Hoher Besuch in Berlin

Königin Silvia startet Programm für junge Flüchtlinge

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Königin Silvia beim Interview in Berlin.

Im Interview mit der deutschen Presseagentur erzählte Königin Silvia von ihrem Programm für junge Flüchtlinge - und verriet, welches deutsche Nahrungsmittel sie im hohen Norden schmerzlich vermisst.  

Berlin - Die schwedische Königin Silvia (73) vermisst deutsches Brot. Auf die Frage, was für sie typisch deutsch sei, sagte die gebürtige Heidelbergerin bei einem dpa-Interview in Berlin: „Das deutsche Brot zum Beispiel“. Das schwedische Knäckebrot sei auch gut. Aber das deutsche Brot sei anders, durch den Sauerteig und das andere Mehl. Mit einer modernen Gepflogenheit kann die Königin nicht so viel anfangen. Die ewigen Selfies? „Es ist eine Geschmacksfrage“, sagt Silvia. Aber die Qualität gefällt ihr nicht. Selfies seien doch schlechte Bilder.

Berliner Institut honoriert Königin Silvias „unermüdlichen Einsatz für die Menschenrechte“

In Berlin wurde die schwedische Königin mit dem Theodor-Wanner-Preis ausgezeichnet. Damit würdigte das Institut für Auslandsbeziehungen am Dienstag „ihr soziales Engagement“ und „ihren unermüdlichen Einsatz für die Menschenrechte“. Für ihr soziales Engagement verlieh Horst Seehofer Königin Silvia von Schweden außerdem den Bayerischen Verdienstorden verliehen.

Am Mittwoch stand ein Besuch auf der Blumeninsel Mainau im Bodensee auf dem Programm. Dort ging es um ein Programm für junge Flüchtlinge. 

Es wird von ihrer Stiftung Mentor International unterstützt. Im Wappensaal von Schloss Mainau traf die Königin am Mittwoch mit den zehn Teilnehmern im Alter von 14 bis 16 Jahren zusammen, die unter anderem aus Syrien und Afghanistan geflohen waren.

An der Geschwister-Scholl-Schule in Konstanz stehen ihnen nun für ein Jahr zehn Gleichaltrige zur Seite, die als ehrenamtliche Mentoren praktische Unterstützung im Alltag leisten. Dabei geht es zum Beispiel um das Erlernen der deutschen Sprache, um Hilfe bei den Hausaufgaben oder bei der Vermittlung von Sportvereinen. Ziel ist eine möglichst reibungslose Integration der jungen Leute.

Das Thema Integration bewege Schweden ähnlich wie Deutschland, sagte die Königin in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Besonders wichtig sei es, sich um die vielen Kinder zu kümmern, die ohne Eltern ins Land kamen. Zu dem von Angela Merkel (CDU) geprägten Satz „Wir schaffen das“ sagte die aus Heidelberg stammende Königin, man müsse einen festen Willen haben. „Dann schafft man das auch.“

dpa

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