Datingapps

Tinder warnt LGBTQ-Reisende in schwulenfeindlichen Ländern

Homosexualität ist in einigen Ländern der Welt strafbar. Wird die App in einem der betroffenen Länder geöffnet, bekommt der Nutzer einen Sicherheitshinweis angezeigt. Foto: Franziska Kraufmann
+
Homosexualität ist in einigen Ländern der Welt strafbar. Wird die App in einem der betroffenen Länder geöffnet, bekommt der Nutzer einen Sicherheitshinweis angezeigt. Foto: Franziska Kraufmann

Tinder informiert seine LGBTQ-Nutzer in Ländern, die Homosexualität unter Strafe stellen über mögliche Gefahren. Wird die App in einem der betroffenen Länder geöffnet, muss die Sichtbarkeit des Profils erst bestätigt werden bevor es für andere einsehbar wird.

Berlin (dpa/tmn) - Die Dating-App Tinder will Reisende der LGBTQ-Gemeinschaft mit einer neuen Funktion besser schützen. In Ländern, in denen Homosexualität gesetzlich verfolgt wird, bekommen Nutzer einen Sicherheitshinweis angezeigt, der sie auf die möglichen Gefahren hinweist.

Darüber informiert das Unternehmen auf seinem Blog. LGBTQ steht für Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transexuelle und queere Menschen.

Wenn der Nutzer die App in einem der betroffenen Länder öffnet, kann er auswählen, ob er auf Tinder angezeigt werden soll oder nicht. Entscheidet er sich dafür, sein Profil für andere sichtbar zu machen, wird seine sexuelle Orientierung oder Identität auch dann nicht angezeigt, wenn sie eigentlich im Profil hinterlegt ist.

In Dutzenden Ländern der Welt ist Homosexualität strafbar. In einigen Staaten drohen Gefängnis oder in manchen sogar die Todesstrafe. Man wolle sicherstellen, dass Nutzer sich dort der möglichen Gefahren für die LGBTQ-Community bewusst sind, schreiben die Entwickler. "Damit sie besonders vorsichtig sein können und sich nicht unwissentlich in Gefahr bringen, nur weil sie sie selbst sind."

Blogbeitrag der App-Entwickler

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Mona Lisa hinter langen Zick-Zack-Absperrungen

Der Louvre ist das meist besichtigte Museum der Welt. Allein Leonardos Mona Lisa lockt Millionen Besucher jährlich an. In Zeiten von Corona muss der Louvre drastisch …
Mona Lisa hinter langen Zick-Zack-Absperrungen

Seit 1. Juli: Das dürfen Sie bei der Einreise nach Spanien nicht vergessen

Spanien war unter den europäischen Ländern besonders vom Coronavirus betroffen. Nur sind Touristen wieder erlaubt - allerdings dürfen Flugreisende eine Sache auf keinen …
Seit 1. Juli: Das dürfen Sie bei der Einreise nach Spanien nicht vergessen

Ryanair verspricht Ticketerstattungen bis Ende Juli

Laut EU-Recht müssen Airlines den Ticketpreis innerhalb einer Woche erstatten, wenn sie Flüge stornieren. In der Corona-Krise wurde diese Frist jedoch oft nicht …
Ryanair verspricht Ticketerstattungen bis Ende Juli

Spanien-Urlauber müssen sich online registrieren

Urlaub am Mittelmeer ist wieder möglich. Doch vor der Reise müssen sich Reisende oft registrieren - so auch in Spanien. In Papierform ist die Anmeldung nur noch für …
Spanien-Urlauber müssen sich online registrieren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.