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So viele Deutsche wollen 2020 Urlaub in der Türkei machen

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Antalya ist ein beliebtes Reiseziel.

Das Reiseland Türkei boomt: Trotz der politischen Situation ist für mehr als die Hälfte der deutschen Urlauber die Türkei 2020 ein mögliches Urlaubsziel.

  • Eine repräsentative Studie eines Marktforschungsinstituts ergab, dass die Deutschen die Türkei vor allem mit Sonne, Strand, Gastfreundschaft und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis assoziieren.
  • Während Türkei-Liebhaber die Politik ausklammern und weiterhin in die Türkei reisen, ist die politische Lage aber durchaus für einige der Hauptgrund, keinen Urlaub in der Türkei zu machen.
  • Diese und weitere Fakten wurden in der Studie enthüllt, bei der 2.000 Personen in Deutschland befragt wurden.

Mehr als die Hälfte der deutschen Urlauber würde 2020 in die Türkei reisen

Auf die Frage, ob die Teilnehmer die Türkei im Jahr 2020 als Urlaubsziel in Betracht ziehen oder sogar bereits gebucht haben, antwortete mehr als die Hälfte der befragten Deutschen, dass sie entweder definitiv in der Türkei Urlaub machen oder die Türkei als Urlaubsziel in Betracht ziehen. Für 40 Prozent kommt ein Türkeiurlaub überhaupt nicht infrage. Acht Prozent zeigen sich unentschlossen. Dies ergab eine Umfrage des Portals weg.de.

Wetter, Strand und gute Preise: Darum boomt die Türkei als Urlaubsland

Schon 2019 hat die Türkei einen Urlaubsboom erlebt. Doch warum zieht es so viele deutsche Urlauber in das teils europäische, teils asiatische Land? Aus welchen Gründen reisen die Deutschen so gerne in die Türkei und welchen Aktivitäten gehen die Urlauber bevorzugt nach? Die Antwort lautet: Um bei schönem Wetter zu günstigen Preisen am Strand zu entspannen. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer (59 Prozent) haben sich für die Türkei als Urlaubsland entschieden, weil sie dort auf jeden Fall mit gutem Wetter rechnen können, um die Sonne und den Strand zu genießen (55 Prozent). Denn besonders in der beliebten Urlaubsregion rund um das Einzugsgebiet des Flughafens von Antalya genießen Urlauber in den Sommermonaten durchschnittlich mehr als zwölf Sonnenstunden am Tag.

Der zweite, entscheidende Grund ist das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Tatsächlich ist ein Urlaub in der Türkei deutlich günstiger als in vergleichbaren Warmwasser-Destinationen, die zur EU gehören, wie Mallorca oder die griechischen Inseln. 44 Prozent der Teilnehmer geben an, dass die Natur und vor allem die Strände und das türkisblaue Wasser besonders schön sind und ein Grund dafür, in die Türkei zu reisen. Doch auch das gastronomische Angebot ist für 41 Prozent der Befragten ein wichtiger Grund sowie die kurze Flugzeit für ebenfalls 41 Prozent und die türkische Gastfreundschaft für 28 Prozent der Umfrageteilnehmer. Mehr als ein Drittel (38 Prozent) der Türkei-Liebhaber hat zudem angegeben, dass sie an der kulturellen Vielfalt des Landes und den Sehenswürdigkeiten interessiert sind.

Lesen Sie hier: Fünf Kostenfallen im Urlaub, die Sie noch nicht kannten.

Fast zwei Drittel aller befragten Deutschen haben schon einmal Urlaub in der Türkei gemacht

Lediglich 36 Prozent der befragten Teilnehmer geben an, noch nie in der Türkei gewesen zu sein. 28 Prozent der Befragten waren bereits mindestens einmal in der Türkei und ganze 36 Prozent sind Stammgäste, denn sie haben schon mehrfach in der Türkei Urlaub gemacht.

Türkei-Liebhaber lassen sich von politischem Kurs nicht am Urlaub hindern

Zur aktuellen Politik in der Türkei haben zwar mehr als die Hälfte der Befragten, die erwägen in die Türkei zu reisen, eine Meinung, diese spielt aber bei der Urlaubsentscheidung keine große Rolle. Fast die Hälfte (46 Prozent) der Deutschen gibt an, zwar mit dem politischen Kurs nicht einverstanden zu sein, dieser Umstand hindert sie aber nicht daran, Urlaub in der Türkei zu machen. Ein Drittel (33 Prozent) sagt ganz klar, dass die politische Situation keinen Einfluss auf ihre Reisepläne hat. Zehn Prozent der Teilnehmern ist die politische Situation bewusst und sie zeigen sich mit dem aktuellen Kurs einverstanden. Sieben Prozent sind bezüglich der politischen Situation unentschlossen und vier Prozent ist gar nicht bekannt, wie sich die aktuelle politische Entwicklung darstellt.

