Reiserecht

Zu viele Pinkelpausen bei Mountainbike-Tour?

Pause machen muss bei einer Radreise sein - doch manchem kann das ständige Anhalten auch zu viel werden. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-tmn
+
Pause machen muss bei einer Radreise sein - doch manchem kann das ständige Anhalten auch zu viel werden. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-tmn

Nach einer Fahrradreise beklagen sich Teilnehmer über zu viele Pausen und die schlechte Kondition des Reiseleiters. Ärgerlich - aber gibt es auch Geld vom Veranstalter zurück?

München (dpa/tmn) - Bei einer Mountainbike-Reise rechtfertigt es keine Preisminderung, wenn nach Ansicht von Teilnehmern zu viele Pausen eingelegt werden. Das hat das Amtsgericht München entschieden (Az.: 191 C 7612/19).

Geklagt hatten ein Mountainbiker und zwei Begleiter, die bei einem Reiseveranstalter eine "Transalp Mountain Rad Tour" von Grainau bei Garmisch zum Gardasee für 1258 Euro gebucht hatten.

Pinkelpausen und schlechte Kondition

Ausgeschrieben war eine sportliche Radtour abseits der Pisten für Fortgeschrittene mit sehr guter Kondition. Die Teilnehmer werfen dem Veranstalter vor, dass statt der versprochenen 400 Kilometer nur 364 Kilometer zurückgelegt worden seien, 100 Kilometer davon auf Asphalt.

Außerdem gab es nach Ansicht der drei Männer zu viele Pinkelpausen auf der Tour. Der Führer der Radreise sei in zu schlechter Kondition gewesen und habe darüber hinaus Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger angepöbelt.

Teilnehmer forderten Geld zurück

Einer der Männer wollte von dem Veranstalter eine komplette Rückzahlung des Preises, die beiden anderen eine Rückerstattung in Höhe von 40 Prozent.

Das Amtsgericht wies die Klage mit der Begründung ab, dass in den Reiseunterlagen keine bestimmte Strecke zugesichert worden war. Aus der Reisebeschreibung gehe nicht hervor, "dass die Reise als ein sportliches (Hochleistungs-)Programm angeboten wurde, um den Teilnehmer einen bestimmten Trainingserfolg zu versprechen", heißt es in dem Urteil.

Auch Wartezeiten gehörten bei dieser Art von Reise zum gewöhnlichen Ablauf. Die Unhöflichkeit des Guides gegenüber anderen Teilnehmern stelle keinen Fehler der Reise dar.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Vorsicht: Auswärtiges Amt spricht Reisewarnung für Gebiet in deutschem Nachbarland aus

Erneut spricht das Auswärtige Amt eine Reisewarnung in einem deutschen Nachbarland aus. Dieses Mal wurde eine Provinz als Risikogebiet eingestuft.
Vorsicht: Auswärtiges Amt spricht Reisewarnung für Gebiet in deutschem Nachbarland aus

Urlaub in Kroatien: Experte warnt vor Party und Exzessen - Corona-Regeln für Urlauber

Ist der Urlaub 2020 in Kroatien trotz Coronavirus sicher? Die Zahl der Fälle im Land steigt an. Touristen aus Deutschland müssen einiges beachten.
Urlaub in Kroatien: Experte warnt vor Party und Exzessen - Corona-Regeln für Urlauber

Ab Samstag Corona-Testpflicht für Risikogebiet-Rückkehrer

In den ersten Bundesländern enden die Schulferien - und Reisende kommen aus aller Welt heim. Wer in einem Risikogebiet mit hohen Corona-Fallzahlen war, muss sich auf …
Ab Samstag Corona-Testpflicht für Risikogebiet-Rückkehrer

Urlaub im Risikogebiet: Neue Reisewarnung in Europa - Corona-Testpflicht für Rückkehrer ab Samstag

Wer Urlaub im Risikogebiet macht, muss sich an deutschen Flughäfen direkt auf das Coronavirus testen lassen. Die Reisewarnung für die Türkei wurde jetzt teilweise …
Urlaub im Risikogebiet: Neue Reisewarnung in Europa - Corona-Testpflicht für Rückkehrer ab Samstag

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.