„Gedankenloses und unsensibles“ Verhalten

US-Musikboss tritt nach Vorwürfen sexueller Übergriffe zurück

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Hip-Hop-Mogul Russell Simmons ist Mitbegründer des Hip-Hop-Labels Def Jam

Der bekannte Plattenboss Russell Simmons (60), Mitbegründer des Hip-Hop-Labels Def Jam, gibt nach Vorwürfen sexueller Übergriffe die Leitung seiner Firmen ab.

New York/Los Angeles - Er werde sich aus seinen Unternehmen zurückziehen, schrieb Simmons in einer Erklärung, die am Donnerstag von dem Branchenblatt „Hollywood Reporter“ veröffentlicht wurde. Darin entschuldigt er sich für „gedankenloses und unsensibles“ Verhalten in einigen seiner Beziehungen. Er sei aber nie gewalttätig geworden, führte Simmons weiter aus.

Die Drehbuchautorin Jenny Lumet (50, „Rachels Hochzeit“) hatte zuvor angebliche Übergriffe des Musikproduzenten beschrieben. Als 24-Jährige sei sie von ihm in New York sexuell belästigt worden. Sie habe diesen Vorfall lange verschwiegen und erst jetzt, nach Bekanntwerden sexueller Vorwürfe gegen Prominente wie Harvey Weinstein, darüber gesprochen.

Simmons war zuvor schon von einem Model wegen sexueller Vergehen im Jahr 1991 beschuldigt worden. Mitte November schilderte die Frau in der „Los Angeles Times“ angebliche Übergriffe, als sie 17 gewesen sei. Simmons reagierte auf die Veröffentlichung mit einem Statement auf Twitter, in dem er Anschuldigungen von nicht-einvernehmlichem Sex energisch zurückwies. Def Jam gehört mit Künstlern wie Kanye West und Q-Tip zu den wichtigsten Hip-Hop-Labeln Amerikas.

dpa

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