Zu Neujahr

Kaiser Akihito grüßt ein letztes Mal sein Volk

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Japans Kaiser Akihito neben seiner Frau Kaiserin Michiko beim Neujahrsgruß. Foto: Eugene Hoshiko

Japans Kaiser nimmt Abschied von seinem Volk. Bejubelt von riesigen Menschenmengen wendet sich Kaiser Akihito ein letztes Mal zu Neujahr an seine Mitmenschen. In einem Meer aus Nationalfähnchen blicken die Japaner noch einmal zu ihrem Monarchen auf.

Tokio (dpa) - Zehntausende Menschen haben Japans Kaiser Akihito ein letztes Mal in seiner Amtszeit zum Neuen Jahr begrüßt. "Ich hoffe, dieses Jahr wird ein gutes Jahr für so viele Menschen wie möglich", sagte der 85 Jahre alte Monarch, der am 30. April nach drei Jahrzehnten auf dem Chrysanthementhron abdanken wird.

Er ist der erste Kaiser in der ältesten Erbmonarchie der Welt seit rund 200 Jahren, der zu Lebzeiten den Thron für seinen Nachfolger freimacht.

Am 1. Mai wird sein ältester Sohn, Kronprinz Naruhito, den Thron besteigen. Zusammen mit Naruhito und anderen Mitgliedern seiner Familie zeigte sich Akihito der Tradition gemäß mehrmals auf dem verglasten Balkon seines Chowa-Den-Palastes.

Er bete zum Beginn des Jahres um Frieden und Glück für sein Land und für die Menschen in aller Welt, sagte der in seinem Volk beliebte Monarch am Mittwoch. Begeistert schwenkten die riesigen Menschenmengen kleine Nationalfähnchen. Viele ließen den beliebten Kaiser mit "Banzai"-Rufen hoch leben. Der japanische Hochruf soll Glück für zehntausend Jahre bringen. Andere riefen laut "Danke, Ihre Majestät".

Seit er am 7. Januar 1989 den Thron bestieg, setzte sich Kaiser Akihito zusammen mit seiner Gemahlin, Kaiserin Michiko, unermüdlich für die Menschen seines Landes ein. Mit ihr an der Seite machte er den Opfern von Naturkatastrophen Mut, besuchte Altenheime und Einrichtungen für Behinderte und präsentierte sich auch auf internationalen Reisen als würdevolles Symbol seines Landes.

Doch Akihitos Gesundheit ist angeschlagen. Im Sommer vergangenen Jahres hatte der Monarch in einer seltenen Video-Botschaft zu erkennen gegeben, angesichts seiner nachlassenden Kräfte abdanken zu wollen. Das Parlament erlaubte ihm dies später per Sondergesetz.

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich in kalter Winterluft riesige Menschenmengen schon am frühen Morgen vor dem Palast im Herzen Tokios ein. Im vergangenen Jahr hatten fast 127 000 Menschen den Monarchen zu Neujahr gegrüßt, so viele wie nie zuvor seit seiner Thronbesteigung 1989. Es wurde erwartet, dass es in diesem Jahr sogar noch mehr Menschen werden würden. Dem normalen Volk bieten sich nur zwei Gelegenheiten im Jahr, dem Palast in Tokio nahe zu kommen: zu Neujahr am 2. Januar und zum Geburtstag von Kaiser Akihito am 23. Dezember.

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