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Das sollten Sie auf keinen Fall tun, wenn Sie auf Wanderung in Gewitter raten

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Wanderer sollten sich bei Gewitter man besten mitten im Wald aufhalten oder Mulden von freien Wiesen suchen.
Wanderer sollten sich bei Gewitter man besten mitten im Wald aufhalten oder Mulden von freien Wiesen suchen. © dpa / Florian Gaertner

Blitz und Donner können bei einer Wanderung in den Bergen ganz überraschend kommen. Dann ist es wichtig, schnell Schutz zu suchen. Doch wo ist es am sichersten?

München/Bad Tölz - Um nicht vom Gewitter überrascht zu werden, sollten Wanderer unterwegs den Himmel genau beobachten. "Schnell aufsteigende Cumuluswolken - Haufenwolken - zeigen ein Gewitterrisiko an", erklärt Hannes Zollner von der Bergwacht Hochland.

Gewitter im Gebirge - so sollten Sie sich am besten verhalten

Generell ist die Gewittergefahr zwischen Mai und August nach Angaben des Deutschen Alpenvereins (DAV) am größten. Deshalb ist es wichtig, noch am selben Tag des Ausflugs die Wettervorhersage zu prüfen. Wenn diese negativ ausfällt und Gewitter an diesem Tag angekündigt sind, sollten Sie keine größere Tour machen und am besten mittags zurückkehren.

Gewitter können tödlich enden. Damit man auch bei Blitz und Donner gut geschützt ist, gibt es einige Dinge zu beachten. Die besten Tipps und Vorsichtsmaßnahmen, um sich bei Gewitter zu schützen, lesen Sie auch auf unseren Lokalseiten bei merkur.de*.

Zur Erinnerung: Meist treten die typischen Sommergewitter gegen frühen Nachmittag bis Abend auf. Es empfiehlt sich übrigens, auch während der Wanderung die aktuelle Wetterlage im Blick zu behalten.

Auch interessant: Diese Gefahren unterschätzen die meisten beim Wandern.

Sollten Wanderer trotz aller Vorsicht in ein Gewitter geraten, kommt es auf den richtigen Unterschlupf an: Unsicher sind laut DAV unter anderem Waldränder, Nischen in und unter frei stehenden Felsblöcken sowie frei stehende Bäume. Ratsam sei hingegen, sich mitten im Wald aufzuhalten oder Mulden von freien Wiesen zu suchen.

Gruppen sollten versuchen, Abstand zueinander zu halten, sagte Zollner. Ideal sei eine Schutzhütte, möglichst mit Blitzschutz. Zudem sollten Sie metallene Gegenstände, die Sie mit sich führen, weit entfernt von Ihnen ablegen. Ihr Handy sollten Sie hingegen in die Mitte Ihres Rucksacks legen, den Sie bei sich führen. Sie können es sogar angeschaltet lassen, da die Funkwellen sehr schwach sind.

So finden Sie heraus, ob der Blitz ganz in Ihrer Nähe einschlägt

"Je weniger Kontaktfläche zum Boden besteht, desto geringer ist die Gefahr von sogenannten Kriechströmen." Warnzeichen für eine steigende Blitzschlaggefahr: "Kribbeln auf der Haut, Sträuben der Haare, Surren von Metallgegenständen oder auch ein leises Knistern", so Zollner.

Erfahren Sie hier: Diese drei Dinge sollten Sie beim Wandern immer dabei haben.

Vorsicht: Zählen Sie weniger als dreißig Sekunden zwischen Blitz und Donner kann es gefährlich werden. Treten diese nur kurz nacheinander auf, ist jederzeit mit einem Einschlag ganz in Ihrer Nähe zu rechnen.

Wer sich dann auf freiem Feld direkt unterhalb eines Gewitters wiederfindet, sollte eine Schutzhaltung einnehmen: "Dazu kauert man sich mit geschlossenen und angezogenen Beinen am besten auf eine isolierende Unterlage wie einen trockenen Rucksack oder ein Kletterseil", rät Janina Schicht vom DAV. Auch Höhlen können Schutz bieten - wenn sie groß genug sind.

Schätzungen zufolge werden jährlich rund hundert Menschen vom Blitz getroffen.

Lesen Sie auch: Kuh-Attacken & Co. - so verhalten Sie sich am besten auf Wanderungen.

jp/dpa

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