Britische Zeitungen spekulieren schon

Meghan Markle: Wird sie für die Royals eine Katastrophe wie diese Frau?

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Geschiedene Amerikanerinnen, die einen Royal heirateten: Meghan Markle (links) und Wallis Simpson.

Prinz Harry wird im Mai Meghan Markle heiraten. In Großbritannien spekulieren nun einige: „Eine geschiedene Amerikanerin brachte den Royals schon mal Ärger.“

London - Es ist ja so romantisch: Prinz Harry hat in der bürgerlichen US-Schauspielerin Meghan Markle (“Suits“) seine große Liebe gefunden. Diese Love-Story hätte sich auch kein Hollywood-Drehbuchautor besser ausdenken können: Mädchen aus dem Glasscherbenviertel in Chicago verliebt sich in einen britischen Prinzen. Der macht ihr beim Kochen einen Heiratsantrag und seine Angebetete zur Herzogin von Sussex.

Nun kann man nicht in den Kopf von Queen Elizabeth hineinschauen. Auch die britische Yellow-Press erfährt nicht allzu viel aus dem Privatleben der Königin. Aber möglicherweise musste die Queen erst mal schlucken, als Harry seiner Großmutter seine Heiratsabsichten mit einer geschiedenen Amerikanerin eröffnete. Falls es der Königin bei dem Gedanken erst einmal kalt den Rücken herunterlief, so hatte das wohl in erster Linie mit einer Frau zu tun, die der britischen Monarchie vor 81 Jahren eine schwere Krise bescherte: Wallis Simpson, die Frau von Elizabeths Onkel Edward. Die geschiedene Amerikanerin war der Grund für die Abdankung des damaligen britischen Königs.

80 Jahre vor Meghan Markle: Wallis Simpson sorgte für eine Verfassungskrise

Adels-Experte Alexander von Schönburg fasst diese problematische Beziehung in seinem (höchst empfehlenswerten) Buch „Alles, was Sie schon immer über Könige wissen wollten, aber nie zu fragen wagten“ folgendermaßen zusammen: „Ein ganz außerordentlicher Fall von sexueller Hörigkeit führte im modernen Großbritannien zu einer der schwersten Verfassungskrisen der Geschichte.“

In den Geschichtsbüchern ist über dieses Thema meist nur zu lesen, dass die britische Regierung sich vornehmlich aus moralischen Gründen gegen eine Ehe des Oberhauptes der Church of England mit der bereits zwei Mal geschiedenen Wallis Simpson stemmte. Weil die Dame in Sachen Sex bis dato wenig anbrennen ließ (um es mal vorsichtig auszudrücken), befürchtete die Regierung seiner Majestät zudem, dass der König mit der Veröffentlichung von pikanten Geschichten erpresst werden könnte. Freilich gab es damals auch eingefleischte Monarchisten wie den späteren Premierminister Winston Churchill, die es für ein Unding hielten, dass die Regierung seiner Majestät in Sachen Brautwahl dazwischen funkten. So berichtet Alexander von Schönburg über Churchill: „In einer Unterredung mit Premierminister Stanley Baldwin soll er gesagt haben: 'Warum um Himmels willen darf er nicht sein Schnuckelchen heiraten?', worauf Baldwin erwidert haben soll: 'Weil wir dem Volk keine Königin Schnuckelchen zumuten können!'“

Als der britische König Edward VII. sich mit dem Gedanken trug, Wallis Simpson zu ehelichen, hatte die Dame in Sachen Beziehungen schon einiges hinter sich. Ihre erste Ehe mit dem Alkoholiker Earl Winfield Spencer war ein Desaster. Später hatte sie eine Affäre mit einem argentinischen Diplomaten und eine weitere mit dem verheirateten Geschäftsmann Ernest Simpson. Letzterer wurde ihr zweiter Ehemann. Und dann lernte sie König Edward kennen. Als der König sich in sie verliebte, liebäugelte Wallis Simpson zunächst mit einer polyamoren Beziehung mit ihrem Ehemann sowie dem Monarchen. Ernest Simpson hatte darauf aber keine Lust. 1936 reichte er die Scheidung ein, wodurch Wallis frei war für Edward.

Wegen der geschiedenen Amerikanerin Wallis Simpson verzichtete König Edward VII. auf den Thron.

Als der König seiner Regierung von seinen Heiratsabsichten berichtete, gingen hinter der Fassade von Downing Street Nr. 10 alle Warnlampen an. Wären allein die Scheidungen von Wallis Simpson das Problem gewesen, hätte man durchaus eine Lösung finden können: Eine sogenannte „morganatische Ehe“, bei der Edward VII. weiter König hätte bleiben können, Wallis Simpson aber keine Königin werden sollte. Sie wäre mit einem Ehrentitel abgespeist worden, so dass den Briten eine Queen Wallis erspart geblieben wäre.

