Alptraum Lawine

Wintersportler müssen Notfallausrüstung beherrschen

Wer jenseits der Pisten fährt, sollte immer eine Notfall-Ausrüstung dabeihaben. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
+
Wer jenseits der Pisten fährt, sollte immer eine Notfall-Ausrüstung dabeihaben. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Eine Lawine ist das Horrorszenario eines jeden Wintersportlers. Eine Notfallausrüstung mitzunehmen ist auf ungesicherten Pisten ein Muss. Das allein reicht jedoch nicht - man muss auch damit umgehen können.

München (dpa/tmn) - Wenn sich Wintersportler abseits der Pisten bewegen, sollten sie auf jeden Fall ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS-Gerät) sowie Lawinenschaufel und Sonde mitnehmen.

"Ohne diese Notfall-Ausrüstungsgegenstände hat man abseits der gesicherte Piste nichts verloren", warnt Andreas König vom Deutschen Skiverband. Auch ein sogenannter ABS-Rucksack am Körper kann sinnvoll sein. Diese Art Airback-Rucksack soll mit aufblasbaren Luftkissen am Rücken bewirken, dass Wintersportler im oberen Bereich einer Lawine mitschwimmen und nicht von den Schneemassen nach unten gezogen werden.

Solch ein Rucksack ist nicht ganz günstig: König schätzt, dass man für ein gutes Modell locker 600 Euro auf den Tisch legen kann. Der Experte warnt allerdings: "Mit all dieser Ausrüstung kaufe ich mir keine Sicherheit." Denn die Ausrüstung sei immer nur so gut, wie derjenige, der sie bedient - "das ist kein Freibrief, irgendeinen Hang herunterzufahren." Wichtig ist es daher, zu wissen, wie man die Gegenstände bedient. Andreas König rät zu einem Lawinenkurs: Solch ein Kurs sei sehr intensiv und dauere häufig zwei Tage. Dabei lernen Wintersportler, in Stresssituationen richtig zu reagieren - aber auch, möglichst gar nicht in eine gefährliche Situation zu geraten.

Der Deutsche Alpenverein (DAV) zum Beispiel bietet auf seiner Internetseite eine Übersicht aller Lawinenwarndienste im Alpenraum, die auch per Telefon zu erreichen sind. Tonbandansagen informieren dann über die Lawinengefahr. Beim DAV gibt es außerdem eine sogenannte Snowcard, mit der sich anhand der Gefahrenstufe, Steilheit und Exposition das Risiko des Geländes einschätzen lässt. Wie das funktioniert, lernen Wintersportler ebenfalls am besten vom Profi.

Informationen zur Snowcard

DAV-Übersicht zu Lawinenwarndiensten

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Deutsche Familie begeht kleinen Fehler bei der Griechenland-Einreise - 3.000-Euro-Urlaub jetzt geplatzt

Griechenland hat die Einreisebedingungen für Touristen verschärft. Ein kleiner Fehler kann zum Ausschluss von der Reise führen - so erging es einer deutschen Familie.
Deutsche Familie begeht kleinen Fehler bei der Griechenland-Einreise - 3.000-Euro-Urlaub jetzt geplatzt

Mehrere Reisewarnungen für Bulgarien - Goldstrand jetzt Risikogebiet

Ist Urlaub 2020 in Bulgarien sicher trotz Coronavirus? Ein Party-Video vom Goldstrand sorgt für Aufregung. Touristen aus Deutschland müssen einiges beachten.
Mehrere Reisewarnungen für Bulgarien - Goldstrand jetzt Risikogebiet

Urlaub im Risikogebiet: Ab heute gilt die Testpflicht für Rückkehrer

Wer Urlaub im Risikogebiet macht, muss sich an deutschen Flughäfen direkt auf das Coronavirus testen lassen. Die Reisewarnung für die Türkei wurde jetzt teilweise …
Urlaub im Risikogebiet: Ab heute gilt die Testpflicht für Rückkehrer

Im Urlaubsparadies - Schiff verliert Öl vor Mauritius

Mauritius gilt weltweit als Urlaubsparadies. Die weißen Strände und grün-blauen Lagunen ziehen jährlich Hunderttausende Touristen an. Doch nun droht dem Paradies eine …
Im Urlaubsparadies - Schiff verliert Öl vor Mauritius

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.