Prinzen-Sänger

Sebastian Krumbiegel: «Demokratie ist eine coole Lady»

Sebastian Krumbiegel findet es unerträglich, dass der Slogan "Wir sind das Volk" heute missbraucht wird. Foto: Sebastian Willnow
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Sebastian Krumbiegel findet es unerträglich, dass der Slogan «Wir sind das Volk» heute missbraucht wird. Foto: Sebastian Willnow

Sebastian Krumbiegel appelliert an das Demokratiebewusstsein der deutschen Bürger. Der Prinzensänger stört sich an den gegenwärtigen politischen Verhältnissen und kritisiert, wie ein berühmter Slogan missbraucht wird.

Frankfurt/Main (dpa) - Sebastian Krumbiegel, einer der Sänger der Popgruppe «Die Prinzen», hat zum Einsatz für die Demokratie in Deutschland aufgerufen. «Die Demokratie ist eine coole Lady, die wir pflegen und erhalten müssen», sagte der gebürtige Leipziger in einer Sendung des Radiosenders hr3.

«Es gibt Leute, die zur Wahl angetreten sind, die diese Demokratie bekämpfen», bedauerte Krumbiegel im «hr3-Sonntagstalk» - am Tag der Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg. «Wir sollten versuchen, aufeinander zuzugehen. Das ist die einzige Möglichkeit, die entstandenen Gräben wieder zuzuschütten», sagte Krumbiegel. «Solange man sich auf dem Boden des Grundgesetzes bewegt, begegne ich jedem mit Respekt.»

Unerträglich finde er, wenn Slogans wie «Wir sind das Volk» aus der Wendezeit in der DDR von 1989 heute missbraucht würden. «Wir wollten eine freie Gesellschaft, Offenheit und Mauern abreißen», erinnerte Krumbiegel an die damaligen Bürgerproteste. «Heute kämpfen Leute mit denselben Slogans von damals für das genaue Gegenteil: Ausgrenzen, gegen Minderheiten sein und Mauern aufbauen.»

Mitteilung Hessischer Rundfunk zum Interview

«hr3-Sonntagstalk» als Podcast

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