Spanischer Opernstar

Plácido Domingo weist Vorwürfe sexueller Übergriffe zurück

+
Der spanische Opernstar Plácido Domingo weist alle Vorwürfe zurück. Foto: Ricardo Rubio/Europapress/Archiv

Mehrere Sängerinnen und eine Tänzerin werfen dem Opernstar einem Bericht zufolge sexuelle Übergriffe vor. Der reagiert mit einer Stellungnahme - und räumt ein, dass sich gesellschaftliche Regeln geändert hätten.

New York/Los Angeles (dpa) - Der spanische Opernstar Plácido Domingo (78) hat Vorwürfe sexueller Übergriffe zurückgewiesen.

"Die Anschuldigungen dieser ungenannten Personen, die bis zu dreißig Jahre zurückliegen, sind zutiefst beunruhigend und - so wie sie dargestellt werden - unzutreffend", erklärte Domingo in einer Stellungnahme, die der Deutschen Presse-Agentur in New York am Dienstagabend vorlag.

Es sei schmerzhaft zu hören, dass er jemanden verletzt haben könnte oder Unwohlsein verursacht habe, so Domingo weiter. "Ich habe geglaubt, dass all meine Handlungen und Beziehungen immer gewünscht und einvernehmlich waren." Er erkenne jedoch an, dass sich heutige Regeln und Standards von denen der Vergangenheit unterschieden.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP haben mehrere Sängerinnen und eine Tänzerin dem Opernstar sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Die Frauen berichteten demnach von Umarmungen, von Küssen auf den Mund, von nächtlichen Telefonanrufen und davon, dass Domingo auf private Treffen gedrängt habe.

Betroffene hätten auch von negativen Folgen für ihre Karriere berichtet, nachdem sie sich Domingos Avancen verweigert hätten. Die betroffenen Frauen äußerten sich mit einer Ausnahme anonym. Die angeblichen Übergriffe reichen demnach bis zu drei Jahrzehnte zurück.

Nach den Vorwürfen kündigte die von Domingo geleitete Oper in Los Angeles eigene Ermittlungen an. "Die LA Oper wird externen Rechtsbeistand hinzuziehen, um die entsprechenden Vorwürfe in Bezug auf Plácido Domingo zu untersuchen", teilte eine Sprecherin in einer Stellungnahme mit, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Domingo leitet das Haus als Generaldirektor seit 2003. Das Philadelphia Orchestra, bei dem Domingo im September eigenen Angaben zufolge auftreten sollte, sagte den Konzertabend ab.

Plácido Domingo ist einer der größten Klassikstars der Gegenwart. Über Jahrzehnte war der Tenor an allen großen Opernhäusern der Welt zu Gast. Vor einigen Jahren wechselte er ins Baritonfach. Er bestritt als Opernsänger nach eigenen Angaben mehr als 4000 Aufführungen. Im vergangenen Jahr sang er bei den Salzburger Festspielen seine 150. Opernrolle.

Große Erfolge feierte Domingo als einer der "Drei Tenöre" zusammen mit Luciano Pavarotti und José Carreras. Als Dirigent leitete er mehr als 500 Opernaufführungen und Konzerte.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

ARD zeigt Beatrice Egli in durchsichtigem und nassem Shirt samt blödem Spruch - So reagiert sie

Beatrice Egli hat im Fernsehen schon Übles erlebt - jetzt zeigte die ARD ein weiteres Mal, wie die Schlagersängerin bei „Verstehen Sie Spaß?“ reingelegt wurde. Neue …
ARD zeigt Beatrice Egli in durchsichtigem und nassem Shirt samt blödem Spruch - So reagiert sie

Weltberühmte Sängerin taucht privat bei Konzert auf - und niemand scheint sie zu bemerken

Auch Weltstars sind Fans. Das zeigte sich jetzt bei einem Konzert, wo eine berühmte Sängerin auftauchte und offenbar von niemandem bemerkt wurde.
Weltberühmte Sängerin taucht privat bei Konzert auf - und niemand scheint sie zu bemerken

Niederlande trauert: Prinzessin Christina gestorben - Palast veröffentlicht herzergreifendes Statement 

Das niederländische Königshaus hat bestätigt: Prinzessin Christina ist tot. Nun veröffentlichte der Palast ein Statement zu dem Trauerfall.
Niederlande trauert: Prinzessin Christina gestorben - Palast veröffentlicht herzergreifendes Statement 

Heidi Klum läuft oben ohne über Jacht - „Zum Fremdschämen“

Auf Heidi Klums Instagram-Seite wird die Liste der Oben-ohne-Fotos immer länger. Jetzt zeigt sie sich nicht mehr nur von hinten komplett freizügig.
Heidi Klum läuft oben ohne über Jacht - „Zum Fremdschämen“

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.