Bis zu 2.000 Euro

Diese Stadt zahlt Ihnen Geld, damit Sie dort wohnen

Eine idyllische Stadt in der süditalienischen Region Apulien bietet denjenigen bis zu 2.000 Euro, die sich entscheiden, dorthin zu ziehen. Nur: Wieso das Ganze?

Der kleine Ort Candela ist von grünen Hügeln und Wäldern umgeben und hat trotz seiner Idylle ein Problem: In den letzten Jahre ist die Bevölkerung der Stadt von 8.000 auf 2.700 Einwohner gesunken. Der Bürgermeister von Candela will mit einem ungewöhnlichen Plan die rückläufigen Einwohnerzahlen und damit auch das Leben der Stadt retten. 

Geld für Umzug nach Candela

Candela ist eine malerische Stadt, die von weißen Häusern mit umlaufenden Terrassen, barocken Gebäuden und Kirchen gezeichnet ist. Doch durch die gemütlichen Gassen laufen nur noch wenige Menschen.

Bürgermeister Nicola Gatta hat sich daher etwas einfallen lassen, wie das Portal The Telegraph berichtet. Er bietet jedem, der in die Stadt zieht, einen einmaligen Bonus an: Singles sollen 800 Euro bekommen, Paare 1.200 Euro, etwa 1.500 bis 1.800 Euro soll es geben, wenn drei Mitglieder in die Stadt ziehen. Familien mit vier bis fünf Mitgliedern winken über 2.000 Euro.

"Ich arbeite jeden Tag mit Leidenschaft und Engagement daran, Candela ihren alten Glanz zurückzubringen", so Nicola Gatta. "Bis in die 1960er Jahre nannten Reisende es noch "kleines Neapel", wegen der bewegten Straßen voller Wanderer, Touristen, Händler und Verkäufer."

Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Die jungen Bewohner von Candela sind für den Job woanders hingezogen. Die idyllische Stadt entwickelt sich immer mehr hin zu einer Geisterstadt. Deshalb entschied sich der Bürgermeister zu solch drastischen Maßnahmen.

Neuzugänge müssen dauerhaft in Candela leben

Neue Bewohner müssen dauerhaft im Dorf leben, ein Haus oder eine Wohnung mieten und ein Gehalt von mindestens 7.500 Euro pro Jahr haben, erklärte Stefano Bascianelli, Stellvertreter von Nicola Gatta. Das seien die Voraussetzungen für die Bonuszahlungen. "Wir wollen nicht, dass Menschen hierher strömen, weil sie denken, dass sie von den Einnahmen des Rathauses leben können. Alle neuen Bewohner der Stadt müssen arbeiten und ein Einkommen haben", sagte er.

Das idyllische Städtchen Candela.

Die Stadt erwägt sogar, ihren neuen Bewohnern Steuergutschriften für Abfallentsorgung und einzelne Rechnungen anzubieten. Berichten zufolge sollen bereits sechs Familien aus Norditalien in die Stadt gezogen sein, fünf weitere haben sich für das Projekt beworben.

So wird die Stadt potenziellen Bewohnern schmackhaft gemacht

"Die Lebensqualität ist hier gestiegen. Es gibt hier seit 20 Jahren keine Verbrechen mehr", betont Stefano Bascianelli. Francesco Delvecchio, ein Bewohner von Candela, der vor der Maßnahme aus einem anderen Teil Apuliens nach Candela gezogen ist, erzählt: "Wir pflegen einen ruhigen und einfachen Lebensstil. Keine Menschenmassen, kein Verkehr, kein Smog. Wir liegen direkt an der Kreuzung von drei wunderschönen italienischen Regionen: Kampanien, Basilikata und Molise." Die Strände Apuliens seien nur eine kurze Autofahrt von der Stadt entfernt.

Die Stadt habe zudem in den vergangenen Monaten ein Facelifting erhalten: Mit öffentlichen Mitteln seien alte Palazzi, Straßen und Plätze restauriert worden.  Zudem sei der Ort wieder mehr auf lokale Aktivitäten und Veranstaltungen ausgerichtet, so etwa Lagerfeuer und Folklore-Festivals, um die historischen Traditionen zu bewahren.

