Gourmetführer Michelin

Neue Restaurants in Frankreich erhalten drei Sterne

Große Freude: Der aus Argentinien stammende Starkoch Mauro Colagreco (r) und Küchenchef Laurent Petit aus der Alpenregion Savoyen erhielten jeweils drei Sterne. Foto: Rafael Yaghobzadeh/AP
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Große Freude: Der aus Argentinien stammende Starkoch Mauro Colagreco (r) und Küchenchef Laurent Petit aus der Alpenregion Savoyen erhielten jeweils drei Sterne. Foto: Rafael Yaghobzadeh/AP

Ein frischer Wind bei Michelin? Der Gastronomieführer zeichnet neue Küchenstars aus, doch bekannte Häuser wie die "Auberge de l'Ill" im Elsass haben das Nachsehen. Und ein "Küchenrebell" bekommt wieder Sterne.

Paris (dpa) - Der Michelin-Gastronomieführer hat zwei neue Restaurants im Stammland Frankreich mit drei Sternen ausgezeichnet. Die Spitzennote erhielten der aus Argentinien stammende Starkoch Mauro Colagreco und Laurent Petit aus der Alpenregion Savoyen.

"Sie lohnen eine Reise", sagte der neue Chef des Guide Michelin, Gwendal Poullennec, in Paris mit Blick auf Drei-Sterne-Feinschmeckertempel. Petit hob bei der Preisverleihung hervor, dass er auf eine fleischlose Natur-Küche setzt.

Drei Häuser in der gastronomischen Champions League Frankreichs müssen nun auf die Topnote verzichten. Der für seinen breitkrempigen schwarzen Hut bekannte "Bauern-Koch" Marc Veyrat vom "Maison des Bois" in Savoyen hat nun nur noch zwei Sterne, ebenso wie das Traditionsrestaurant "Auberge de l'Ill" in Illhaeusern im Elsass und das "Astrance" in Paris. Zusammen gibt es nun 27 Edel-Restaurants in Frankreich und Monaco mit drei Sternen.

Poullennec machte deutlich, dass beim Traditionsführer Michelin ein neuer Wind weht. "Küchenrebell" Sébastien Bras aus dem Zentralmassiv, der im vergangenen Jahr spektakulär auf seine drei Sterne verzichtet hatte und dann im "Guide rouge" überhaupt nicht mehr aufgeführt war, taucht in der Ausgabe für 2019 wieder auf - dieses Mal mit zwei Sternen. Das Stammrestaurant des vor einem Jahr gestorbenen Gastronomiepapstes Paul Bocuse bei Lyon behielt seine Topnote von drei Sternen.

Der neue Drei-Sterne-Koch Colagreco führt das "Mirazur" in Menton an der Côte d'Azur und galt schon länger als ein Anwärter für die Topnote. Petit kocht im "Clos des Sens" in Annecy. Colagreco war bei der Verleihung zu Tränen gerührt und dankte seinen Mitarbeitern. "Ich bin so geehrt", rief er.

Fünf neue Restaurants erhielten die Bewertung zwei Sterne - ausgezeichnet wurden vier "Chefs", wie Spitzenköche in Frankreich heißen, und eine Köchin, Stephanie Le Quellec vom "La Scène" in Paris.

Michelin will mehr Frauen mit den begehrten Sternen für Spitzenrestaurants auszeichnen. "Sie sind Beispiele", sagte Poullennec. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Kritik gegeben, dass der traditionsreiche "Guide rouge" vor allem Männer in der Küche auszeichnet. Die einzige Frau, die mit ihrem Restaurant in Frankreich drei Sterne trägt, ist Anne-Sophie Pic aus Valence im Süden des Landes.

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