Nach Corona-Pause

In mehreren Bundesländern öffnen Hotels und Campingplätze

Nach der Corona-Zwangspause dürfen Hotels und Pensionen auch in Sachsen-Anhalt wieder für Touristen öffnen. Bis zum 28. Mai dürfen allerdings nur Menschen aus dem eigenen Bundesland dort absteigen. Foto: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa
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Nach der Corona-Zwangspause dürfen Hotels und Pensionen auch in Sachsen-Anhalt wieder für Touristen öffnen. Bis zum 28. Mai dürfen allerdings nur Menschen aus dem eigenen Bundesland dort absteigen. Foto: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

Die Hürden für den Tourismus im Inland werden nach und nach abgebaut. In mehreren Bundesländern können Unterkünfte nun wieder Gäste empfangen - wenn auch mit Einschränkungen.

Berlin (dpa) - Nach der coronabedingten Zwangspause läuft der Tourismus in weiteren Bundesländern wieder an. Das Einreiseverbot für Mecklenburg-Vorpommern ist aufgehoben und in Berlin, Brandenburg und Niedersachsen können Hotels wieder Gäste empfangen. Zuvor hatte das etwa in Brandenburg oder Niedersachsen nur für Ferienwohnungen gegolten.

In Mecklenburg-Vorpommern konnte die Tourismusbranche nach dem Shutdown Mitte März bereits Gäste aus dem eigenen Land begrüßen, von nun an dürfen Menschen aus den anderen Bundesländern in den Nordosten - allerdings unter einigen Voraussetzungen. So muss die Buchung einer Übernachtung in einem Hotel, einer Pension oder auf einem Campingplatz vorliegen. Für Tagestouristen bleiben die Landesgrenzen weiter dicht.

Auch in Berlin und Brandenburg können Gäste nun wieder in Ferienwohnungen und Hotels unterkommen. In Niedersachsen öffnen ebenfalls Hotels ihre Pforten für Gäste. Die dürfen allerdings nur zu 60 Prozent der Kapazität ausgelastet sein. Auch in Mecklenburg-Vorpommern ist die Bettenbelegung in Hotels oder auf Campingplätzen bisher auf 60 Prozent begrenzt.

Der Campingverband Mecklenburg-Vorpommern rechnet damit, dass die Auslastung bis Pfingsten, dem traditionellen Start in die Saison, auf die von der Landesregierung erlaubte Grenze steigen werden. Einer Umfrage unter den Plätzen zufolge liegt die Auslastung aktuell bei 20 Prozent.

In Niedersachsen können Hotelgäste bald auch wieder auf die Ostfriesischen Inseln. Die vier zuständigen Landkreise werden entsprechende Allgemeinverfügungen veröffentlichen, wie Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD) in Jever ankündigte. Sie sollen am Dienstag beziehungsweise Mittwoch (27. Mai) in Kraft treten und auch eine Wiederbelegungsfrist für Ferienwohnungen vorsehen. Auf manchen Inseln mussten zur Corona-Eindämmung Unterkünfte bislang eine Woche gemietet werden - nun sind auch Belegungen von beispielsweise vier Tagen möglich.

Hotelgäste dürfen laut Ambrosy bereits schon jetzt anreisen, weil die Inselbürgermeister das erlaubt haben. Fährunternehmen seien informiert. "Tagestouristen sind ausgeschlossen, das heißt, man kommt nur auf die Inseln, wenn man eine Nacht als Übernachtungsnachweis belegen kann."

Andernorts müssen einige Inlandsurlauber und Betreiber noch Geduld haben: In Sachsen-Anhalt können Hotels voraussichtlich ab dem 28. Mai Gäste aus anderen Bundesländern aufnehmen. In Baden-Württemberg können Ferienwohnungen derzeit öffnen, soweit eine Selbstversorgung möglich ist. Hotels dürfen vom 29. Mai an aufmachen. In Bayern öffnen die Unterkünfte erst ab 30. Mai. Lockerungen treten dort aber nun für die Gastronomie in Kraft: Nach der Öffnung der Außenräume können Restaurants auch Gäste drinnen empfangen.

Abstands- und Hygieneregeln gelten auch in Hotels. So dürfen sich etwa die Gäste beim Frühstück vielerorts noch nicht wieder selbst am Buffet bedienen. Eine Maskenpflicht gibt es vielerorts zumindest für das Personal, in Brandenburg etwa wurde aber nur eine Empfehlung ausgesprochen. Bei Check-in und Check-out sollen die Kontakte zwischen Personal und Gästen auf ein Minimum reduziert werden. Die Unternehmen müssen häufig Hygiene- und Schutzkonzepte vorweisen können. Reservierungen seien nicht vorgeschrieben, Hotels empfehlen das aber, denn mit Blick auf Pfingsten sind zahlreiche Herbergen gut gebucht.

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