Reisen im April

Wo ist Osterurlaub 2021 in Deutschland und Europa möglich?

Trotz Corona-Pandemie würden viele Deutsche an Ostern 2021 gerne Urlaub machen. Aber wo ist das hierzulande oder in Europa überhaupt möglich?

Die Osterferien* nahen und damit normalerweise für viele Deutsche auch der erste Urlaub des Jahres. Während der Corona-Pandemie sieht die Situation aber ganz anders aus: Hotels und Restaurants haben geschlossen, beliebte Reisedestinationen dürfen nur mit negativem Corona-Test besucht werden und Reisewarnung sorgen für Unsicherheit bei Buchungen. Ob und wo ein Osterurlaub 2021 trotzdem möglich sein könnte, erfahren Sie hier.

Osterurlaub 2021: Welche Regeln gelten für Reisen in Deutschland?

Schon im letzten Jahr haben viele Deutsche ihren Urlaub innerhalb der Landesgrenzen verbracht. Gerade im Sommer hat es Reise-Freudige an die Nord- oder Ostsee sowie in Richtung Berge gezogen. Statt längerer Urlaubsreisen waren Tagesausflüge angesagt. Aufgrund der bestehenden Reise-Beschränkungen wird dies auch 2021 noch im Trend sein. Allerdings gelten in den kommenden Osterferien strengere Corona-Maßnahmen als im letzten Jahr. Generell appelliert die Bundesregierung an die Bevölkerung, auf Reisen im In- und Ausland zu verzichten. Zudem besteht noch mindestens bis zum 18. April der Corona-Lockdown – und damit auch ein Beherbergungsverbot. Nach dem letzten Bund-Länder-Gipfel vom 22. März plant die Bundesregierung nun sogar eine generelle Testpflicht für Reiserückkehrer bei der Einreise nach Deutschland. Zudem wird geprüft, ob ein Verbot von Auslandsreisen möglich ist.

Wenn eine Auslandsreise für Deutsche an Ostern nicht möglich sein wird, bleibt nur noch ein Tagesausflug. Aber auch hier sind Regeln zu beachten: Die Regierung rät immer noch von unnötigen Reisen – und dazu zählen auch Tagesausflüge – ab. Je nachdem, was die Situation an Ostern erlaubt, könnten aber kurze Ausflüge möglich sein. Der ADAC schlägt dazu eine Tour auf einer der zahlreichen deutschen Ferienstraßen vor, wenn diese sich in der Nähe befinden. So bietet sich zum Beispiel die 3.000 Kilometer lange Deutsche Alleenstraße an, die von der Insel Rügen bis hin zum Bodensee führt. Ein weiterer Klassiker ist die Romantische Straße von Würzburg bis Füssen, auf der Sie durch fränkisches Weinland, Taubertal und Ries-Krater allerhand wunderschöne Landschaften zu sehen bekommen.

Laut einer Auswertung des Online-Buchungsportals für Ferienhäuser HomeToGo wollen die Deutschen an Ostern aber eher in bekannte Gefilde: Vor allem Nordsee, Ostsee, Bayern und Sylt stehen hoch im Kurs. Aber Vorsicht: Für den Urlaub auf Sylt* plant der Bürgermeister Nikolas Häckel laut den Lübecker Nachrichten, dass Reisende demnächst einen negativen PCR- oder Schnelltest vorlegen müssen. Zudem will er, dass die Bundespolizei die Einreise kontrolliert. Außerdem müssen Hotels weiterhin geschlossen bleiben, sodass keine Übernachtungsmöglichkeiten bestehen.

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Erfahren Sie hier: Wird Sommer-Urlaub 2021 auch wieder im Ausland möglich sein? Tourismusbeauftragter trifft Prognose.

An Ostern 2021 ins Ausland reisen: Was ist möglich?

Wie bereits erwähnt, warnt die Regierung auch vor Reisen ins Ausland. Allerdings gestaltet sich die Urlaubsplanung hier aktuell etwas einfacher als im Inland, da manche Reisedestinationen damit beginnen, ihre Corona-Maßnahmen für Touristen zu lockern. Die Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca hat sogar für einen wahren Buchungsansturm bei den Airlines* geführt. Die Einreise auf die Balearen ist nun mit einem negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, erlaubt. Zudem müssen Reiserückkehrer in Deutschland nicht in Quarantäne – sich allerdings bald auf das Coronavirus testen lassen.

