Städtereise

Amsterdam schränkt Kiffer und Rotlicht-Tourismus ein

Rotlichtviertel in Amsterdam: Grölende Junggesellen-Touren sind dort nicht mehr erlaubt. Foto: Koen Van Weel/epa/dpa-tmn
1 von 5
Rotlichtviertel in Amsterdam: Grölende Junggesellen-Touren sind dort nicht mehr erlaubt. Foto: Koen Van Weel/epa/dpa-tmn
Joint anzünden und high sein: Amsterdam lebt in Teilen auch vom Geschäfts mit Cannabis, das in Coffeeshops legal verkauft wird. Foto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn
2 von 5
Joint anzünden und high sein: Amsterdam lebt in Teilen auch vom Geschäfts mit Cannabis, das in Coffeeshops legal verkauft wird. Foto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn
Coffeeshop im Rotlichtviertel von Amsterdam: Dem legalen Kiffer sind enge Grenzen gesetzt. Foto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn
3 von 5
Coffeeshop im Rotlichtviertel von Amsterdam: Dem legalen Kiffer sind enge Grenzen gesetzt. Foto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn
Das Geschäft mit der grünen Cannabis-Pflanze blüht auch weiterhin in Amsterdam - doch es geht strenger zu als noch vor einigen Jahren. Foto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn
4 von 5
Das Geschäft mit der grünen Cannabis-Pflanze blüht auch weiterhin in Amsterdam - doch es geht strenger zu als noch vor einigen Jahren. Foto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn
In Coffeeshops können Touristen in den Niederlanden legal Gras kaufen - in Amsterdam gelten aber strenge Regeln. Foto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn
5 von 5
In Coffeeshops können Touristen in den Niederlanden legal Gras kaufen - in Amsterdam gelten aber strenge Regeln. Foto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn

Bei Amsterdam denken viele Reisende auch an Coffeeshops, Gras und das berüchtigte Rotlichtviertel. Doch die Stadt hat genug von Exzessen und grölenden Männergruppen - und stellt strenge Regeln auf.

Amsterdam (dpa/tmn) - Amsterdam stöhnt unter dem Druck des Massentourismus. Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 20 Millionen Besucher die Stadt mit ihren rund 800.000 Einwohnern.

Außer Grachten und Rembrandt sind nach wie vor die Coffee-Shops mit ihrem Cannabis und das Rotlichtviertel enorm populär - aus Sicht der Stadt zu populär. Vor allem das Rotlichtviertel ist fast ständig überfüllt. Jetzt greift Amsterdam durch.

Wer darf noch in die Coffeeshops?

Touristen ab 18 Jahre dürfen in einem der rund 160 Coffeeshops von Amsterdam Cannabis kaufen, maximal fünf Gramm pro Tag und dort auch ihren Joint rauchen. Sogenannte harte Drogen aber wie Kokain oder Ecstasy sind überall verboten. Coffeeshop-Besucher müssen sich ausweisen. Verkauf an Minderjährige ist verboten. Wer jünger ist als 18 Jahre, darf noch nicht einmal einen Coffeeshop betreten.

Wo darf man kiffen?

Im Prinzip darf man auf der Straße und in Parks kiffen, aber nicht in öffentlichen Gebäuden - und sowieso nicht in Kneipen und Cafes, denn dort gilt ein allgemeines Rauchverbot. Rund um Schulen und Kinderspielplätze ist Kiffen oft verboten.

Und wie ist es mit Alkohol?

Das ist kurios: In großen Teilen der Amsterdamer City darf man zwar auf der Straße einen Joint rauchen, aber keinen Alkohol trinken. Abseits von offiziellen Terrassen von Cafés und Kneipen kann das Bier beim Grachtenschauen 95 Euro Strafe kosten - an Ort und Stelle.

Welche Regeln gelten fürs Rotlichtviertel?

Die Wallen, das Rotlichtviertel im ältesten Teil der Stadt, waren seit Jahrhunderten ein Ort für vieles, was Gott und Gesetz nicht duldeten. Bis heute fasziniert das auch Touristen. Täglich ziehen rund 115 Gruppen mit Stadtführer durch die Gassen. Damit ist jetzt Schluss. Ab dem 1. April sind Stadtführungen verboten.

Auch das Fotografieren der Frauen ist untersagt. Und lautstarkes Pöbeln vor den Fenstern ist verboten, weil die Frauen dies als respektlos empfinden. Gruppen - dabei sind besonders die berüchtigten Junggesellenpartys gemeint - dürfen nicht mehr auf engen Gassen oder Brücken stehen bleiben. Auf der Straße Alkohol zu trinken und Drogen einzunehmen, wird ebenfalls nicht toleriert.

Neue Regeln fürs Rotlichtviertel und Gruppen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Restzahlung für Mai-Reisen wird meist nicht fällig

Urlaub im Mai? Nach derzeitiger Lage scheint das wegen der anhaltenden Corona-Pandemie höchst fraglich. Viele Reiseveranstalter reagieren auf die ungewisse Situation.
Restzahlung für Mai-Reisen wird meist nicht fällig

Diesen Zoo können Sie besuchen, ohne aus dem Haus zu gehen

Der Frühling ist da, an sich die beste Zeit für einen Zoo-Besuch. Doch die Corona-Krise durchkreuzt die Pläne. Warum also nicht ein virtueller Rundgang?
Diesen Zoo können Sie besuchen, ohne aus dem Haus zu gehen

Diese Länder lockern ihre Corona-Maßnahmen

Ganz bedächtig und nur ein vorsichtiger Schritt nach dem anderen: Mehrere Länder wagen eine erste Lockerung ihrer in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen. Bei einigen …
Diese Länder lockern ihre Corona-Maßnahmen

Tourismusverband MV für Verschiebung der Sommerferien

Wäre es besser, wenn in diesem Jahr wegen der Corona-Krise die Sommerferien einfach auf den Frühherbst verschoben werden könnten? Die Reisebranche macht einen Vorschlag.
Tourismusverband MV für Verschiebung der Sommerferien

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.