"Mickey, Donald & Friends"

"Peng!" und Entenspuren: Disney-Ausstellung in Mainz

Die Zeichnung zeigt Dagobert (l) im Kampf mit Mac Moneysac (Comiczeichner Don Rosa, um 1990). Foto: Andreas Arnold
1 von 5
Die Zeichnung zeigt Dagobert (l) im Kampf mit Mac Moneysac (Comiczeichner Don Rosa, um 1990). Foto: Andreas Arnold
Zwei Blechdosen mit nachempfundenen Micky-Mouse-Figuren aus den 30er Jahren. Foto: Andreas Arnold
2 von 5
Zwei Blechdosen mit nachempfundenen Micky-Mouse-Figuren aus den 30er Jahren. Foto: Andreas Arnold
Ein Tee-Service mit Mickey Mouse aus dem Jahr 1930. Foto: Andreas Arnold
3 von 5
Ein Tee-Service mit Mickey Mouse aus dem Jahr 1930. Foto: Andreas Arnold
Kunststoff-Comicfiguren aus unterschiedlichen Epochen hinter Glas. Foto: Andreas Arnold
4 von 5
Kunststoff-Comicfiguren aus unterschiedlichen Epochen hinter Glas. Foto: Andreas Arnold
Eduard Sebald, Kurator der Ausstellung, an einem Leucht-Tisch mit Comic-Skizzen. Im Hintergrund sind Carl Barks (l-r) und Harry Reeves am Storyboard zum Film "Good Scouts" (1938) zu sehen. Foto: Andreas Arnold
5 von 5
Eduard Sebald, Kurator der Ausstellung, an einem Leucht-Tisch mit Comic-Skizzen. Im Hintergrund sind Carl Barks (l-r) und Harry Reeves am Storyboard zum Film "Good Scouts" (1938) zu sehen. Foto: Andreas Arnold

Seltene Skizzen von Donald Duck sind in einer Sonderausstellung in Mainz zu sehen. Dabei wird klar: Nicht immer haben die Figuren aus Entenhausen so ausgesehen wie heute.

Mainz (dpa) - Orangefarbene Entenspuren weisen den Besuchern den Weg in die neue Ausstellung im Landesmuseum in Mainz. Sie führen zu fast 300 Skizzen, Vorzeichnungen und Comics aus der Welt von Entenhausen.

Die Ausstellung "Walt Disney - Mickey, Donald & Friends" geht von Mittwoch an der Frage nach, wer die Künstler waren, die die Comic-Charaktere erfanden und sie lebendig werden ließen. Die Museumsdirektorin Birgit Heide sagt, erstmals schlage eine Ausstellung in Deutschland den Bogen von den Altmeistern der Disney-Comics zu den aktuellen Stars.

Gleich im ersten Raum der Schau herrscht Studio-Atmosphäre: Die Besucher finden sich an einem von unten beleuchteten Zeichentisch wieder, an welchem einst Skizzen entstanden sind. An den Wänden Informationen zu Walter Elias (Walt) Disney und seinen berühmtesten Zeichnern. Und zwar in Form eines vergilbten Zeitungsartikels der 30er Jahre, wie der Ausstellungskurator Eduard Sebald erklärt. Denn viele der Comics erschienen zunächst in Zeitungen.

Die Ausstellung vollzieht die einzelnen Entstehungsschritte eines Comics nach. Zunächst fertigten die Zeichner dabei ein Scribble, eine sehr grobe Vorzeichnung in hellblau. Dann wurden Korrekturen in Rot und Orange eingezeichnet, es folgte die Bleistift- oder Tuschezeichnung. Schließlich wurde das Bild fotografiert und die Farben weggefiltert; am Ende stand die Kolorierung. "Wir vergleichen die Produktionsweise damals und heute. Ich kann verraten: Sie ist so gut wie identisch", sagt Sebald.

