„Warum bin ich nicht glücklich?“

„Conchita Wurst“-Sänger packt über dunkle Identitätskrise aus 

Die Kunstfigur „Conchita Wurst“ ist tot.
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Die Kunstfigur „Conchita Wurst“ ist tot.

Auf der Bühne der strahlende Star - im Innern aber Dunkelheit. Tom Neuwirth alias Conchita Wurst packte nun in einem Interview sehr persönlich aus. 

Wien - Vor drei Jahren gewann Tom Neuwirth mit der Kunstfigur „Conchita Wurst“ den Eurovision Song Contest in Kopenhagen. Die Single „Rise like a Phoenix“ und das Album „Conchita“ holten Platin. Die Diva mit dem Vollbart lag die Musikwelt zu Füßen. 

Doch dann stürzte die schillernde Figur den Österreicher in eine tiefe Identitätskrise. Im Interview mit RTL packte der 28-Jährige jetzt offen über seine tiefste Krise aus. Nun wird klarer, warum er die Kunstfigur aufgegeben hat. „Mit der bärtigen Frau habe ich seit dem Song-Contest-Sieg im Prinzip alles erreicht. Ich brauch‘ sie nicht mehr“, erklärte Neuwirth im Februar. „Ich muss sie töten!“

Die dunkle Zeit nach dem ESC-Sieg

Welche dunkle Zeiten wirklich dazu führten, dass Conchita, wie er sich nur noch nennt, zu diesem Entschluss kam, wird erst jetzt verständlicher. Ungefähr eineinhalb Jahre nach seinem ESC-Sieg stürzte er in eine Krise. Morgens habe er gedacht: „Eigentlich ist doch alles gut‘, aber warum geht’s mir nicht gut? Warum bin ich nicht glücklich? Warum will ich nichts machen?“ 

Doch letztlich ließ sich der Sänger in seiner depressiven Phase nicht hängen: „Wenn es meinem Kopf nicht gut geht, dann geh‘ ich das an. Und das hab ich getan und ich hab mich in Therapie begeben und ich wollte diesem Unglücklichsein einfach auf den Grund kommen", so der Künstler im Gespräch mit RTL. Mitgenommen habe er aus der Zeit die Erfahrung, dass es „wahnsinnig unglücklich“ machen kann, alles zu haben

Auf Abendkleider hat Conchita nun keine Lust mehr, stattdessen trägt er komplett schwarze Kleidung und flache Schuhe. Doch er scheint noch immer eine für ihn passende Bühnen-Identität zu suchen. Im einem Bild-Interview offenbart er, dass die Produktion des zweiten Albums stockt: „Es geht immer drei Schritte nach vorne und zwei zurück“. Es ist ruhiger um ihn geworden sei. Das hänge auch damit zusammen, dass er bislang kein weiteres Album veröffentlicht habe, ist sich Conchita sicher. „Ich bin deshalb froh, dass ich überhaupt noch Konzerte spielen darf – sogar mit großen Orchestern.“

mag

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