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Politik ist Hauptgrund, warum 40 Prozent der Deutschen 2020 nicht in die Türkei reisen wollen

Bei der Eingangsfrage geben 40 Prozent der Befragten an, dass die Türkei für sie im Jahr 2020 nicht infrage kommt. Auf die daraufhin gestellte Frage nach den Beweggründen dafür wurden vorrangig folgende zwei Antworten gegeben: Ganze 77 Prozent der Befragten mögen den aktuellen politischen Kurs nicht und 60 Prozent derer, die nicht in die Türkei reisen wollen, haben Sicherheitsbedenken. Lediglich 23 Prozent der Teilnehmer halten die Türkei für kein interessantes Urlaubsziel.

Neun Prozent haben Bedenken, da sie die Landessprache nicht sprechen. Sechs Prozent waren schon so oft da, sie möchten in diesem Jahr gerne etwas anderes sehen. Lediglich drei Prozent haben ökologische Bedenken, eine Türkei-Reise anzutreten. Ebenfalls drei Prozent möchten nicht so weit reisen. Abgeschlagen mit jeweils nur einem Prozent der Befragten, sind die Gründe "ist mir zu teuer" und "Währungskurs" auf den letzten Plätzen. Neun Prozent haben andere Gründe, die nicht näher erläutert werden.

Hier zeigen sich außerdem größere Unterschiede je nach Alter der Befragten. Während die Generation 55+ viel kritischer ist und mit 89 Prozent angibt, aus politischen Gründen nicht in die Türkei zu reisen, sagen das bei den 18 bis 24-Jährigen nur 46 Prozent.

Lesen Sie hier: Wie kann ich meinen Hund mit in den Türkei-Urlaub nehmen?

Der Einfluss von Politik auf die Urlaubsplanung im Allgemeinen

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob die Türkei nur ein Sonderfall oder exemplarisch für den Umgang der Deutschen mit dem Thema Politik und Urlaubsplanung ist. Daher hat weg.de in der Umfrage auch gefragt, ob die Politik im Reiseland bei der Urlaubsplanung generell eine Rolle spielt. Acht Prozent der Befragten antworten hierauf ganz klar mit "nein". Für 46 Prozent der Befragten spielt der politische Kurs im Urlaubsland zwar eine Rolle, ist aber kein Ausschlusskriterium bei der Urlaubsplanung.

Mehr als ein Drittel der Befragten sieht das anders und gibt an, aus politischen Gründen ein Urlaubsland nicht zu bereisen. Zur Erinnerung: Es waren eingangs 40 Prozent, für die die Türkei als Urlaubsland nicht infrage kommt. Von diesen 40 Prozent geben wiederum 77 Prozent an, dass die Politik der Hauptgrund für diese Entscheidung ist. Lediglich vier Prozent haben keine Antwort auf die Frage, ob die Politik generell Einfluss auf ihre Urlaubsplanung hat.

Lesen Sie hier: Versteckte Gebühren: So viel kostet Geld abheben im Urlaub wirklich.

Türkei-Reise ist meist der Haupturlaub mit dem Partner oder der Familie

Für die meisten Deutschen ist der Türkei-Urlaub der klassische Haupturlaub mit einer Dauer von sieben bis 15 Tagen. Für einen Kurzurlaub von weniger als vier Tagen entscheiden sich dagegen lediglich drei Prozent und fünf Prozent planen einen Aufenthalt von mehr als 16 Tagen. Während fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin reist, machen 38 Prozent der Teilnehmer mit ihrer Familie Urlaub in der Türkei. Lediglich acht Prozent reisen allein und nur drei Prozent mit einer Reisegruppe.

Da das gute Wetter, Sonne, Strand und Meer zu den Hauptgründen zählen, um sich für einen Urlaub in der Türkei zu entscheiden, verwundert es nicht, dass 63 Prozent der Befragten bevorzugt einen Strand- oder Badeurlaub buchen. Das gute Preis-Leistungs-Verhältnis, das als weiterer Beweggrund angeführt wird, gilt vor allem für das große Angebot im Bereich All inclusive-Urlaub, der von mehr als der Hälfte (59 Prozent) als bevorzugte Urlaubsart angegeben wird. Deutlich seltener werden Städteurlaub (31 Prozent) oder Reisen mit Naturbezug (28 Prozent) unternommen.

Auch interessant: Das sind die gastfreundlichsten Städte der Welt.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

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1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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