Auf gepackten Koffern

Tui holt Tausende Urlauber zurück

Der Touristikkonzern Tui setzt wegen der Coronavirus-Krise den größten Teil seiner Reiseaktivitäten aus. Urlauber werden nun zurückgeholt. Foto: Clara Margais/dpa
+
Der Touristikkonzern Tui setzt wegen der Coronavirus-Krise den größten Teil seiner Reiseaktivitäten aus. Urlauber werden nun zurückgeholt. Foto: Clara Margais/dpa

Vor kurzem hatte der Tourismuskonzern Tui die Aussetzung des Betriebs bekannt gegeben, nun will er seine Kunden zurück nach Deutschland holen. Dafür stellt er einige Sonderflüge bereit.

Hannover (dpa) - Der weltgrößte Reiseanbieter hat sich viel vorgenommen: Zusammen mit Lufthansa und Condor sollen seine Airlines nun Zehntausende im Ausland festsitzende Urlauber nach Deutschland zurückbringen, ist durch die globale Verbreitung des neuen Virus erheblich in Bedrängnis geraten.

Seit Dienstag (17. März) holen reguläre Tui-Flugzeuge sowie Sondermaschinen und Flieger mit Extrakontingenten gestrandete Touristen nach Deutschland. Täglich könne dies für rund 10.000 Passagiere angeboten werden, hieß es aus der Konzernzentrale. Flüge ins Ausland hatte Tui schon in der Nacht zum Montag (16. März) eingestellt - ebenso wie den Großteil des Programms aus Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Hotelbetrieb.

Die Rückholaktion habe "klare Priorität", erklärte das Unternehmen. Es gehe vor allem um Deutsche in Ägypten und Spanien. Zu Beginn am Dienstag (17. März) habe Tui zehn Zusatzflüge aus beiden Ländern angeboten. Am Mittwoch und Donnerstag seien ebenfalls zehn Sonderflüge geplant.

Tuifly beteiligt sich auch an vom Bund gecharterten Verbindungen. "Wir stellen dem Auswärtigen Amt Kontingente zur Verfügung", hieß es. Krisenstäbe, Auslandsvertretungen und Mitarbeiter vor Ort seien in Kontakt. In vielen Reiseländern ist wegen der Corona-Pandemie der normale Flugverkehr eingestellt. Weil vielerorts auch Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Kraft sind und in Hotels oft nicht mehr gearbeitet wird, sitzen Zehntausende Menschen auf gepackten Koffern.

Tui-Kunden, die schon Reisen etwa für die Sommermonate 2020 gebucht haben, müssen sich bei der Frage möglicher kostenfreier Stornierungen noch gedulden. Dies ist nach jüngsten Angaben vorerst nicht möglich.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Corona-Risikogebiete: Bei diesen Ländern gilt für Reiserückkehrer ab Samstag die Testpflicht

Für Reise-Fans ist es schwierig, die aktuelle Lage um das Coronavirus zu überblicken. In der Übersicht sehen Sie, welche Länder derzeit als Risikogebiet eingestuft sind.
Corona-Risikogebiete: Bei diesen Ländern gilt für Reiserückkehrer ab Samstag die Testpflicht

Kein Schmerzensgeld für Zwischenlandung wegen Defekt

Das Flugzeug hat plötzlich einen Riss in der Scheibe, der Pilot entscheidet sich zur Zwischenlandung - keine angenehme Situation. Zwei Urlauber wollten daraus Profit …
Kein Schmerzensgeld für Zwischenlandung wegen Defekt

Vorsicht: Auswärtiges Amt spricht Reisewarnung für Gebiet in deutschem Nachbarland aus

Erneut spricht das Auswärtige Amt eine Reisewarnung in einem deutschen Nachbarland aus. Dieses Mal wurde eine Provinz als Risikogebiet eingestuft.
Vorsicht: Auswärtiges Amt spricht Reisewarnung für Gebiet in deutschem Nachbarland aus

So holen Sie mit den Brückentagen 2021 das Maximum an Urlaub heraus

Schielen Sie auch schon auf die Brückentage 2021? Die Ausbeute an Feiertagen wird im nächsten Jahr zwar mau - trotzdem lässt sich viel Urlaub herausschlagen.
So holen Sie mit den Brückentagen 2021 das Maximum an Urlaub heraus

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.