Impfschutz prüfen

Mumps in den USA und Irland

+
Eine Impfung gegen Mumps ist wichtig, denn je älter die Patienten bei Ansteckung sind, desto höher ist das Risiko von Komplikationen. Dazu gehören Entzündungen der Hirnhaut sowie von Hoder oder Eierstöcken. Foto: Marius Becker

In den USA und Irland gibt es derzeit Mumpsausbrüche. In Deutschland gehört die Schutzimpfung gegen den Virus zum empholenen Standard-Impfprogramm bei Kleinkindern. Reisende sollten dennoch ihren Impfschutz prüfen.

Stuttgart (dpa/tmn) - Wer Reisen oder einen längeren Aufenthalt in den USA plant, sollte seinen Impfschutz gegen Mumps prüfen. Das gilt insbesondere für Austauschschüler und -studenten, warnt das Centrum für Reisemedizin (CRM).

In den USA melden derzeit mehrere Universitäten Mumps-Ausbrüche. Betroffen sind Hochschulen in den Bundesstaaten Florida, Pennsylvania, Indiana und Texas. Landesweit gibt es zurzeit rund 1300 Fälle. Ähnlich groß ist die Zahl der Mumps-Erkrankungen in Irland, bereits jetzt zählt das Land damit doppelt so viele Fälle wie im gesamten vergangenen Jahr. Auch vor Reisen nach Irland lohnt sich daher ein Blick in den Impfpass.

Der genaue Grund für die Ausbrüche ist unklar. Ein möglicher Infektionsherd an den US-Unis sind gemeinsam genutzte Wasserflaschen und anderes Geschirr. Auf diesem Weg könne sich das Mumps-Virus verbreiten.

Der Schutz vor Mumps gehört zur MMR-Schutzimpfung. Sie ist Teil des von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Standard-Impfprogramms. Babys beziehungsweise Kleinkinder bekommen die MMR in der Regel mit 10 Monaten und dann noch einmal vier bis zwölf Monate später. Jugendliche oder Erwachsene, die den schützenden Piekser verpasst haben, können ihn nachholen.

Typisch für Mumps ist eine meist doppelseitige entzündliche Schwellung der Ohrspeicheldrüse, meist in Kombination mit weiteren Symptomen wie Fieber. Je älter Patienten bei der Ansteckung sind, desto höher ist das Risiko von Komplikationen. Dazu gehören Entzündungen der Hirnhaut sowie von Hoden oder Eierstöcken.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Es gibt eine geheime Tür in Fliegern - Besatzungsmitglied packt aus

Haben Sie gewusst, dass es versteckte Falltüren gibt, über die Flugbegleiter im Notfall flüchten können? Ein Crew-Mitglied hat nun verraten, wo sich diese befinden.
Es gibt eine geheime Tür in Fliegern - Besatzungsmitglied packt aus

Bahn erstattet Fahrpreis bei virusbedingtem Eventausfall

Messen, Konzerte, Sportereignisse - wegen des Coronavirus werden derzeit zahlreiche Großveranstaltungen abgesagt. Immerhin: Die Bahn zeigt sich kulant und zahlt die …
Bahn erstattet Fahrpreis bei virusbedingtem Eventausfall

Keine Zusatzkosten für Teneriffa-Gäste

Auf Teneriffa steht ein Hotel weiter unter Quarantäne: Wegen eines Coronavirus-Verdachts dürfen die Gäste vorerst nicht abreisen. Doch wer übernimmt die Kosten für den …
Keine Zusatzkosten für Teneriffa-Gäste

Coronavirus in Italien: Was Urlauber jetzt beachten müssen

Die Zahl der Infektionen und Toten durch das Coronavirus steigt schneller. Die Weltgesundheitsorganisation erklärt den Notstand, um Maßnahmen zu koordinieren.
Coronavirus in Italien: Was Urlauber jetzt beachten müssen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.