Rockband

Preis für Popkultur: "Beatsteaks" sind Lieblingsband

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Die Rockband "Beatsteaks" hat den Preis für Popkultur in der Kategorie "Lieblingsband" gewonnen. Arnim Teutoburg-Weiß nahm die Auszeichnung im Berliner Tempodrom entgegen. Foto: Gregor Fischer

Lieblingsband, Lieblingslied, gelebte Popkultur: Beim Preis für Popkultur geht es um musikalische Vorlieben, nicht um Verkaufszahlen - und die führen quer durch die Musikgeschichte.

Berlin (dpa) - Was haben Kultstar Rio Reiser (1950-1996) und Newcomerin Alice Merton (23) gemeinsam? Die Musik. Und dafür wurden sie am Freitagabend mit dem Preis für Popkultur ausgezeichnet.

Der Preis, der sich als Alternative zu Auszeichnungen versteht, die durch die Musikindustrie verliehen werden, ging in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal über die Bühne. Der Preis sei "demokratisch, fair und ausgewogen", sagte Mitveranstalter Torsten Groß.

Die Berliner Rockband Beatsteaks ist in der Kategorie "Lieblingsband" ausgezeichnet worden. Sänger und Gitarrist Arnim Teutoburg Weiß (43) nahm die Ehrung am Freitagabend stellvertretend für die Band im Berliner Tempodrom entgegen und bedankte sich mit wenigen Worten: "Die Beatsteaks sind auch meine Lieblingsband." 

Mit dem jungen Preis wurde auch der Musiker Rio Reiser ausgezeichnet. Die Ehrung nahm sein Bruder Gert Möbius entgegen. "Mein Bruder bekam nie einen Echo-Preis, aber er erhält auch heute noch, über 20 Jahre nach seinem Tod, ein sehr großes Echo von vielen Musikern", sagte Möbius in seiner Laudatio. 

Als hoffnungsvollste Newcomerin wurde die deutsch-britische Popmusikerin Alice Merton (23) geehrt. Vor den rund 2000 Menschen in dem Veranstaltungsort traten Künstler wie Rapper Marteria und die Chemnitzer Punkrockband Kraftklub auf. Auch der ZDF-Moderator Jan Böhmermann (36) wurde - wie bereits im letzten Jahr - ausgezeichnet. In der Kategorie "Lieblingslied" ging der Preis an seinen Song "Menschen Leben Tanzen Welt". Zur Preisverleihung am Freitagabend in Berlin meldete sich der Satiriker per Videobotschaft und sagte mit Blick auf die erneute Auszeichnung: "Die Preise habe ich nur bekommen, weil ich mich mit einem Rechtsanwalt darum gekümmert habe. Das sind quasi eingeklagte Preise." 

In diesem Zusammenhang hatte Böhmermann nach einem Bericht des "Tagesspiegels" Kanzlerin Angela Merkel mit einer Klage gedroht. Hintergrund ist ihr Verhalten während der sogenannten Böhmermann- Affäre im Frühjahr 2016. Der Anwalt des Moderators halte Merkels Einschätzung, Böhmermanns Schmähgedicht über den türkischen Präsidenten Erdogan sei "bewusst verletzend" gewesen, für rechtswidrig. Der Preis für Pop-Kultur wird seit 2016 vom "Verein zur Förderung der Popkultur" verliehen. Die Preisträger wurden aus einer über 600-köpfigen Jury gewählt, die aus Konzertveranstaltern, Musikmanagern, Journalisten und Künstlern besteht. 

Preis für Popkultur

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