Sie brennt unterirdisch

Ist "Silent Hill" Realität? Diese Horrorstadt gibt es wirklich

In der Film- und Games-Reihe "Silent Hill" dient eine Stadt als Metapher für Ängste und Schuld. Doch das Horrorstädtchen ist einem wahren Ort nachempfunden.

Die Geschichte von "Silent Hill", die in verschiedenen Videospielen und Filmen umgesetzt wurde, handelt im Wesentlichen von einer Horrorstadt, in der Angst und Bestrafung regieren. Das kleine Mädchen Cheryl, im Film Sharon genannt, ist verschollen und ihre Eltern (im Spiel der Vater, im Film die Mutter) begeben sich auf die Suche nach ihr. Dabei gelangen sie in die gruselige Stadt "Silent Hill".

In "Silent Hill" regnet es Asche, in der gesamten Stadt herrscht dichter Nebel und sie ist umgeben von einer tiefen Schlucht. Die Straßen sind menschenleer, gelegentlich ertönen Sirenen. Kurz darauf wird es unnatürlich schnell dunkel. Während tagsüber die Stadt von Asche bedeckt ist, regieren nachts Monster und entstellte Menschen den Ort.

Liegt auf dieser italienischen Insel wirklich ein Fluch?

Ist die Horrorstadt Realität?

Die Straßen sind durch das unterirdische Feuer aufgebrochen.

Wenngleich der Film in Kanada gedreht wurde, wurde "Silent Hill" tatsächlich einer echten Stadt nachempfunden - mal abgesehen von den Monstern: Centralia war einst eine Kleinstadt im US-amerikanischen Pennsylvania, in der 2.500 Menschen lebten. Bekannt war die Stadt für Anthrazitkohlenbergbau. Im Jahr 1962 ging eine Mülldeponie in Flammen auf, die nur schwer in den Griff zu bekommen waren. Laut einer Theorie sprang das Feuer auf die Kohle des Tagebaus über. Von dort aus breitete es sich unterirdisch auf große Teile des Stadtgebietes aus. Durch diese Kohlebrände 1966 wurde schließlich sogar der Eisenbahnverkehr zur Stadt eingestellt. In der Stadt ereigneten sich in den 1960er Jahren viele Morde und Fälle von Brandstiftung.

Unheimlich: Gehen in diesem Video Geister von Bord eines Flugzeugs?

Geisterstadt: Kaum jemand lebt noch in Centralia 

Auf Schildern wird vor der Gefahr der Stadt gewarnt.

Im Jahr 1981 war Centralia schließlich eine nahezu unbewohnbare Geisterstadt - die Einwohnerzahl sank von 2.500 auf lediglich zehn Menschen in fünf Haushalten. Die meisten von ihnen verließen die Stadt von selbst oder aufgrund von Räumungsklagen. Die ortseigene Schule steht nun leer, ebenso die Hotels, Theater, Kirchen und sämtliche Geschäfte. Man versuchte viele Jahre lang, das Feuer in Griff zu kriegen, doch ohne Erfolg. Mittlerweile haben die Behörden die Bekämpfung eingestellt. Forscher schätzen, das Feuer könne noch bis zu 200 Jahre weiterbrennen. Für Neugierige und Fans von gruseligen Orten ist Centralia heute ein beliebtes Reiseziel.

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sca

Dieser verlassene Freizeitpark birgt ein düsteres Geheimnis

Rubriklistenbild: © Screenshot Youtube

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