MeToo-Bewegung

Opernstar Plácido Domingo entschuldigt sich

Plácido Domingo im November 2019 bei einem Konzert in der Elbphilharmonie. Foto: Christian Charisius/dpa
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Plácido Domingo im November 2019 bei einem Konzert in der Elbphilharmonie. Foto: Christian Charisius/dpa

Er «übernehme volle Verantwortung». Sagt Plácido Domingo über sein Fehlverhalten.

Berlin (dpa) - Opernstar Plácido Domingo hat sich bei den Frauen entschuldigt, die ihm im Zuge der MeToo-Bewegung Übergriffe vorgeworfen hatten.

«Ich möchte, dass sie wissen, dass mir der Schmerz, den ich ihnen zugefügt habe, wirklich leid tut», hieß es in einer Mitteilung des 79-jährigen Künstlers am Dienstag. «Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Handeln, und ich bin aus dieser Erfahrung gewachsen.»

Mehrere Sängerinnen hatten dem spanischen Künstler im Zuge der MeToo-Bewegung gegen sexistisches und sexuell übergriffiges Verhalten einflussreicher Männer teils Jahrzehnte zurückliegende Übergriffe vorgeworfen. Domingo hatte die Beschuldigungen bisher zurückgewiesen. Nach den Vorwürfen war er im Oktober 2019 als Chef der Oper in Los Angeles zurückgetreten. Einige Opernhäuser und Orchester in den USA sagten Auftritte Domingos ab. Andere - vor allem in Europa - hielten jedoch weiter an dem Klassik-Weltstar fest.

«Ich habe mir in den letzten Monaten Zeit genommen, um über die Anschuldigungen nachzudenken, die verschiedene Kolleginnen von mir gegen mich erhoben haben», hieß es in seiner Mitteilung. «Ich verstehe jetzt, dass einige Frauen vielleicht befürchtet haben, sich ehrlich zu äußern, weil sie befürchten, dass ihre Karriere dadurch beeinträchtigt werden könnte. Das war zwar nie meine Absicht, aber man sollte niemandem dieses Gefühl vermitteln.»

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