Nach Rassismus-Tweet

„Unverzeihlich!“ Roseanne Barr beschuldigt Michelle Obama wegen TV-Aus

Schauspielerin Roseanne Barr behauptet, dass Michelle Obama für die Einstellung ihrer TV-Serie „Roseanne“ gesorgt habe. 
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Schauspielerin Roseanne Barr behauptet, dass Michelle Obama für die Einstellung ihrer TV-Serie „Roseanne“ gesorgt habe. 

Schauspielerin Roseanne Barr hat sich in einem Interview zu Wort gemeldet. Darin gibt sie Michelle Obama die Schuld an der Einstellung ihrer TV-Serie „Roseanne“.

New York - 1988 startete die Serie „Roseanne“ und thematisierte mit bissigem Humor den Frust und die Ängste der amerikanischen Arbeiterklasse. Das Leben der Familie Conner wurde zum Quotenhit. Roseanne Barr (66), Hauptdarstellerin und Erfinderin, der nach ihr benannten Sitcom, zum Publikumsliebling. In Deutschland war die Serie ab 1990 auf ProSieben zu sehen. Produziert wurde sie von 1988 bis 1997 vom Fernsehsender ABC und nach einer zwanzigjährigen Pause, von März bis Mai 2018, in einer zehnten Staffel fortgesetzt. 

Roseanne: Rassistischer Tweet killt TV-Hit

Das Comeback währte trotz hoher Zuschauerzahlen nur kurz. Schuld daran war ein Tweet, den Roseanne Barr im Mai 2018 über ihren Twitter-Kanal vom Stapel ließ, der von den Medien als rassistisch gewertet wurde. Darin schrieb die Komikerin über die afroamerikanische Rechtsanwältin Valerie Jarett (62): "Hätten die Muslimbruderschaft und Planet der Affen ein Baby, würde es aussehen wie Valerie Jarrett." Valerie Jarrett wurde der Öffentlichkeit als Beraterin von Ex-US-Präsident Barack Obama (57) bekannt und soll mit dessen Frau Michelle befreundet sein. Zwar entschuldigte sich Roseanne Barr für ihren „schlechten Witz“ und löschte ihn auch wieder, doch Channing Dungey (49), zum damaligen Zeitpunkt noch Chefin der ABC Entertainment Group, reichte das nicht. Die ebenfalls afroamerikanische Fernsehmanagerin verordnete die sofortige Absetzung der Erfolgsserie und begründete die Entscheidung damit, dass die „abscheuliche“ und „widerwärtige“ Äußerung nicht mit den Werten des Senders im Einklang stehe. Sogar US-Präsident Donald Trump meldete sich im Roseanne-Skandal zu Wort. 

Ließ Michelle Obama Macht und Einfluss spielen?

Die Versenkung ihres Lebenswerks scheint Roseanne Barr jedoch bis heute nicht überwunden zu haben. In einem im März erschienenen Interview mit dem britischen „Sunday Times Magazine“ griff die Mimin die Angelegenheit wieder auf und erklärte, dass die frühere First Lady Michelle Obama (55) für das TV-Aus von „Roseanne“ verantwortlich sei. Laut Roseanne Barr habe Michelle Obama mit Channing Dungey gesprochen und ihr gesagt, sie solle im Falle des rassistischen Tweets gegen Jarrett intervenieren. "Sie sagte: 'Dieser Tweet ist unverzeihlich.' Das wurde mir erzählt", erklärte Roseanne Barr nun ihre Sicht der Dinge. "Ich neige dazu, das zu glauben, denn die Frau, die mich gefeuert hat, arbeitet nun mit den Obamas bei Netflix zusammen."

Channing Dungey ist seit Anfang dieses Jahres bei Netflix als Vize-Präsidentin für den Original Content zuständig. Wie der Streamingdienst damals in einer Pressemitteilung verkündete, habe er einen Deal über eine mehrjährige Zusammenarbeit mit den Obamas abgeschlossen. Demnach wird das Ehepaar Filme, Serien und Dokumentationen produzieren, die aus vielfältigen Inhalten bestehen sollen. 

Aktuell läuft auf ABC unter dem Namen „The Conners“ ein Spin-off der Serie „Roseanne“ - ohne Roseanne Barr, die als Erfinderin der Serie bei der Ausstrahlung des Originals, auch ohne ihren schauspielerischen Einsatz finanziell profitieren würde, wie das Magazin „Entertainment Weekly“ berichtete.

Michelle Obama postete vor Kurzem ein Bild mit ihrer Familie. Ihre Töchter waren kaum wiederzuerkennen.

Sven Barthel

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