Verändert haben sich die Figuren: Die Schau zeigt zum Beispiel Donald Duck noch mit langem Hals und Schnabel. Merchandising-Artikel wie Porzellanfiguren und ein Art-Deco-Service veranschaulichen, dass Micky Maus von Anfang an ein beliebter Schmuckgegenstand war. Selbst im Deutschland der 1930er Jahre fand er sich auf Bohnerwachs-Dosen wieder - allerdings anders gezeichnet und in der falschen Schreibweise "Micki", weil die Produzenten keine Originalvorlage hatten. Ansonsten ist "Mickey" die englische Schreibweise, "Micky" die deutsche.

Viele der ausgestellten Zeichnungen stammen aus der Sammlung Ina Brockmann und Peter Reichelt. Das Landesmuseum zeigt außerdem einige der Tusche- und Bleistiftzeichnungen von Kultzeichner Carl Barks, die das Museum schon in den 90er Jahren erworben hatte. Hinzu kommen großformatige Porträts von Donald von Zeichner Ulrich Schröder. Ein besonderer Liebling von Kurator Sebald ist das erste Buch der Reihe, es hieß "The Adventures of Mickey Mouse" aus dem Jahr 1931.

"In meiner Jugend war die Frage: Ist das Schund oder nicht?", erzählt Sebald. "Heute ist das vollkommen aus der Welt. Deswegen gehört es auch ins Museum", sagt er. Ähnlich sieht es der rheinland-pfälzische Kulturstaatssekretär Salvatore Barbaro (SPD). Noch ehe bei der Vorstellung am Montag der Vorwurf geäußert wird, dass sich das Museum mit der Ausstellung beim Publikum beliebt machen will, sagt er: Das ist keine Anbiederung an das Publikum. "Museen müssen auf Menschen zugehen." Wenn das Publikum dann noch merke, dass Museen mehr seien als alte Steine - dann sei viel gewonnen.

Mehr als 50 000 Besucher erwarten die Organisatoren bis Ende Juli. Zum Begleitprogramm gehören ein Open-Air-Kino im Innenhof des Museums, eine Comic- und Trickfilmwerkstatt für Kinder sowie mehrere Vorträge von Experten. "Man ist immer erstaunt, wie viele Donaldisten es doch gibt", sagt Direktorin Heide. Außerdem haben die Ausstellungsmacher zwei der deutschen Zeichner eingeladen, Jan Gulbransson und Ulrich Schröder. Dabei sollen auch die "Ducks in Mainz" gezeichnet werden.

Stadt Mainz zur Disney-Ausstellung

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

„Hot hot!“ Knallrote Lippen und Ausschnitt fast bis zum Bauchnabel: Lena Meyer-Landrut zeigt sich lasziv wie nie

„Sehr verführerisch“ und „Hot hot“: Das neueste Foto von Lena Meyer-Landrut lässt die Fans ausflippen. Sie zeigt sich lasziv wie nie. Mit knallroten Lippen. 
„Hot hot!“ Knallrote Lippen und Ausschnitt fast bis zum Bauchnabel: Lena Meyer-Landrut zeigt sich lasziv wie nie

"Bauer sucht Frau" auf RTL: Was Keno Veith nach Absage macht, erraten Sie nie

Keno Veith aus Ostfriesland wurde bei Youtube zum gefeierten Star, die RTL-Show "Bauer sucht Frau" sagte er ab. Jetzt überrascht er mit einem Parfüm.
"Bauer sucht Frau" auf RTL: Was Keno Veith nach Absage macht, erraten Sie nie

GNTM 2019: Spielerfrau von Bundesliga-Profi ist als Kandidatin dabei

Die Freundin eines früheren FC-Bayern-Profis geht zu „Germany‘s Next Topmodel“: Sie will bei GNTM 2019 aber nicht nur als Spielerfrau gesehen werden.
GNTM 2019: Spielerfrau von Bundesliga-Profi ist als Kandidatin dabei

Pietro Lombardi rechnet knallhart mit Sarah ab

Der Protagonist der „Pietro Lombardi Story“ will kein Blatt mehr vor den Mund nehmen -  und erklärt, wer seiner Ansicht nach für Sarah Lombardis Erfolg verantwortlich …
Pietro Lombardi rechnet knallhart mit Sarah ab

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.