Geschiedene Amerikanerin brachte König zum Abdanken

Tatsächlich ging es aber um ein ganz anderes Problem, wie Alexander von Schönburg schreibt: „Wahrscheinlich war das ausschlaggebende Manko des Königs eben doch, dass er sadomasochistische Neigungen hatte, Wallis Simpson sexuell hörig war und dass man fürchtete, jene könnte dies ausnutzen und die nationale Sicherheit gefährden. Die junge Frau hatte jedenfalls in Fort Belvedere, Edwards Privatsitz in der Nähe von Windsor, ungehinderten Zugang zu allen geheimen Staatspapieren, die auf Edwards Schreibtisch landeten, und dank des amerikanischen Geheimdienstes wusste die britische Regierung, dass Wallis Simpson neben ihrer Beziehung zu dem Thronfolger eine geheime Affäre mit dem deutschen Botschafter Joachim von Ribbentrop unterhielt. Quelle des amerikanischen Geheimdienstes war Carl Alexander von Württemberg, der zu berichten wusste, dass Ribbentrop, immerhin einer der wichtigsten Diplomaten Hitlers, Wallis Simpson täglich siebzehn Nelken schenkte, eine für jedes Mal, das sie miteinander geschlafen hatten.“

Das war der britischen Regierung dann doch zu gefährlich. Sie stellten Edward im Dezember 1936 vor die Wahl: Wallis oder der Thron. Letzterer war zwar besser gepolstert als die gertenschlanke Miss Simpson. Edward entschied sich allerdings für Wallis und dankte ab.

War wohl auch besser so. Immerhin gab sich der Mann, der zehn Monate auf dem britischen Königsthron saß, später als unverhohlener Hitler-Verehrer. „Es wäre eine Tragödie für die Welt, wenn Hitler gestürzt würde“, sagte Edward später einmal einem Journalisten. Er selbst träumte ganz offen davon, nach einem deutschen Endsieg als „Führer“ in sein Heimatland zurückzukehren. Nach dem Krieg jetteten die beiden royalen Knalltüten Edward und Wallis durch die Welt und schmissen das Geld mit beiden Händen zum Fenster raus. Politisch konnten sie aber gottlob keinen Schaden anrichten. Wallis Simpson soll übrigens auch noch eine Affäre mit dem eigentlich schwulen Woolworth-Erben Jimmy Donahue gehabt haben. Fragen Sie uns bitte nicht, was die Frau im Bett anstellte, aber es muss wohl ziemlich außergewöhnlich gewesen sein.

Wie es nach Edwards Abdankung mit der britischen Monarchie weiterging, entnehmen Sie bitte dem hervorragenden Film „The King‘s Speech“ und der nicht weniger hervorragenden Netflix-Serie „The Crown“.

Wallis Simpson und Edward zu Besuch bei Adolf Hitler. Wallis hatte Sex mit seinem Botschafter in London.

Britische Zeitungen vergleichen Meghan Markle mit Wallis Simpson

Offensichtlich weckt Meghan Markle in Großbritannien Erinnerungen an Wallis Simpson. Nach der Bekanntgabe ihrer Verlobung mit Harry erschienen in England zahlreiche Berichte, in denen Meghan Markle mit Wallis Simpson verglichen wird. So schrieb der Express: „Das letzte Mal, als eine geschiedene Amerikanerin eine Royal heiratete, ging es nicht gut aus.“

Kann Meghan der britischen Monarchie auch so einen Ärger bescheren wie ihre Landsfrau Wallis Simpson? Eher unwahrscheinlich. Eine Affäre mit einem Nazi-Botschafter hatte sie vermutlich nicht. Für Hakenkreuz-Skandale ist ohnehin eher Harry zuständig. Außerdem ist Harry kein König wie seinerzeit Edward VII.. Sein Bruder William wird eines Tages die Krone tragen.

Bleibt noch die Frage zu klären, ob Meghan Markle vor Harry in sexueller Hinsicht ähnlich aktiv war, wie Wallis Simpson vor (und während) Edward. Tatsächlich teilt das Erotik-Portal „Pornhub“ mit, dass die Suchanfragen nach „Markle“ seit Bekanntgabe der Verlobung um irre 2208 Prozent angestiegen seien. Hat sie also Dreck am Stecken beziehungsweise auf Zelluloid? Bislang gibt es keine Schmuddel-Filmchen von ihr. Es gibt lediglich eine Szene aus ihrer Serie „Suits“, in der sie von einem Kollegen beim Sex im Archiv aufgebockt wird. Halt! Sie müssen jetzt nicht gleich zu Youtube weiterklicken. Das ist der Clip:

Wetten, dass Meghan Markles Leben vor Harry noch für jede Menge Spekulationen sorgt?

fro

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