„Welcome to 2019“

Lena Meyer-Landrut stinksauer - Sie ruft zum Boykott auf

Lena Meyer-Landrut ruft zum Boykott von Hotels des Sultans von Brunei auf.
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Lena Meyer-Landrut ruft zum Boykott von Hotels des Sultans von Brunei auf.

Das asiatische Land Brunei führt die Todesstrafe für homosexuelle Aktivitäten ein. Lena-Meyer-Landrut ruft, wie viele andere Stars, zum Boykott der Hotels von Sultan Bolkiah auf.

Bandar Seri Begawan/Berlin - In dem kleinen südostasiatischen Staat Brunei, der auf der Insel Borneo im Südchinesischen Meer liegt, wurde die Todesstrafe für gleichgeschlechtlichen Sex eingeführt. In dem konservativen und überwiegend muslimischen Land treten neue Scharia-Strafen in Kraft, denen zufolge homosexuelle Partner zu Tode gesteinigt werden sollen, sofern sie Muslime sind. Auch Ehebruch soll künftig mit dem Tode bestraft werden, Dieben die rechte Hand und im Wiederholungsfall auch das linke Bein amputiert werden.

Lena ruft zum Boykott von Hotels des Sultans auf

UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet bezeichnete die Strafen als „grausam und unmenschlich", Deutschland und Frankreich riefen das Sultanat zur Achtung der Menschenrechte auf. Doch auch einige VIPs sind entsetzt über die Nachricht. 

Die deutsche Sängerin Lena-Meyer-Landrut ruft wie viele andere Stars zum Boykott der neun Luxus-Hotels im Besitz des Sultanats in Großbritannien, Frankreich, Italien und den Vereinigten Staaten auf. Auch andere Prominente wie Elton John oder George Clooney fordern zum Boykott auf. In einer Story auf ihrem Instagram-Account postet Lena seinen Screenshot von einer Meldung zu Brunei und schrieb darunter: „Welcome to 2019“ mit einem genervten Smiley. In dem nächsten Bild ruft sie dann zum Boykott der Hotels des Sultans auf.

Lena ruft zum Boykott dieser Luxus-Hotels auf.

Brunei führt als erstes Land in Ost- und Südostasien Sharia-Recht ein

Das Sultanat auf der Insel Borneo ist das erste Land in Ost- und Südostasien, das sich mit seinem Strafgesetzbuch am islamischen Recht der Scharia orientiert. Ähnlich halten es bisher bereits einige Nahost-Staaten und Saudi-Arabien. Das Auswärtige Amt riet Reisenden in Brunei angesichts der Strafrechtsverschärfungen am Mittwoch zu besonderer Vorsicht. Besuchern werde ausdrücklich empfohlen, "sich mit den landesspezifischen Gesetzen vertraut zu machen".

Sultan Bolkiah, der als einer der reichsten Menschen der Welt gilt, hatte die Pläne für die neue Gesetzgebung bereits im Jahr 2013 angekündigt. Erste Gesetze traten 2014 in Kraft, darunter etwa Geld- und Gefängnisstrafen für "unanständiges Verhalten" oder das Versäumen der Freitagsgebete.

Sultan will sich Unterstützung der Konservativen sichern

Beobachtern zufolge will sich der Sultan angesichts einer anhaltenden Rezession in dem von Öl-Einnahmen abhängigen Land die Unterstützung konservativer Kreise sichern, kann aber offenbar auch auf den Rückhalt in der Bevölkerung des ehemaligen britischen Protektorats zählen. Ob Steinigungen künftig tatsächlich vollstreckt werden, ist unklar, da die Beweispflicht sehr streng ist. Seit Jahrzehnten wurde in Brunei niemand mehr hingerichtet.

Video: Lena Meyer-Landrut versucht weniger zu lügen

AFP/md

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