Sicherheit, Umweltschutz & mehr

Stiftung Warentest: Kreuzfahrten unter der Lupe - so gut sind Aida, Tui & Co.

Kreuzfahrten sind sicher - doch Umwelt und Personal müssen laut Stiftung Warentest leiden.
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Kreuzfahrten sind sicher - doch Umwelt und Personal müssen laut Stiftung Warentest leiden.

Wie gut werden Kreuzfahrtschiffe bei Sicherheit, Umweltschutz und Arbeitsbedingungen bewertet? Stiftung Warentest hat das getestet - mit diesen Ergebnissen.

Kreuzfahrten boomen seit Jahren. Kein Wunder, schließlich fehlt es den Schiffsgästen an nichts: Endlose Buffets, Wasserrutschen, Sportplätze und Show-Programme sorgen dafür, dass es niemandem langweilig wird. Doch wie sieht es hinter den Kulissen im Urlaubsparadies aus? Wie steht es um die Sicherheit der Passagiere, die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter und den Umweltschutz? 

Aida, Tui Cruises, Costa und MSC: Zwölf Schiffe im Test

Stiftung Warentest hat in seiner Januar-Ausgabe (01/2019) zwölf Kreuzfahrtschiffe von vier Reedereien unter die Lupe genommen. Getestet wurden dabei Schiffe von Aida, Tui Cruises, Costa und MSC. Das Ergebnis: Passagiere an Bord können sich laut der Tester durchaus sicher fühlen. Doch dafür müssten sie in Kauf nehmen, dass ihre Reise zulasten von Besatzung und Umwelt geht. 

Diese Kreuzfahrtschiffe wurden getestet:

  • Aida Cruises: Aida Aura, Aida Bella, Aida Prima.
  • Tui Cruises: Mein Schiff 1, 2 und 5.
  • MSC Kreuzfahrten: MSC Opera, MSC Orchestra, MSC Seaview.
  • Costa Crociere: Costa Diadema, Costa Pacifica, Costa Victoria.

Sicherheit auf Kreuzfahrtschiffen ist hoch 

Die vier großen Kreuzfahrtanbieter garantieren laut Stiftung Warentest ein hohes Niveau an Sicherheit. Nach dem Kreuzfahrtunglück der Costa Concordia im Jahr 2012 hätten die Reedereien für ein verbessertes Notfallmanagement gesorgt - dafür gab es Daumen hoch! 

Auch interessant: Warum so viele Passagiere bei Kreuzfahrten verschwinden.

Soziales Engagement bei Mitarbeitern - Fehlanzeige!

Anders sieht es im Umgang mit den Mitarbeitern an Bord aus: Sozial engagieren sich die Reedereien nur spärlich. Sie halten sich lediglich an die gesetzlichen Vorgaben der Staaten, unter deren Flagge sie fahren. So fallen die Löhne alles andere als befriedigend aus. Nicht selten schuften die Arbeiter für mickrige 2,65 Euro bis 4,40 Euro die Stunde. Und das bei Arbeitstagen von zehn bis zwölf Stunden - ohne einen einzigen freien Tag, meist über Monate hinweg.

Umweltschutz: Reedereien unternehmen zu wenig

So schön und erholsam eine Kreuzfahrt für Urlauber auch sein mag: Reisende sollten sich im Klaren darüber sein, dass jede Kreuzfahrt die Umwelt belastet. Und das nicht zu knapp: Der überwiegende Teil der riesigen Dampfer fährt mit billigem Schweröl. Dabei werden Unmengen an schädlichem Feinstaub, Schwefel- und Stickoxiden sowie Kohlendioxid in die Luft geblasen. 

Besser wäre laut Stiftung Warentest, beim Antrieb auf Marine-Diesel oder Flüssig-Erdgas umzustellen. Doch leider unternehmen die Reedereien zu wenig gegen die Umweltbelastungen, die ihre Schiffe verursachen. Deshalb schneiden auch acht der zwölf getesteten Schiffe beim Prüfpunkt "Emissionsvermeidung" mit mangelhaft ab - darunter alle Boote von MSC. 

Lesen Sie auch: Diese Kostenfallen sollten Sie auf der Kreuzfahrt laut Stiftung Warentest vermeiden.

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