Turnier in Wernau

Möpse rennen um die Wette

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Mops im Anflug. Foto: Daniel Maurer

Rekord beim Mopsevent in Wernau: Etwa 200 Möpse, Französische Bulldoggen und einige Chihuahuas gingen am Sonntag ins Einzelrennen. Doch Sieger wurde nicht der Schnellste, sondern der Mops an sich.

Wernau (dpa) - Bei einem Mopsrennen von Wettkampfstimmung im Stadion zu sprechen, wäre irgendwie falsch. Die etwa 200 Möpse, Französischen Bulldoggen und Chihuahuas warten entspannt auf ihren Start.

Sie beschnuppern zur Begrüßung andere Vier- und Zweibeiner und dösen ansonsten dicht nebeneinander in der Sonntagnachmittagsonne. Selten knurrt mal einer verhalten, so richtig böse so gut wie gar keiner.

Herrchen und Frauchen sind aus dem süddeutschen Raum, der Schweiz und Österreich nach Wernau südlich von Stuttgart angereist, weniger um aus ihrem geliebten Krummbeiner einen Champion zu machen, als ihn stolz der Mops-Community und den etwa 600 Zuschauern zu präsentieren. "Der Mops ist Teil eines Lifestyles geworden, vor allem in der Stadt", sagt Veranstalter Andreas Felkl, der zum sechsten Mal den Mopsevent wiederholt und nicht verrät, was er als Hundeexperte von dem Trend hält, den Mops zum Kind zu machen, so seine Beobachtung.

Die Stimmung im Neckartalstadion erinnert ein wenig an ein Kindersportfest. Es wird viel gewunken, den Turnierteilnehmern aufmunternd zugerufen, wie man das bei dem eigenen Nachwuchs macht, und Verlierer gibt es schon aus erzieherischen Gründen nicht.

Die Hundebesitzer tragen ebenfalls Startnummern und sind trotz solcher Freiheiten, einen verpatzten Start mehrmals wiederholen zu dürfen, oftmals aufgeregter als ihr geliebter Vierbeiner. Wenn Gonzo, Marvin, Balu, Tjango - und wie sie alle heißen - auf der Hälfte der Strecke einfach so stehen bleiben sollte, um verständnislos ins Publikum zu hecheln, ist den Zweibeinern das ein wenig peinlich.

"Der Mops hat keinen Jagdtrieb, aber einen ausgeprägten Spieltrieb", sagt Felkl. Den gelte es zu nutzen. Mehr als 50 Meter, so hat er festgestellt, hält der Ehrgeiz des einst aus China importierten Palasthundes allerdings nicht an. Ein Hund, der von Frauchen und Herrchen richtig motiviert wird, erreicht erstaunlich schnell maximale Mopsgeschwindigkeit. Die Französische Bulldogge Cooppr, ein Rüde, ist Sieger des ersten der insgesamt neun Rennen. Er kommt mit 5,63 Sekunden ins Ziel.

Zur Belohnung der Hunde reichen in der Regel ein paar Leckerli, ein bisschen Popcorn geht auch. Die zweijährige Beewox steht dagegen voll auf Spaghetti.

Mopsrennen

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