Wintereinbruch in Deutschland

Schnee führt zu Unfällen und Flugausfällen

+
Auf dem größten deutschen Verkehrsflughafen kam es in Folge des Wintereinbruchs zu Verspätungen und Flugausfällen im Flugverkehr. Foto: Andreas Arnold/dpa

Der verschneite Auftakt der Adventszeit bereitet auf Straßen, Schienen und Flughäfen Probleme. In den Hochlagen der Alpen steigt die Lawinengefahr.

Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem Wintereinbruch und zahlreichen Unfällen im Schnee hat sich die Lage auf Deutschlands Straßen etwas beruhigt. Auch auf dem größtem Flughafen in Frankfurt sollte am Montag nach zahlreichen Ausfällen wieder Normalbetrieb herrschen.

240 Passagiere hatten in der Nacht zum Montag im Frankfurter Flughafen übernachten müssen. Insgesamt seien am Sonntag 254 Flüge annulliert worden, sagte ein Fraport-Sprecher am Morgen. Die Witterung war laut Fraport zum Wochenstart aber kein Problem mehr: "Wir gehen von einem Normalbetrieb aus", sagte der Sprecher. Allerdings fehlten wegen der abgesagten Flüge Flugzeuge vor Ort. Für Montag seien insgeamt 40 Flüge annulliert worden.

Am Stuttgarter Flughafen musste am Montag ein Eurowings-Flug von Bremen annulliert werden, wie eine Sprecherin des Airports sagte. Eine Lufthansa-Maschine von Stuttgart nach München konnte nicht starten. Weitere Ausfälle waren den Angaben zufolge am Montag nicht zu erwarten. Am Sonntag waren neun Verbindungen gestrichen worden.

Kräftiger Schneefall machte zeitweise auch dem Münchner Flughafen zu schaffen. Dort fielen am Sonntag nach Angaben eines Sprechers 13 Flüge aus. Am Montag sei der Flugverkehr dagegen wieder weitgehend störungsfrei verlaufen.

Auf den Straßen im Südwesten kam es in der Nacht zum Montag zu Unfällen mit Blechschäden. In Mannheim rutsche bei Schneematsch und überfrierender Nässe ein Lastwagenfahrer mit seinem Sattelzug von der Straße und prallte gegen eine Betonbegrenzung. Der Fahrer blieb unverletzt, wie die Polizei mitteilte.

Schon am Wochenende war es zu zahlreichen Glätteunfällen gekommen. In Niedersachsen starb eine 86-Jährige. Sie hatte in einem Auto gesessen, das bei Uelzen auf schneeglatter Straße in den Gegenverkehr krachte. In Thüringen erfror ein 83-Jähriger, der aus einem Altenheim verschwunden war.

In Bayern kamen am Wochenende zwei Menschen bei witterungsbedingten Unfällen ums Leben. Die Polizei zählte Hunderte Glätteunfälle. Während sich mit steigenden Temperaturen die Lage am Montagvormittag in Franken wieder etwas entspannte, bedeutete weiterer Schneefall in Teilen Oberbayerns und dem Voralpenland nach Polizeiangaben weiter schwierige Straßenverhältnisse.

In den Alpen in Bayern steigt die Lawinengefahr. Oberhalb von 1600 Metern werde im Laufe des Montags die dritte von fünf Warnstufen ("erheblich") erreicht, hieß es im Lagebericht des Lawinenwarndiensts Bayern.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kann es am Dienstag im Osten und Südosten im Bergland noch Schneefall geben. Die Schneefallgrenze steige auf etwa 600 bis 800 Meter. Am Mittwoch bringt der Nikolaus Sonne im Süden und Wolken im Norden.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Video

Unverbranntes Kerosin aus Flugzeugen: Wie gefährlich ist das wirklich?

Jedes Jahr lassen Flugzeuge hunderte Tonnen unverbranntes Kerosin über Deutschland ab. Aber warum wird das gemacht? Und wie gefährlich ist das wirklich?
Unverbranntes Kerosin aus Flugzeugen: Wie gefährlich ist das wirklich?

Dauerbrenner: So lacht das Netz über dieses Urlaubsfoto

"Dein Körper ist wie ein Tempel" besagt eine Weisheit. In diesem Fall trifft aber wohl eher etwas anderes zu: Sein Körper gleicht einer Insel.
Dauerbrenner: So lacht das Netz über dieses Urlaubsfoto

Weiterhin sehr gute Schneeverhältnisse

Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Das sind gute Nachrichten für die Ski-Enthusiasten. In den Skigebieten gibt es durchweg gute Bedingungen für Langläufer …
Weiterhin sehr gute Schneeverhältnisse

"Ekelhaft": So skandalös reiste ein Paar durch Neuseeland

Ein Paar wollte auf Reisen Geld sparen - und machte sich damit richtig unbeliebt. Denn dazu wählte es skandalöse Methoden.
"Ekelhaft": So skandalös reiste ein Paar durch Neuseeland

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.