Boom im Inland

Achtes Rekordjahr beim Deutschland-Tourismus

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Nicht nur die Sächsische Schweiz, sondern ganz Deutschland, liegt bei Touristen hoch im Kurs. Foto: Monika Skolimowska

Urlaub zwischen Usedom und Garmisch-Partenkirchen, Messen und Kongresse: Deutschland punktet bei Urlaubern und Geschäftsreisenden.

Wiesbaden (dpa) - Deutschland ist als Reiseland so beliebt wie nie zuvor. 2017 setzte sich der Boom des Inlands-Tourismus das achte Jahr in Folge fort.

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland stieg 2017 um 3 Prozent auf den neuen Bestwert von 459,6 Millionen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Auch in diesem Jahr dürfte der positive Trend anhalten.

Der Zuwachs fällt aber möglicherweise etwas schwächer aus. So rechnet der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) mit einem Anstieg der Übernachtungszahlen um bis zu 2 Prozent.

"Deutschland ist für Touristen wie Geschäftsreisende aus dem In- und Ausland attraktiv", sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick. "Nicht nur Städtereisen liegen hierzulande im Trend, Deutschland zählt auch zu den weltweit führenden Kongress- und Tagungsstandorten."

Besonders beliebt ist bei vielen Bundesbürgern zudem Urlaub im eigenen Land. Mit einem Anteil von etwa 30 Prozent werden nach Einschätzung der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) Urlaubsziele im Inland auch 2018 die Hitliste der Deutschen anführen. "Für alle Reisen gilt: Deutschland ist das Reiseziel Nummer eins", sagte Tourismusexperte Martin Lohmann jüngst.

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Übernachtungen von Reisenden aus dem Ausland gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent auf 83,9 Millionen. Aus dem Inland gab es einen Zuwachs um 3 Prozent auf 375,7 Millionen. Die Wiesbadener Behörde erfasst Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Gästebetten.

Sorgen bereiten der Branche allerdings der Fachkräftemangel und die aus ihrer Sicht wachsende Bürokratie. Zöllick verwies in diesem Zusammenhang auf den Koalitionsvertrag von Union und SPD. Er enthalte jede Menge neue Reglementierungen und Belastungen für die Betrieben, insbesondere im Arbeits- und Sozialrecht.

Mitteilung Bundesamt

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