Missbrauchsvorwürfe

Metropolitan Opera suspendiert Dirigent Levine

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James Levine am Pult. Foto: Michael Dwyer

Das Haus hat seinen langjährigen Musikdirektor vorerst supendiert. Ihm werden sexuelle Übergriffe auf einen Jugendlichen vorgeworfen. Jetzt wird ermittelt.

New York (dpa) - Die Metropolitan Opera in New York hat die Zusammenarbeit mit ihrem Stardirigenten und langjährigen Musikdirektor James Levine wegen Missbrauchsvorwürfen vorerst ausgesetzt.

Der 74-Jährige werde bei keinen Aktivitäten der Met dabei sein, er werde auch die für diese Saison geplanten Auftritte nicht erfüllen, teilte das weltberühmte Opernhaus am Sonntag auf Twitter mit.

Die Met habe entschieden, jetzt zu handeln, während man auf die Ergebnisse der Ermittlung warte, die auf neuen Berichten basierten, sagte der Met-Geschäftsführer Peter Gelb.

Die Zusammenarbeit zu Levine werde vorbehaltlich der Ermittlung auf Eis gelegt, hieß es weiter. Diese sei nach vielen Vorwürfen sexuellen Missbrauchs durch Levine von 1960er bis in die 1980er Jahre eingeleitet worden. Levine war von 1971 bis 2016 an der Met Dirigent und lange Zeit auch künstlerischer Leiter.

Zuvor hatt die Met erklärt, man werde den Vorwurf jahrelanger sexueller Übergriffe Levines auf einen Jugendlichen untersuchen lassen. Von jüngsten Berichten über Levines Verhalten sei man "zutiefst getroffen". Damit hat die Welle von Veröffentlichungen zu sexuellen Übergriffen, die mit dem Sturz der ehemaligen Hollywood-Ikone Harvey Weinstein begonnen hatte, nun auch die Welt der klassischen Musik erreicht.

Die "New York Times" hatte am Sonntag Einzelheiten aus einem Polizeibericht von 2016 veröffentlicht, der dem Opernhaus im vergangenen Jahr vorgelegt worden war. Außerdem interviewte das Blatt einen betroffenen Mann und sprach mit seinen Familienangehörigen. Demnach soll Levine, damals Anfang 40, im Jahr 1985 am Rande eines Musikfestivals Kontakt zu dem damals 15-Jährigen aufgenommen und die Beziehung über Jahre weitergeführt haben.

Laut "New York Times" erklärte sich Levine 2016 auf Nachfrage der Met für nicht schuldig.

Met-Mitteilung auf Twitter

Bericht New York Times

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