Im Corona-Winter

Ranger sollen Skitourengeher am Spitzingsee anleiten

Skitourengeher
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Als Ansprechpartner für Naturschutzfragen und Pandemieschutzauflagen stellt der oberbayerische Landkreis Miesbach in diesem Winter erstmals Ranger ein. Foto: Tobias Hase/dpa/Illustration

Im Corona-Sommer wurde der oberbayerische Landkreis Miesbach von Touristen und Tagesausflüglern förmlich überrannt. Um die Natur zu schützen und mehr Sicherheit zu bieten, rüstet sich die Region jetzt mit Rangern für den Winter.

Miesbach (dpa) - Ranger sollen Skitourengeher im Landkreis Miesbach in diesem Winter erstmals auf Schutzzonen, sichere Routen und Corona-Regeln hinweisen. 30 Freiberufler würden im Rahmen der Aktion derzeit geschult, teilte das Kommunalunternehmen Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) mit.

Die Ranger sollen demnach noch im Dezember an beliebten Routen von Skitourengehern im Landkreis, zum Beispiel rund um die Rotwand oder am Spitzingsee, unterwegs sein. Viele von ihnen seien bereits in ähnlichen Berufen aktiv, unter anderem als Bergführer oder Erlebnispädagogen, sagte ATS-Geschäftsleiter Thorsten Schär. 

Die Entscheidung für die Aktion sei schon vor der Schließung von Skigebieten in Bayern gefallen, betonte Schär. «Wir hatten schon vor Corona viele Tourengeher - aber die Entwicklung verstärkt den Andrang sicher noch einmal.»

Nachdem der Landkreis im vergangenen Jahr schon einmal ein kleineres Rangerprojekt im Sommer gestartet hatte, sei die Region dieses Jahr vom Juni an durch die zahlreichen Touristen und Tagesausflügler überrannt worden, sagte Schär. Mit den Rangern sei man nun besser für den Winter gerüstet.

Darüber hinaus schafft das Landratsamt Miesbach zwei feste Stellen für Ranger in der Region. Diese würden dann unter anderem die Koordination der Einsätze ihrer freiberuflichen Kollegen übernehmen, sagte Schär. Allerdings werde dies wohl erst im Frühjahr 2021 der Fall sein.

© dpa-infocom, dpa:201208-99-613811/4

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