Seatrade Europe

Aida Cruises legt erstes Flüssiggas-Schiff auf Kiel

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Feierliche Kiellegung: Die "Aida Nova" wird in der Meyer Werft in Papenburg gebaut und ist das erste Kreuzfahrtschiff der Reederei, das komplett mit Flüssiggasantrieb (LNG) betrieben werden kann. Foto: Aida Cruises/dpa-tmn

Viele Kreuzfahrtschiffe sind Umweltsünder. Doch das soll sich ändern. Nun lässt Aida Cruises das erste Flüssiggas-Schiff bauen.

Hamburg (dpa/tmn) - Aida Cruises hat das erste Kreuzfahrtschiff auf Kiel gelegt, das komplett mit Flüssiggasantrieb (LNG) betrieben werden kann. Die offizielle Zeremonie fand am Dienstag (5. September) auf der Kreuzfahrtmesse Seatrade Europe in Hamburg statt (6. bis 8. September).

Gebaut wird die "Aida Nova" in der Meyer Werft Papenburg. Ab Dezember 2018 sind die ersten Fahrten des 2600-Kabinen-Schiffs geplant. 

Auf den bisherigen Flaggschiffen der Aida-Flotte, der "Aida Prima" und "Aida Perla", ist ein Betrieb mit LNG nur im Hafen möglich. Dort wird das LNG mit Lkw angeliefert. Die "Aida Nova" kann dagegen komplett mit dem Flüssigerdgas fahren. Möglich machen das drei riesige Tanks an Bord. 

Das Thema Umweltschutz und Antriebstechnik ist derzeit eine der größten Herausforderungen der Branche. Nicht nur Aida Cruises, sondern auch andere Reedereien setzen auf LNG. Die Schwestergesellschaften Costa, P&O Cruises und Carnival Cruise Line haben bei der Meyer Werft in Papenburg und Turku ebenfalls solche Schiffe in Auftrag gegeben. In Papenburg lässt auch Disney Cruise Line drei LNG-Schiffe bauen. MSC hat bei STX in Frankreich vier Riesenneubauten mit LNG-Antrieb geordert.

Hurtigruten wählt bei seinem neuen Expeditionsschiff "Roald Amundsen", das im kommenden Jahr in Dienst gestellt wird, einen etwas anderen Weg. Es ist mit einem Hybrid-Motor ausgestattet, also einer Mischung aus Diesel- und Elektroantrieb.

Der Naturschutzbund Nabu hatte am Dienstag den Reedereien in Sachen Umweltschutz ein schlechtes Zeugnis ausgestellt und vor allem kritisiert, dass noch viele Schiffe mit Schweröl unterwegs seien. Eine Besserung der Situation sei erst mit den LNG-Schiffen zu erwarten. 

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