Modernisierung

Russland will elektronisches Visum einführen

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Für das elektronische Visum reicht es aus, den Reisepass einzuscannen und ihn auf der Antragsseite hochzuladen. Foto: Rolf Vennenbernd

Um ein Visum zu bekommen, müssen Russland-Reisende viel Aufwand betreiben. Bald soll das Verfahren digitalisiert werden. Die elektronische Einreiseerlaubnis begrenzt den Aufenthalt jedoch auf etwas mehr als zwei Wochen.

Moskau (dpa/tmn) - Touristen sollen vor ihrer Reise nach Russland leichter an ein Visum kommen. In anderthalb Jahren solle für die Einreise ein elektronisches Visum ausreichen, berichteten russische Medien. Das habe Präsident Wladimir Putin angeordnet.

Damit würden Fahrten zu Visa-Zentren entfallen. Mit diesem Visum soll demnach ein Aufenthalt von bis zu 16 Tagen möglich sein - für Touristen, Geschäftsreisen oder aus humanitären Gründen. Schon viele Länder haben auf elektronische Visa umgestellt. Statt gedruckte Unterlagen einzureichen, werden die geforderten Dokumente - zum Beispiel der Visaantrag und der Reisepass - eingescannt und auf der Antragsseite für das elektronische Visum hochgeladen. Die Bestätigung der Einreiseerlaubnis bekommt der Reisende nach einer Prüfung per E-Mail zugeschickt.

Für welche Länder dieses Visum gelten solle, werde vom Außenministerium geregelt, hieß es. Es werde aber davon ausgegangen, dass etwa die EU, China und Südkorea davon profitieren würden. Derzeit rechne man mit Kosten von 50 US-Dollar (fast 45 Euro). Das wäre günstiger als bisher.

In der Startphase solle es für Städte wie Moskau, St. Petersburg und Kasan gelten, heißt es in den Berichten. Die Tourismusbranche rechnet mit Einführung des sogenannten E-Visums mit deutlich mehr Touristen. Der Anteil ausländischer Gäste könnte um bis zu 25 Prozent zulegen.

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