Die Regierung hat die Mallorca-Flucht der Deutschen mit Schrecken beobachtet: „Der Appell ist, auf jede nicht unbedingt notwendige Reise zu verzichten“, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Auch der Tourismusforscher Jürgen Schmude von der Universität München fürchtet ein „zweites Ischgl“. Für den Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß, ist diese Entwicklung traurig: „Für mich wäre es schwer vorstellbar, dass auf Mallorca Urlaub möglich ist, aber im Schwarzwald Hotels noch geschlossen bleiben. Das wäre eine ganz bittere Botschaft.“ Seine Forderung lautete, Hotels in Deutschland auch an Ostern öffnen zu lassen – aber ohne Erfolg.

Ein Appell an die Bürger, nicht zu reisen, ist aber kein striktes Verbot. Darum sind Urlaubsreisen ins Ausland auch an Ostern nicht verboten. Reisende müssen sich aber darauf einstellen, sich bei der Rückkehr in eine zehntägige Quarantäne begeben zu müssen. Diese gilt aktuell für jeden, der aus einem Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder aus einem Virusvarianten-Gebiet einreist. Je nach Bundesland können sich hier die Regelungen aber ein wenig unterscheiden. Zudem müssen Einreisende aus einem Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiet schon vor der Beförderung einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Wer aus einem Risikogebiet einreist, muss den Corona-Test spätestens 48 Stunden nach der Einreise durchführen.

Auch interessant: Urlaub im Corona-Sommer: So können Sie Ihre Reise stornieren – kostenfrei.

So sieht die Corona-Lage in beliebten Urlaubsdestinationen in Europa aktuell aus

  • Mallorca: Die Balearen zählen zu den wenigen Regionen und Ländern, für die aktuell keine Reisewarnung vonseiten der Bundesregierung besteht. Das erleichtert die Rückreise nach Deutschland enorm. Nur für die Einreise braucht es einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist. Auf Mallorca sind zudem seit Anfang März wieder die Außenbereiche der Restaurants geöffnet. Trotzdem gelten noch strenge Corona-Maßnahmen – zum Beispiel eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 6 Uhr.
  • Italien: Eine Reise nach Italien ist zwar grundsätzlich möglich, aber ebenfalls mit vielen Regeln behaftet. So darf aktuell nur einreisen, wer einen negativen PCR- oder Schnelltest vorlegen kann. Zudem darf in Italien bis zum 27. März nicht zwischen den verschiedenen Regionen gereist werden. Bei der Rückkehr müssen Reisende in Deutschland in die Quarantäne, weil Italien als Corona-Risikogebiet gilt.
  • Österreich: Ein Urlaub in Österreich ist aktuell eher unmöglich. Nicht nur, dass Reiserückkehrer in die Quarantäne müssen, auch bei der Einreise nach Österreich müssen Urlauber sich erst einmal für 10 Tage in Quarantäne begeben, die frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen PCR- oder Antigentest verkürzt werden kann. Zudem müssen sich alle Reisenden vorher elektronisch registrieren und schon bei der Einreise einen negativen PCR- oder Antigentest vorlegen.
  • Kanaren: Die Corona-Lage auf den Kanaren beruhigt sich allmählich. Trotzdem befinden sie sich noch auf der Liste der Risikogebiete, was eine Quarantäne bei der Reiserückkehr zur Pflicht macht. Zudem müssen Urlauber auch beim Einchecken im Hotel einen negativen PCR-Test vorlegen können.
  • Kroatien: Die Einreise ist grundsätzlich gestattet. Reisende müssen sich aber mit ihren Kontaktdaten registrieren. Zudem muss ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 48 Stunden ist. Aus Sicht der Bundesregierung zählen die Gespanschaften Istrien, Požega-Slawonien, Bjelovar-Bilogora und Krapina-Zagorje aktuell nicht zu den Corona-Risikogebieten, sodass bei der Rückkehr aus diesen Regionen keine Quarantäne fällig ist. Ein Transit durch Österreich ist aber nur ohne Zwischenstopp erlaubt.

(fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Lesen Sie auch: Ostern, Pfingsten, Sommer? Ab wann Reisen 2021 wieder normal möglich sein könnten.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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