Coronavirus

Im Urlaub angesteckt: Spanische Inseln übernehmen ab sofort alle Kosten für Corona-Infektion bei Touristen

Sonnenbaden am Strand von Malaga in Andalusien.
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Sonnenbaden am Strand in Spanien. (Symbolbild)

Urlaubs-Hotspots in Spanien sind zur Sommersaison 2020 wieder stark frequentiert. Die Kanarischen Inseln locken nun zudem mit einem Angebot der besonderen Art.

  • Spanienurlaub im Sommer 2020? Klingt für viele Deutsche so verlockend wie selten.
  • Deutschen wird von Urlaub* in einigen Urlaubsregionen Spaniens wegen der Coronavirus-Krise erneut abgeraten.
  • Die Kanarischen Inseln trumpfen jedoch auf - mit einem besonderen Angebot für Touristen.

Kanarische Inseln übernehmen für alle Gäste anfallende Kosten bei einer Corona-Infektion

Update vom 7. August 2020: Die Kanarischen Inseln versichern ab dieser Woche als erste Region Spaniens zukünftig alle Gäste gegen zusätzliche Kosten im Falle einer Corona-Infektion während des Urlaubs auf den Inseln. Im Ernstfall werden somit der Rückflug in die Heimat, die Quarantäne-Unterkunft und die medizinischen Kosten erstattet – zunächst für die kommenden 12 Monate. Ermöglicht wird die Police durch eine gemeinsame Kooperation der kanarischen Tourismusbehörde mit der AXA Spanien Gruppe, wie Yaiza Castilla, Ministerin für Tourismus und Vorsitzende Promotur Turismo de Islas Canarias, bekannt gab.

Damit unterstützen die Kanaren insbesondere Gäste, deren Versicherungen die Folgen einer Corona-Infektion nicht übernehmen. Erstmalig richtet der Versicherer AXA Spanien dazu eine exklusive Telefon-Hotline ein. Betroffene erhalten hier Auskunft über die konkrete Abwicklung und weiterer Schritte. Die Kanarischen Inseln sind somit die erste autonome Gemeinschaft Spaniens, die allen Besuchern – sowohl spanischen als auch ausländischen Urlaubern - einer Reisekrankenversicherung zukommen lassen. Voraussetzung ist, dass der Betroffene sich nicht mit dem Erreger angesteckt hat und davon schon vor der Einreise wusste.

Bereits zu Beginn der Pandemie hat die spanische Inselgruppe mit schnellem Durchgreifen der Verantwortlichen für niedrige Fallzahlen bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen gesorgt. Strenge Sicherheits- und Hygieneprotokolle sollen eine erneute Ausbreitung des Virus verhindern. Laut Ministerin Yaiza Castilla entsteht so eine „weitere Attraktion für das Reiseziel Kanaren“. 

Auswärtiges Amt zu Corona-Gefahr: In diesen Regionen Spaniens sollten Sie keinen Urlaub machen

Update vom 28. Juli 2020: Spanien war von COVID-19 im eruopaweiten Vergleich recht stark betroffen. Die Zahl der Neuinfektionen ist inzwischen aber wieder gesunken. Doch es bilden sich erneut Infektionsherde in einigen Regionen. Diese sind laut Auswärtigem Amt:

  • Aragón
  • Katalonien
  • Navarra

Daher heißt es auch auf der Website des Auswärtigen Amtes: „Von nicht notwendigen, touristischen Reisen in die autonomen Gemeinschaften Aragón, Katalonien und Navarra wird derzeit aufgrund erneut hoher Infektionszahlen und örtlichen Absperrungen abgeraten.“

In den oben genannten Regionen liegen beliebte Urlaubsdestinationen, wie etwa:

  • Barcelona
  • Tarragona
  • Pamplona
  • Saragossa
  • Costa Brava
  • Costa Daurada

Es werden derzeit Gesundheitsmaßnahmen nach einem Notfallplan in Spanien und den genannten Regionen durchgeführt. Diese umfassen Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen und häusliche Quarantäne. Informieren Sie sich vorher, wenn Sie eine Reise in die betriffenen Regionen geplant haben.

Strände in Spanien ab Sommer wieder offen - jedoch mit massiven Einschränkungen

Ursprüngliche Meldung: Die Kommunalverwaltung Andalusiens hat laut dem Portal Express angekündigt, 1.000 Kilometer Strände rechtzeitig für die Monate der Sommersaison wieder zu öffnen. Besuchern soll es im Juli und August wieder erlaubt sein, die Strände zu besuchen.

Dabei gibt es jedoch einen Haken: Strandbesucher werden im Sommer 2020 mit Einschränkungen rechnen müssen, um die Abstandsregeln aufrechtzuerhalten. Die Urlauber müssen strengen Regelungen Folge leisten. Die örtliche Polizei werde diese verfolgen und gegebenenfalls hart durchgreifen, wie es heißt.

Lesen Sie hier: Stiftung Warentest: Diese Auslandskranken­versicherungen haben die besten Tarife.*

Dazu erklärte Juan Manuel Moreno Bonilla, Präsident der Regierung von Andalusien, im Interview: "Wir werden eine Reihe von Eingrenzungen und bestimmte Messwerte festlegen müssen. Sobald die Kapazitäten festgelegt wurden, werden wir es niemandem sonst erlauben, bis es Impfungen und eine wirksame Behandlung gibt". Die lokale Polizei solle die Strände überwachen und sicherstellen, dass sich wirklich nur die Mengen an Menschen dort befinden, die zugelassen sind.

Bonilla erklärte, er sei "optimistisch", was die Wiedereröffnung der Strände betreffe, auch wenn es Einschränkungen gebe. "Es ist nicht das, was wir gewohnt sind, aber leider haben wir weder eine wirksame Behandlung noch einen Coronavirus-Impfstoff, aber daran werden wir uns gewöhnen müssen", sagte er.

Lesen Sie hier: Corona-Krise: Wann wird Urlaub in den USA wieder möglich sein?

Werden Urlauber im Sommer an Spaniens Strände reisen dürfen?

Ob und wann aber bald auch ausländische Urlauber wieder an Spaniens Stränden in der Sonne liegen dürfen, ist noch unklar. Nehme sich Andalusien ein Beispiel an den Kanarischen Inseln, könnte die Öffnung in Stufen stattfinden:

  • Strände werden für Einheimische geöffnet.
  • Auf den Kanarischen Inseln etwa sollen dann Besucher vom spanischen Festland folgen.
  • Erst ab den Herbstmonaten sollen dann ausländische Besucher wieder zugelassen werden.

Es bleibt also abzuwarten, wann Deutsche wieder in dem beliebten Reiseland Spanien Urlaub machen dürfen.

Auch interessant: Reise-Experten machen Hoffnung: Ist eine Urlaubsreise doch bald wieder möglich?

sca

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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