmen, wie beispielsweise „Wickie und die starken Männer“ und „Der Schuh des Manitu“, sowie in TV-Serien mit. Er veröffentlichte außerdem mehrere Bücher.

Für sein Wirken wurde er unter anderem mit dem Grimme-Preis, dem Bambi und dem Comedy-Ehrenpreis ausgezeichnet. WDR-Intendant Tom Buhrow würdigte Feuersteins „klugen Humor, seine herrliche Albernheit, den intelligent durchdachten Anarchismus“.

Herbert Feuerstein verstarb in seinem Wohnort Erftstadt bei Köln. Er war in dritter Ehe mit der Redakteurin Grit Bergmann verheiratet.

Ebenfalls trauert das Showbusiness um Rock-Legende Eddie Van Halen. Am Vortag war bekannt geworden, dass er im Alter von 65 Jahre verstorben ist. (spl mit dpa und afp)

Rubriklistenbild: © Stephanie Pilick/dpa

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