US-Produzentenvereinigung schließt ihn aus

Medien: Scotland Yard ermittelt in mehreren Fällen gegen Weinstein

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Harvey Weinstein.

Die britische Polizei ermittelt nach übereinstimmenden Medienberichten wegen sexueller Übergriffe auf sieben Frauen gegen den Filmproduzenten Harvey Weinstein.

Los Angeles -  Es soll dabei um Taten gehen, die von den frühen 80er Jahren bis 2015 stattgefunden haben. Zwei Frauen berichteten demnach von mehrfachen sexuellen Übergriffen durch Weinstein. Scotland Yard wollte auf Anfrage am Dienstag den Namen Weinstein nicht bestätigten, veröffentlichte aber eine Mitteilung zur „Operation Kaguyak“, aus der die Medien zitierten.

Die britische Premierministerin Theresa May forderte unterdessen wirkungsvollere Maßnahmen gegen sexuelle Übergriffe im Parlament. Sie habe Vertrauen in ihre Regierung, sagte ein Sprecher am Dienstag in London. Zuvor waren Vorwürfe gegen Abgeordnete laut geworden.

Auch Verteidigungsminister Michael Fallon geriet unter Druck, als ein 15 Jahre alter Vorfall bekannt wurde: Er hatte damals bei einem Dinner einer Journalistin wiederholt ans Knie gefasst. Die Frau nahm dies gelassen und twitterte nun: „Meine Knie blieben intakt.“ Nach Angaben des Regierungssprechers wird der Vorfall nicht untersucht.

Außerdem soll ein Staatssekretär seine Assistentin damit beauftragt haben, Sex-Spielzeug zu kaufen. Gegen ihn läuft nach Regierungsangaben jetzt ein Disziplinarverfahren.

Laut „Times“ zirkuliert unter Mitarbeitern der konservativen Fraktion des britischen Unterhauses eine Liste mit fast 40 Abgeordneten, darunter mehrere Regierungsmitglieder, gegen die es Vorwürfe wegen „unangemessenen Verhaltens“ geben soll.

US-Produzentenvereinigung schließt Harvey Weinstein aus

Die US-Vereinigung der Filmproduzenten hat Hollywood-Mogul Harvey Weinstein aus ihren Reihen ausgeschlossen. Die einstimmige Entscheidung gelte auf Lebenszeit, teilte die Producers Guild of America (PGA) am Montag (Ortszeit) mit. Mit dem beispiellosen Schritt reagiere die Vereinigung auf die zahlreichen Berichte über Weinsteins jahrzehntelanges "verwerfliches Verhalten". "Sexuelle Belästigung darf nicht länger in unserer Industrie toleriert werden."

Der lange einflussreiche Hollywood-Produzent Weinstein soll über drei Jahrzehnte hinweg Frauen sexuell belästigt haben. Mehr als 50 Frauen haben sich mit entsprechenden Vorwürfen gemeldet, darunter Stars wie Gwyneth Paltrow und Angelina Jolie. Mindestens sieben Frauen werfen Weinstein vor, sie vergewaltigt zu haben. In New York und Großbritannien wurden bereits Ermittlungen gegen ihn eingeleitet.

AFP/dpa

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