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Vom Gianicolo, einem Hügel im Stadtteil Trastevere, hat man einen überragenden Blick über ganz Rom.
Vom Gianicolo, einem Hügel im Stadtteil Trastevere, hat man einen überragenden Blick über ganz Rom. © Simona Asam
Der Petersdom - oder Basilica Sancti Petri in Vaticano - ist eine der bedeutendsten Kirchen der Welt. Der Dom fasst rund 20.000 Menschen und damit eines der größten Kirchengebäude weltweit.
Der Petersdom - oder Basilica Sancti Petri in Vaticano - ist eine der bedeutendsten Kirchen der Welt. Der Dom fasst rund 20.000 Menschen und ist damit eines der größten Kirchengebäude weltweit. © Simona Asam
Das Forum Romanum liegt zwischen den drei von insgesamt sieben Hügeln, auf denen Rom erbaut ist: Kapitol, Palatin und Esquilin. Die anderen vier heißen Quirinal, Viminal, Aventin und Caelius. Das Forum Romanum war der Mittelpunkt des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Lebens des antiken Roms.
Das Forum Romanum liegt zwischen den drei von insgesamt sieben Hügeln, auf denen Rom erbaut ist: Kapitol, Palatin und Esquilin. Die anderen vier heißen Quirinal, Viminal, Aventin und Caelius. Das Forum Romanum war der Mittelpunkt des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Lebens des antiken Roms. © Simona Asam
Ein Spaziergang im Forum Romanum bietet ein Spektakel an antiken Ruinen und Bauwerken.
Ein Spaziergang im Forum Romanum bietet ein Spektakel an antiken Ruinen und Bauwerken. © Simona Asam
Der Largo di Torre Argentina ist ein Platz im Stadtviertel Pigna in Rom. Er enthält Ausgrabungen von antiken Tempeln und ist für Besucher nicht zugänglich. Dafür ist das Ausgrabungsareal aber für seine zahlreichen Katzen bekannt, die dort leben und von vielen Anwohner und einer Pflegestation am Rande des Platzes gefüttert und gepflegt werden. 
Der Largo di Torre Argentina ist ein Platz im Stadtviertel Pigna in Rom. Er enthält Ausgrabungen von antiken Tempeln und ist für Besucher nicht zugänglich. Dafür ist das Ausgrabungsareal aber für seine zahlreichen Katzen bekannt, die dort leben und von vielen Anwohner und einer Pflegestation am Rande des Platzes gefüttert und gepflegt werden.  © Simona Asam
Die spanische Treppe ist ein beliebter Ort bei Touristen, die sich auf ihren Stufen in der Sonne von ihrer Sightseeing-Tour erholen.
Die spanische Treppe ist ein beliebter Ort bei Touristen, die sich auf ihren Stufen in der Sonne von ihrer Sightseeing-Tour erholen. © Simona Asam
Das Vittorio-Emanuele-Monument: Die von Römern scherzhaft genannte "Schreibmaschine" befindet sich an der Piazza Venezia.
Das Vittorio-Emanuele-Monument: Die von Römern scherzhaft genannte "Schreibmaschine" befindet sich an der Piazza Venezia. © Simona Asam
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Die Piazza del Popolo ist einer der bekanntesten und berühmtesten Plätze Roms. Von ihm weg führt die Via del Corso, auf der Urlauber ganz hervorragend flanieren und shoppen können. © Simona Asam
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Blick in die Kuppel des Pantheons: Das Pantheon ist ein Bauwerk, das zur Kirche geweiht wurde. Es verfügt über die größte Kuppel weltweit und ist sehr gut erhalten. © Simona Asam
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Eine Kutschfahrt durch Rom ist nicht ganz günstig und durch das viele Kopfsteinpflaster eine wackelige Angelegenheit - umso schöner ist aber die Stimmung, die dabei aufkommt. © Simona Asam
Von dem Hügel Gianicolo hat man einen tollen Blick auf die Kuppel des Petersdoms.
Von dem Hügel Gianicolo hat man einen tollen Blick auf die Kuppel des Petersdoms. © Simona Asam

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